"... das darf ich Ihnen nicht mehr verordnen."
Seit Jahresbeginn müssen gesetzlich Krankenversicherte über zwölf Jahre rezeptfreie Arzneimittel vollständig selbst bezahlen. Ärzte können bis auf wenige Ausnahmen dafür kein Kassenrezept mehr ausstellen. Da auch der Gang zum Arzt zehn Euro pro Quartal kostet, wird sich mancher überlegen, ob er sich nicht gleich in der Apotheke die notwendigen Arzneimittel kauft. Durch die im Gesundheitssystemmodernisierungsgesetz (GMG) festgelegte Änderung wird sich die Bedeutung der Selbstmedikation weiter erhöhen. Doch auf ärztlichen Rat sollte nach Angaben aus dem Gesundheitsamt nicht in jedem Fall verzichtet werden, denn es gibt Grenzen, die zu Gunsten der Gesundheit eingehalten werden sollten.
Mülheims Amtsapotherin Dr. Siegrun auf dem Keller gibt fünf wichtige Hinweise für eine verantwortungsvolle Selbstmedikation:
"Behandeln Sie nur solche Krankheiten selbst, die Sie sicher erkennen und deren Verlauf Sie einschätzen können!
Wenn Sie trotz Selbstmedikation nach wenigen Tagen keine Besserung beobachten, sich die Krankheit sogar verschlechtern sollte oder starke Schmerzen oder hohes Fieber auftritt, dann ist ein Arztbesuch notwendig.
Beschwerden, die erstmals auftreten, die nach kurzer Zeit nicht von selbst verschwinden oder die sich wiederholen, sollten nicht selbst behandelt werden; eine ärztliche Untersuchung ist vor allem bei ungewohnten Schmerzen, anhaltendem Husten, länger dauernden Durchfällen, Gewichtsabnahme, Schwellungen unbekannter Ursache, bei Hautveränderungen oder Augenentzündungen angebracht.
Wenn bereits wegen anderer Erkrankungen Arzneimittel eingenommen werden, sollten weitere Arzneimittel nur nach Beratung durch Arzt oder Apotheker eingenommen werden.
Kinder, Schwangere oder stillende Frauen sollten generell große Zurückhaltung bei der Einnahme von Medikamenten üben."
Patienten können sich in der Apotheke umfassend beraten lassen, denn Aufgabe der Apotheker ist die Information und die Beratung von Patienten bzw. Kunden. Damit die Arzneimittel erfolgreich wirken können, müssen sie richtig eingenommen werden. Deshalb sollte sich niemand scheuen, die entsprechenden Fragen zu stellen. Denn erst wer sein Arzneimittel kennt, weiß es auch richtig zu nutzen. Die Apothekerin aus dem Gesundheitsamt: "Fragen sie nach, wie das Arzneimittel wirkt, wie es angewendet wird, wie lange man es einnehmen darf und welche Neben- und Wechselwirkungen bekannt sind. Wichtig ist auch zu wissen, wann man das Arzneimittel nicht anwenden darf." Nicht zuletzt ist auch die Frage nach dem Preis von Bedeutung, denn nicht selten sind preisgünstige und gleich gut wirksame Alternativen erhältlich.
Weitere Hinweise zu Arzneimitteln (Beispiele):
Handbuch Selbstmedikation der Stiftung Warentest
Einige Krankenkassen bieten für ihre Mitglieder Arzneimittelinformationen an.
Internet (Beispiele):
http://www.medikamente-im-test.de/6e55a6d8a3c74f86b604ab4edd32e49e-1-2/mit/Main.ashx?id=amdb-selbst-root (Stiftung Warentest, zum Teil kostenpflichtig)
http://www.aponet.de/arzneimittel/gegen/index.html (allgemeine Übersicht)
http://www.medicine-worldwide.de/pharmakologie/arzneimittel/index.html (ohne
Präparatenamen)
http://www.netdoktor.de/medikamente/index.shtml
www.surfmed.de (kostenpflichtig)
Mülheims Amtsapotherin Dr. Siegrun auf dem Keller gibt fünf wichtige Hinweise für eine verantwortungsvolle Selbstmedikation:
"Behandeln Sie nur solche Krankheiten selbst, die Sie sicher erkennen und deren Verlauf Sie einschätzen können!
Wenn Sie trotz Selbstmedikation nach wenigen Tagen keine Besserung beobachten, sich die Krankheit sogar verschlechtern sollte oder starke Schmerzen oder hohes Fieber auftritt, dann ist ein Arztbesuch notwendig.
Beschwerden, die erstmals auftreten, die nach kurzer Zeit nicht von selbst verschwinden oder die sich wiederholen, sollten nicht selbst behandelt werden; eine ärztliche Untersuchung ist vor allem bei ungewohnten Schmerzen, anhaltendem Husten, länger dauernden Durchfällen, Gewichtsabnahme, Schwellungen unbekannter Ursache, bei Hautveränderungen oder Augenentzündungen angebracht.
Wenn bereits wegen anderer Erkrankungen Arzneimittel eingenommen werden, sollten weitere Arzneimittel nur nach Beratung durch Arzt oder Apotheker eingenommen werden.
Kinder, Schwangere oder stillende Frauen sollten generell große Zurückhaltung bei der Einnahme von Medikamenten üben."
Patienten können sich in der Apotheke umfassend beraten lassen, denn Aufgabe der Apotheker ist die Information und die Beratung von Patienten bzw. Kunden. Damit die Arzneimittel erfolgreich wirken können, müssen sie richtig eingenommen werden. Deshalb sollte sich niemand scheuen, die entsprechenden Fragen zu stellen. Denn erst wer sein Arzneimittel kennt, weiß es auch richtig zu nutzen. Die Apothekerin aus dem Gesundheitsamt: "Fragen sie nach, wie das Arzneimittel wirkt, wie es angewendet wird, wie lange man es einnehmen darf und welche Neben- und Wechselwirkungen bekannt sind. Wichtig ist auch zu wissen, wann man das Arzneimittel nicht anwenden darf." Nicht zuletzt ist auch die Frage nach dem Preis von Bedeutung, denn nicht selten sind preisgünstige und gleich gut wirksame Alternativen erhältlich.
Weitere Hinweise zu Arzneimitteln (Beispiele):
Handbuch Selbstmedikation der Stiftung Warentest
Einige Krankenkassen bieten für ihre Mitglieder Arzneimittelinformationen an.
Internet (Beispiele):
http://www.medikamente-im-test.de/6e55a6d8a3c74f86b604ab4edd32e49e-1-2/mit/Main.ashx?id=amdb-selbst-root (Stiftung Warentest, zum Teil kostenpflichtig)
http://www.aponet.de/arzneimittel/gegen/index.html (allgemeine Übersicht)
http://www.medicine-worldwide.de/pharmakologie/arzneimittel/index.html (ohne
Präparatenamen)
http://www.netdoktor.de/medikamente/index.shtml
www.surfmed.de (kostenpflichtig)
Kontakt
Stand: 08.01.2004













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