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Pressemitteilung November 2017

Sinkende Arbeitslosigkeit im Oktober

Dem überregionalen Trend bezüglich der Arbeitslosenzahl folgt auch Mülheim an der Ruhr
im Oktober 2017: Insgesamt waren 6.471 Personen arbeitslos, 206 weniger als im
Vormonat. Die Anzahl der Arbeitslosen, die Arbeitslosengeld I nach dem III. Sozialgesetzbuch (SGB III) beziehen, ist um 136 Personen gesunken. Im Oktober meldete die Agentur für Arbeit 1.485 Arbeitslose. Der relative Rückgang beträgt 8,3 %. Die Anzahl der Arbeitslosen, die Leistungen nach dem II. Sozialgesetzbuch (SGB II) beziehen ist, um 70 Personen auf unter 5.000 Personen gesunken. Die Sozialagentur meldete 4.986 Arbeitslose für den Rechtskreis SGB II, was einem relativen Rückgang von 1,4 % entspricht.

Abbildung 1: Arbeitslose in Mülheim an der Ruhr nach Rechtskreisen 2010 bis 2016 (Jahresdurchschnittswerte) und Januar bis Oktober 2017 (absolut)

Die Arbeitslosenquoten entwickelten sich äquivalent: Im SGB III sank sie zwischen September und Oktober von 1,9 % auf 1,8 %. Im SGB II sank sie von 6,0 % auf 5,9 %. Daraus resultierte im Oktober eine Arbeitslosenquote von 7,7 % für Mülheim an der Ruhr insgesamt.

Auch die Anzahl der Maßnahmeteilnahmen ist zusammen mit der Arbeitslosigkeit gesunken, wodurch die Unterbeschäftigung insgesamt gesunken ist. Mit 2.647 Maßnahmeteilnahmen beziehungsweise kurzfristig Arbeitsunfähigen im Oktober meldete die Sozialagentur insgesamt 112 Teilnahmen weniger als im Vormonat (- 4,1 %). Im Oktober waren somit insgesamt 7.633 Leistungsempfangende unterbeschäftigt. Dieser Rückgang spiegelt sich vor allem bei den fremdgeförderten Maßnahmen wieder:
Im Oktober meldete die Sozialagentur mit 833 Teilnahmen an fremdgeförderten Maßnahmen 70 Teilnahmen weniger als im Vormonat. Auch bei den Teilnahmen an Maßnahmen in der Aktivierung und beruflichen Eingliederung gab es einen Rückgang von 37 Teilnahmen (996 gegenüber 1.033 im September), trotzdem befinden sich die meisten Teilnehmenden in einer Maßnahme in diesem Bereich. An Arbeitsgelegenheiten nahmen mit knapp 250 ähnlich viele Leistungsberechtigte teil wie im September, und auch an einer beruflichen Weiterbildung nahmen fast genauso viele Personen wie im September teil (117).

Hilfebedürftigkeit sinkt im Oktober

Die Hilfebedürftigkeit in Mülheim an der Ruhr sinkt laut vorläufiger Daten im Oktober wieder unter die Marke von 21.000 Personen. Die Sozialagentur meldete insgesamt 20.960 Personen, die regelhaft auf Unterstützungsleistungen nach dem SGB II angewiesen waren. Das sind 152 Personen weniger als im September (- 0,7 %). Dieser Rückgang betrifft ausschließlich die erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. Im Oktober waren mit 14.378 Personen insgesamt 164 erwerbsfähige Personen weniger als im September auf Unterstützungsleistungen angewiesen (- 1,1 %). Der Bestand der nichterwerbsfähigen Leistungsberechtigten stieg hingegen um 12 Personen auf 6.582 Personen an. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Kinder unter 15 Jahren. Unter den nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten befanden sich im Oktober aber auch 330 Erwachsene, die aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigung nicht in der Lage sind, mehr als 15 Stunden pro Woche zu arbeiten. Die Regelleistungsbeziehenden lebten in insgesamt 10.253 Bedarfsgemeinschaften, 93 weniger im Vergleich zum Vormonat (- 0,9 %). Es kommen nochmal 460 Personen hinzu, die gar keine oder nicht regelmäßig SGB II-Leistungen beziehen, aber mit in den Bedarfsgemeinschaften leben.

