Aktionswoche "Was tun gegen häusliche Gewalt!"

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Der "Runde Tisch gegen häusliche Gewalt in Mülheim an der Ruhr" ist ein Bündnis aus ca. 30 Institutionen und engagierten Einzelpersonen. Durch regelmäßigen Austausch und gezielte Kampagnen arbeiten die Beteiligten seit zwei Jahren daran, die Situation gewaltbetroffener Menschen, dies sind in erster Linie Frauen, vor Ort zu verbessern. Hierbei beziehen sich die Beteiligten vor allem auf die neuen Möglichkeiten des sogenannten "Gewaltschutzgesetzes" aus dem Jahr 2002, welches es ermöglicht, beispielsweise durch die 10tägige "Wohnungsverweisung" der Täter sowie weitere "Näherungsverbote" erst einmal die Situation zu klären und den Opfern Zeit und Gelegenheit zur Orientierung zu verschaffen. Auch in diesem Jahr hat das Land NRW dem Mülheimer Bündnis eine Förderung zukommen lassen, wodurch es möglich ist, eine Aktionswoche in der Zeit vom 8. bis 12. November durchzuführen. Als roter Faden zieht sich durch alle unten näher beschriebenen Einzelaktionen der Gedanke, dass die wichtigsten Bündnispartner, die Mülheimer Bürgerinnen und Bürger, stärker in den aktiven Gewaltschutz einbezogen werden sollen. Die Information und Aktivierung Aller im Sinne zivilgesellschaftlichen Handelns ist hierbei das wichtigste Ziel. Immer noch herrscht verständlicherweise eine gewisse Hilflosigkeit, wenn es darum geht, Beziehungsgewalt im eigenen Umfeld als Problem zu erkennen und gegebenenfalls im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu intervenieren. Hier kollidiert die oft geforderte "Zivilcourage" häufig mit den persönlichen Belastungsgrenzen! Andererseits gilt die Privatsphäre aus guten Gründen als geschützte Zone und für "Dritte" sind Beziehungskonflikte oft sehr schwer einschätzbar. Dennoch gibt es sowohl objektive "Maßstäbe" und die Möglichkeit, fachlichen Rat einzuholen als auch die Berechtigung, dem eigenen Urteil "aus dem Bauch" heraus erst einmal zu vertrauen, wenn bestimmte Signale auf eine Gewaltsituation hin deuten. Wir möchten alle Interessierten hiermit herzlich einladen, den Erfahrungs- und Meinungsaustausch zu diesem Thema mit uns zu wagen!

Einzelaktionen:

Kino

Mit Beginn der Aktionswoche wird der eindrucksvolle Kinospot "Aktiv gegen Männergewalt", herausgegeben von der Akademie der Polizei in Baden Württemberg, mit freundlicher Unterstützung des Unionkinos im City-Forum in den Vorstellungen ab 18.00 Uhr im Vorprogramm gezeigt.

Workshop

Im Rahmen eines Workshops wird am Dienstag, den 9.11.04 ab 9:00 Uhr im Raum A11 der VHS Migrantinnen, Migranten und binationalen Paaren die Möglichkeit gegeben, mit Vorurteilen abzurechnen, sich zu erklären, sich mit kulturellen Wirkungen auseinander zusetzen und am Zusammenspiel interkultureller Lösungen teilzuhaben. Auch am Donnerstag, den 11.11.04 ab 9:00 Uhr im Raum A11 der VHS freuen wir uns über ihre Teilnahme an einem weiteren Workshop. Hier haben Multiplikatoren/innen die Möglichkeit, ihr interkulturelles Know-how zusammenzutragen, Berührungsängste und Verhaltensmodelle zu benennen und gemeinsam zu reflektieren, was uns im Zuge von Globalisierung weiterbringt. Die Teilnahme zu beiden Workshops ist kostenlos, eine Anmeldung unter der Nummer 0208/455-1541 wäre sinnvoll.

Theateraufführung

Am Dienstag, den 9.11.04, 10.00 Uhr wird Bürgermeisterin Renate aus der Beek die Aktionswoche im Rathausfoyer offiziell eröffnen. Im Anschluss daran führt am selben Ort die Theatergruppe "Theater im Fluss" eine ca. 20minütige Kurzvorstellung mit dem Titel: "...aber ich lieb dich doch!" vor. In einer moderierten Diskussionsrund wird anschließend die Möglichkeit zum Austausch gegeben.

Um das Thema Gewalt auch an jüngere Menschen heranzutragen, findet dieselbe Theateraufführung am Donnerstag, dem 11.11.04 im Schulzentrum an der Kleiststraße statt, hierzu sind nur die bereits angemeldeten Schülergruppen geladen.

Kontakt


Stand: 08.11.2004

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