Abschluss-Erklärung "Menschenrechte konkret!"

Gemeinsame Abschluss-Erklärung

der Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Veranstaltung

"Menschenrechte konkret!"

am 01. und 02.02.08 in der Wolfsburg (Mülheim an der Ruhr)


Metropole Ruhr - eine Metropole der Menschenrechte


Präambel


Menschenrechte sind Regeln für eine Kultur des Zusammenlebens, der Achtung der Menschenwürde jedes einzelnen, der Freiheit, Gleichheit und zwischenmenschlichen Solidarität. In einer Welt, die im Zuge der Globalisierung immer stärker Menschen verschiedenster Herkunft, Lebenslagen, Kulturen, Weltanschauungen und Wertsysteme zusammenführt, werden gemeinsame Grundwerte und Regeln des Zusammenlebens immer wichtiger.

 
Erklärung

Der Metropole Ruhr kommt eine Schlüsselrolle zu, den vielfältigen Chancen und Herausforderungen einer globalisierten Welt zu begegnen: Sie ist der Raum der Begegnung von Menschen und ihrer persönlichen Entfaltung. Sie ist aber auch der Ort, an dem sich die Widersprüche und Gefahren globaler Entwicklung bündeln. Ein friedliches Zusammenleben kann angesichts solcher Problemdichte nur gestaltet werden, wenn es gemeinsame normative Wertvorstellungen gibt. Als Maßstab kommen nur die Menschenrechte in Frage. Es gibt keine Alternative zu ihrer Förderung und Durchsetzung.

Das Ruhrgebiet ist prädestiniert, bei der Entwicklung einer solchen Kultur des Zusammenlebens Vorreiter zu sein. Seit zwei Jahrhunderten ist es Anziehungspunkt für Menschen unterschiedlicher Nationalität und Herkunft, Kultur und Religion, die hier arbeiten und leben. Es kann auf große Erfolge bei der Integration dieser Menschen im Sinne gleichberechtigter Teilhabe verweisen.

2010 ist das Ruhrgebiet als Kulturhauptstadt Anziehungspunkt für Menschen aus der ganzen Welt. Es ist zu begrüßen, dass es im Rahmen des Programms zur Kulturhauptstadt Initiativen gibt, Menschenrechte zu verteidigen, besser ins Bewusstsein der Menschen zu heben und zu garantieren.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Veranstaltung "Menschenrechte konkret!" und die Städte im Netzwerk "Europäische Charta zum Schutz der Menschenrechte in der Stadt" fordern die Städte im Ruhrgebiet auf, diese Initiativen über das Kulturhauptstadt-Jahr hinaus weiter zu entwickeln, damit die Metropole Ruhr auf Dauer zu einer Metropole für die Menschenrechte wird. Sie fordern die Kommunen des Ruhrgebiets darüber hinaus dazu auf, sich der "Europäischen Charta zum Schutz der Menschenrechte in der Stadt" und/oder der "Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus" anzuschließen.

Mülheim an der Ruhr, 02.02.08

Kontakt


Stand: 12.02.2009

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