Archiv-Beitrag vom 04.05.2010OB trifft Kultur-Fördervereine

Interessensgemeinschaft übergab gesammelte Unterschriften gegen die Streichungen im Kulturbereich.

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld begrüßte gestern (3.5.2010) eine Abordnung der IGS der Kultur-Fördervereine in ihrem Dienstzimmer.
Bernhard Haake, Sprecher der Initiative, dankte der OB im Namen seiner Mitstreiter für die Einladung. Begleitet wurde er von seiner Ehefrau Ursula, von Renate Sommer vom Förderverein des Kunstmuseums „Alte Post“, von Helga Künzel, Kulturstiftungsgründerin, Igor Adolph vom Förderverein der VHS sowie von Astrid Gieselmann von der Elterninitiative Heimaterde, die ihre Kinder Katharina und Alexander sowie 140 „frische“ Unterschriften für den Erhalt der Stadtteilbibliotheken mitbrachte.

Übergabe Unterschriften IG MHer Kultur-Fördervereine. 03.05.2010 Foto: Walter Schernstein

Übergaben der OB mehr als 12.000 Unterschriften gegen die Schließung von Kultureinrichtungen: v.l. Helga Künzel, Astrid Gieselmann, Bernhard Haake, Igor Adolph, Renate Sommer, Ursula Haake und Dagmar Mühlenfeld. Die Kinder Alexander und Katharina Gieselmann übergaben die gesammelten Unterschriften der Elterninitiative Heimaterde für den Erhalt der Stadtteilbüchereien.

Foto: Walter Schernstein


Dies habe, so Bernhard Haake, Symbolcharakter. „Viele Kinder, Grundschüler und Schüler der weiterführenden Schulen haben sich um eine Unterschrift ‚gerissen‘“, berichtete er.
Anfang April hätte die Initiative um einen Termin gebeten und mit der Unterschriftensammlung begonnen. Bis heute kamen über 12.000 Unterschriften zusammen. Eine beeindruckende Zahl, findet auch die OB.
„Es liegt vielen Bürgerinnen und Bürgern aller Altersschichten auf der Seele, dass die Kultur in unserer Stadt keinen Schaden nimmt,“ so der engagierte Vorsitzende des Freundeskreises der Stadtbibliothek. Das Museum, das Theater an der Ruhr und die Stadtbibliothek seien am heftigsten betroffen.

OB Dagmar Mühlenfeld hat in den vergangenen Tagen gleich mehrere Initiativen getroffen, die sich für den Erhalt ihrer jeweiligen Einrichtungen vehement einsetzen. Wie zuletzt zum Beispiel bei den Schwimmern der SG Mülheim im Nordbad.
„Die Politik braucht so klare Ansätze, wenn es um eine entsprechende Umverteilung geht und ich bin daher sehr dankbar für Ihren Einsatz. Ich beneide jedoch keinen Stadtverordneten um diese Aufgabe“, so das Stadtoberhaupt.

Renate Sommer weiß, dass dies eine schwierige Aufgabe ist. Sie war viele Jahre lang selbst Mitglied im Rat der Stadt und, wie Helga Künzel, kulturpolitische Sprecherin ihrer Partei. Sie weiß aber auch, dass Viele nur zum Unterschreiben ins Museum kamen und sogar zahlreiche ausländische Besucher ihren Weg dorthin finden.

Deutlich geworden, sei bei aller Diskussion um den Haushalt jedoch Eines ganz besonders. „Viele Städte leiden gleichermaßen unter einer misslichen Haushaltslage. Es ist aber nachweislich nicht so, dass die Städte mit Geld nicht umgehen können. Das haben inzwischen auch die Verantwortlichen in Land und Bund verstanden. Als Sprecherin des Aktionsbündnisses "Raus aus den Schulden" hat Dagmar Mühlenfeld erst kürzlich mit ihren Bündniskollegen erneut im Landtag "Für die Würde unserer Städte" demonstriert. Erste Zusagen zu einer Finanzhilfe für notleidende Kommunen habe das Aktionsbündnis dort vom Finanzminister erhalten. "Doch auch wir haben hart mit allen Fachbereichen an einem Haushaltsplanentwurf gearbeitet. Erstmals haben wir dabei Haushaltsforen für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Mülheim an der Ruhr als Diskussion, Erklärung und Meinungsfindung zu möglichen Sparmaßnahmen im städtischen Haushalt durchgeführt. Eine Erhöhung von Eintrittspreisen in den städtischen Kultureinrichtungen besipielsweise ist dabei auch aus der Bürgerschaft als Haushaltskonsolidierungsvorschlag gekommen.
Es ist gut, dass die Leute erkennen, dass kommunale Dienstleistung etwas wert ist“, so die OB.

Sie versicherte den engagierten „Streitern für die Kultur“ aber, dass sie sie nach wie vor, auch im Deutschen Städtetag, nach Kräften unterstützen werde. Und die Initiative weiß, dass in schweren Zeiten nun einmal gespart werden muss.


Die mehr als 12.000 Unterschriften wurden direkt im Anschluss an das Treffen mit der OB an das zuständige Dezernat IV (Schule, Jugend, Kultur) weitergegeben. Sie gehen danach in den Beratungs- und Entscheidungsprozess der Politik ein.

 

 

 

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Stand: 04.05.2010

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