Archiv-Beitrag vom 29.10.2008Altstadtfriedhof bietet Bestattungsmöglichkeiten

Das Amt für Grünflächenmanagement und Friedhofswesen lud gestern zu einem Vortrag und Rundgang auf den Altstadtfriedhof. Die Amtsleiterin Sylvia Waage, nahm den bevorstehenden kirchlichen Feiertag am 1.11. (Allerheiligen) zum Anlass, den ältesten aller Mülheimer Friedhöfe nach fünfjähriger Restaurierungsphase einmal in den Fokus zu nehmen und so auch u.a. die Bestattungsmöglichkeiten dort vorzustellen. "Dank städtischer Mittel und Zuwendungen aus der Bürgerstiftung ist der Altstadtfriedhof mit seinen denkmalgeschützten Grabstellen und frisch renovierter Trauerhalle der schönste Friedhof in unserer Stadt, der sich sogar vor Städten wie Köln und Düsseldorf nicht zu verstecken braucht", so Waage. "Viele wissen gar nicht, dass sie hier auch Gräber erwerben und sich bestatten lassen können".

Tag des Friedhofs, Altstadtfriedhof, Trauernde

Dies soll jetzt geändert werden. Das Amt für Grünflächenmanagement und Friedhofswesen bietet zum Altstadtfriedhof und allen weiteren Mülheimer Friedhöfen umfangreiche Beratung für die Bürgerschaft an. Am Samstag, 1. November, wird das Büro auf dem Hauptfriedhof in der Zeit von 10 – 15 Uhr geöffnet sein und allen Interessierten Beratung und Information rund um die Friedhöfe und deren Bestattungsmöglichkeiten geben. Darüber hinaus findet um 15 Uhr eine Führung über den Hauptfriedhof statt. Ein Service, der für die meisten Menschen noch so weit weg scheint. "Eine unverbindliche, kostenlose Beratung jedoch nicht erst dann, wenn ein Familienmitglied gestorben ist, wahrzunehmen, sondern sich rechtzeitig vorab zu informieren", dazu rät auch Franz Glaubacker vom Amt für Grünflächenmanagement und Friedhofswesen. "Das wird leider viel zu wenig genutzt."

Der Altstadtfriedhof, der seit 1835 kommunaler Friedhof ist und 1967 geschlossen wurde, steht seit 1984 unter Denkmalschutz. Hier liegen ganz besondere Persönlichkeiten, wie bspw. Oberbürgermeister der Stadt Mülheim an der Ruhr oder bekannte Industrielle wie die Familien Stinnes und Thyssen oder der Lederfabrikant Jean-Baptiste Coupienne.

Deren Grabsteine und die Grabstellen vieler dort Begrabener wurden in den letzten fünf Jahren neu bepflanzt, umgestürzte Grabsteine aufgerichtet und Fundamente neu gelegt. "Der Verfall konnte somit gestoppt werden und so sind z.Zt. mehr als 200 Grabstellen wiederhergestellt worden. Bei zirka 140 Grabstellen ist noch akuter Bedarf", so Denkmalpfleger Erich Bocklenberg, der für die Restaurierung mit verantwortlich zeichnet. Und so sucht Frau Waage nebst Team auch noch Paten für die Grabstätten.

Jeder Bürger hat die Möglichkeit Patenschaften für die denkmalgeschützten Grabstellen zu übernehmen. Der Pate verpflichtet sich, die Grabstätte einschließlich der denkmalwerten baulichen Anlage instand zu halten und falls notwendig zu restaurieren. Der Pate kann dann bis zu vier Urnen in der Grabstätte beisetzen. Das Nutzungsrecht wird erst nach der ersten Beisetzung verliehen, erst dann ist die Gebühr von 2.112 EURO (für 30 Jahre) zu entrichten. Auf Wunsch darf an geeigneter Stelle eine Grabtafel angebracht werden, die das Erscheinungsbild der historischen Grabstätte nicht verändern darf. Patenschaften gibt es aber auch für andere Gräber und jeden Geldbeutel. Auch hier gibt das Amt für Grünflächenmanagement und Friedhofswesen gerne Auskünfte unter 02 08 – 9924311 (Brunhilde Stiefken).

Kontakt


Stand: 31.10.2008

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