Abbildung 2: Leistungsberechtigte, erwerbsfähige Leistungsberechtigte und Bedarfsgemeinschaften in Mülheim an der Ruhr 2010 bis 2016 (Jahresdurchschnittswerte) und Januar bis Oktober 2017 (absolut)

Bewerberstatistik für das aktuelle Ausbildungsberichtsjahr

In jedem Jahr melden die Agentur für Arbeit und die Sozialagentur Personen, die auf der Suche nach einer Ausbildung sind, an die Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Alle Ausbildungssuchenden zwischen dem 1. Oktober 2016 und dem 30. September 2017 (Berichtsjahr) werden über das Jahr summiert. Wird ein konkreter Berufswunsch sowie ein angestrebter Ausbildungsbeginn innerhalb des laufenden Berichtsjahres mit angegeben, so erhalten diese Ausbildungssuchenden den Status „Bewerber für Berufsausbildungsstellen“. Im Oktober erfolgte die letzte Datenlieferung für das Berichtsjahr 2016/2017, und die Bundesagentur veröffentlichte die Ausbildungsmarkt-Daten am 2. November.

In beiden Rechtskreisen gab es im Berichtsjahr insgesamt 1.304 Bewerbende für Berufsausbildungsstellen, das sind 185 mehr als im Berichtsjahr 2015/2016. Davon meldete die Sozialagentur 186 Bewerbende für den Rechtskreis SGB II, und die Agentur für Arbeit meldete 1.118 Bewerbende für Berufsausbildungsstellen für den Rechtskreis SGB III. Insgesamt 1.037 Ausbildungsstellen wies die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zum Ende des Berichtsjahres insgesamt für Mülheim an der Ruhr aus. 72 Stellen waren Ende September noch unbesetzt. Aus den Zahlen ergibt sich rein rechnerisch eine Relation von 127 Bewerbende auf 100 Ausbildungsstellen.

Abbildung 3: Bewerber für Berufsausbildungsstellen und Berufsausbildungsstellen in den Berichtsjahren 2009/2010 bis 2016/2017 (beide Rechtskreise)

Für 152 der 186 Bewerbenden für Berufsausbildungsstellen im SGB II wurde die
Vermittlung in eine duale oder schulische Ausbildung angegeben, sie suchen daher
auch keinen Ausbildungsplatz mehr. Sie gelten in der Statistik als „einmündende
Bewerber“. Darüber hinaus suchen weitere 34 Bewerbende für Berufsausbildungsstellen ebenfalls keine Ausbildung mehr, ohne dass sie in eine Ausbildung einmündeten. Das sind die „anderen ehemaligen Bewerber“. Sie gehen in der Regel an ein Berufskolleg oder in die Oberstufe, um einen höheren Schulabschluss zu erwerben, beginnen ein Studium oder beginnen eine Erwerbstätigkeit. Somit sind am Ende des Berichtsjahres alle Bewerbende für Berufsausbildungsstellen versorgt, 82 % alleine mit einer Ausbildungsstelle. Unversorgte Bewerbende werden in der Statistik für das SGB II nicht ausgewiesen.

Im SGB III wurden 41 % aller Bewerbenden für Berufsausbildungsstellen in eine
Ausbildung vermittelt (einmündend), weitere 37 % suchen ebenfalls keine Ausbildung mehr, da sie einen anderen Anschluss finden konnten. 15 % aller Bewerbenden im SGB III zählen zur Gruppe der „Bewerber mit Alternative zum 30.09.“. Sie sind zwar versorgt, suchen aber weiterhin nach einer Ausbildungsstelle. In der Regel gehen sie ans Berufskolleg oder besuchen die Berufsvorbereitung der Agentur für Arbeit (BvB). 7 % aller Bewerbenden im SGB III gelten in der Statistik als unversorgt. Sie suchen weiterhin nach einer Ausbildung und der Beginn einer Ausbildung beziehungsweise einer Alternative wurde nicht angegeben. Sie sind entweder arbeitslos oder befinden sich in einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme der Agentur für Arbeit.

Abbildung 4: Anschlussverteilung der Bewerber für Berufsausbildungsstellen nach dem Berichtsjahr 2016/2017 gesamt und differenziert nach Rechtskreisen

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Stand: 08.11.2017

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