Ameisen als Forstschützer

Die Ameisen haben eine besonders wichtige Aufgabe im Ökosystem. In Wäldern, in denen Ameisen zu finden sind, ist eine höhere Artenvielfalt an Vögeln zu entdecken. Bei Spechtvögeln, Wendehälsen und Raufußhühnern stehen Ameisen auf dem Speisezettel. Vor allem der Grünspecht lebt zum großen Teil von den Ameisen. Die Ameisen fördern über 70 Arten von Honigtauspendern z.B. Blattläuse. Honigtau ist ein wichtiger Kohlenhydratspender für die Ameisen, aber auch ein Nahrungsangebot für eine Vielzahl von Insekten wie z.B. Schlupfwespen und Raupenfliegen.

Waldameisen auf einem ZweigIhren Eiweißbedarf stillen die Ameisen durch pflanzenfressende Insekten.
Diese Tätigkeit ist von praktischem Nutzen, der sich bei Kahlfraß in den "grünen Inseln" im Umkreis von Ameisenkolonien zeigt. Ein dichtes Nest von Ameisenkolonien kann eine beginnende Schädlingsvermehrung im Keim ersticken.
Ein weiterer Nutzen der Ameisen ergibt sich aus dem Verschleppen von Samen. Samen haben ölhaltige Anhängsel, die als Nahrung begehrt sind. Sie werden auf dem Weg zum Nest verloren und es entsteht eine artenreiche Eingrünung der "Ameisen-Wälder". Auch fällt auf, dass im "Ameisenwald" meist gesunde und
kräftige Pflanzen und Bäume stehen. Der Grund dafür ist die positive Einwirkung der Ameisen auf den Boden. Durch den Nestbau schaffen sie tiefer gelegene Bodenschichten an die Erdoberfläche. Das Erdreich wird mit Hilfe ihrer vielen angelegten Kammern zugänglich für Luft und Feuchtigkeit gemacht.


 

Kontakt


Stand: 18.06.2008

[schließen]

Fehler melden

Sie haben einen Fehler gefunden? Bitte teilen Sie ihn uns mit. Ein Redakteur wird sich umgehend darum kümmern.

Ihre Nachricht

Sicherheitscode (Was ist das?)

 

Teilen | Drucken | PDF-Version | RSS-Feed | Fehler melden

Transparenter Pixel