Archiv-Beitrag vom 18.02.2014Alte Schulhofspiele neu beleben

Gummitwist, Seilchenspringen, Plumpsack – kaum einer kennt diese Spiele nicht aus seiner Kindheit. Der Kultfaktor der Spiele rührt vielleicht gerade daher, dass Generationen vor uns das Gleiche gespielt haben. Um sich die Schulhofspiele wieder bewusster zu machen und die Schulpause aktiver zu verbringen, finden in der Max-Kölges-Schule im Stadtteil Eppinghofen jeden Montag in der Zeit von 13.00 bis 13.30 Uhr „Alte Schulhofspiele“ für SchülerInnen statt.

Präsentation des Projektes: Alte Schulhofspiele neu belebt. Max-Kölges-Schule, Bruchstraße 85. 17.02.2014 Foto: Walter Schernstein

(Fotos: Walter Schernstein)

Veranstaltet und koordiniert wird die Aktion von Ehrenamtlichen aus dem Centrum für bürgerschaftliches Engagement (CBE), dem Netzwerk der Generationen sowie dem Jugendzentrum Stadtmitte. Peter Behmenburg, Sozialpädagoge und Netzwerker, hatte im Jahr 2012 gemeinsam mit Marlies Rustemeyer, Leiterin des ZIEL-Projekts des CBE, die Idee der Schulhofspiele. Ihre Motive waren sowohl die eigene Freude an den Spielen, als auch die „strahlenden Gesichter der Kinder“, so Marlies Rustemeyer. Eine einwöchige Testphase bestätigte, dass die SchülerInnen die Schulhofspiele nicht mehr aus ihrem Schulalltag wegdenken wollten. Dies erforderte weitere ehrenamtlich Aktive, wie Dietfried Arnsfeld, der regelmäßig „mitspielt“ und ganz begeistert von dem Elan der Jugendlichen ist. Ebenso gehören die Sozialpädagogin Vahide Tig vom Jugendzentrum Stadtmitte und der Sozialplaner Jörg Marx, Netzwerk der Generationen, der Projektgruppe an. Alle gemeinsam haben sich die Zahl der Einsätze in der Schule aufgeteilt. Jörg Marx opfert seine Mittagspause, wenn er ein bis zweimal im Monat montags zur Max-Kölges-Schule fährt. Als "Opfer" würde er diesen Einsatz nicht bezeichnen, denn, so Jörg Marx: „Die Schulhofspiele beleben Körper und Geist und es macht allen sehr viel Freude, den Alten und den Jungen“. Für Vahide Tig, die täglich mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, ist die Arbeit gleichermaßen erfüllend, da auch sie es spannend findet, ihre Zeit im Freien mit den SchülerInnen zu verbringen. Interessierte PraktikantInnen des Jugendzentrums Stadtmitte begleiten die Aktion hin und wieder und unterstützen die Initiatoren.

Präsentation des Projektes: Alte Schulhofspiele neu belebt. Max-Kölges-Schule, Bruchstraße 85. 17.02.2014 Foto: Walter SchernsteinBisher fanden die Aktionen auch bei Wind und Wetter statt. „Wenn das Wetter nicht mitspielt, muss ein Spiel gefunden werden, das zum Wetter passt“, so Peter Behmenburg. Leichter Schneeregen hält auch die Kleinsten nicht davon ab, trotzdem an der Luft spielen zu wollen. Als in einem Winter Schnee lag, konnten zwei Schneemänner in einer Pause gebaut werden. Auch die eher zurückhaltenden Kinder bringen sich mehr und mehr ein, die Beteiligung der Kinder an den Pausenspielen nimmt von Woche zu Woche zu. „Manchmal können die Kids es gar nicht abwarten, bis die Spiele beginnen“, so Dietfried Arnsfeld. Die Spielausstattung umfasst verschiede Bälle für diverse Spiele, Seile, Fingergarn, Kreide sowie eine Trillerpfeife. „Wenn gepfiffen wird, wissen alle: es wird wieder gespielt“, erklärt Jörg Marx.

Bezirksbürgermeister Arnold Fessen dankte allen Beteiligten für die Umsetzung dieser simplen, aber nachhaltigen Idee: „Es ist lobenswert, was trotz des kleinen Aufwandes geschafft werden konnte.“ Michael Schüring, Geschäftsführer des CBE, betonte, dass „Spielen ein Erfolgsfaktor“ sei und gemeinsames Spielen gemeinsame Freude hervorrufe. Sein Dank galt besonders der Volksbank Rhein-Ruhr, die mit einer Spende das Spielmaterial und die Broschüren gesponsert hat.

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Stand: 19.02.2014

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