Archiv-Beitrag vom 20.05.2016Amt für Umweltschutz unterstützt Masterarbeit

Masterarbeit untersucht zurzeit die Gewässer- und Sedimentqualität des Mülheimer Haubachs in Bezug auf den Einfluss einer Schwermetallbelastung

Der Bergbau hat das Ruhrgebiet geprägt, Auswirkungen auf die Umwelt sind unbestritten. Bis 1908 sind auch auf dem Gelände des ehemaligen Erzbergwerks „Neu-Diepenbrock III“, im Stadtteil Selbeck, Metallerze gefördert worden. Relikte der Bergbauaktivitäten sind Teile der Berghalden und Klärteiche, von welchen eine erhebliche Schwermetallbelastung ausgeht. Eine Belastung der Fläche sowie die von ihr ausgehenden Kontaminationen von Grundwasser und Gewässer sind bekannt.

Blick in das Naturschutzgebiet Schmitterbachtal, Haubachquellen

Mit der Thematik der Belastung von Wasser und Sediment des Haubachs setzt sich Laura Alberding, Masterstudentin der Geographie in der Vertiefungsrichtung Stadt- und Landschaftsökologie an der Ruhr-Universität Bochum, auseinander. Sie führt in ihrer Masterarbeit eine Bestimmung der Wasser- und Sedimentqualität - vor allem im Hinblick auf die Schwermetallbelastung - durch und beschäftigt sich mit den Möglichkeiten einer Sanierung und Renaturierung der betroffenen Bachbereiche. Unterstützung erhält sie hierzu vom Mülheimer Amt für Umweltschutz, für das die Masterarbeit nicht die erste Zusammenarbeit mit Hochschulen ist. Daher wird Laura Alberding in den nächsten Wochen Daten am Bach erheben und Proben nehmen. Ausgewählt sind hierzu 13 Stellen am Bach für eine Beprobung von physikalisch-chemischen Parametern sowie vier Makrozoobenthos- und fünf Sedimentstandorte. Dazu gehören Bereiche vom Auberg, über die B1 bis zur A3 westlich des Golfplatzes. Mit Hilfe der erhobenen Daten kann die Qualität des Gewässers bewertet und die Notwendigkeit möglicher Sanierungs- und Renaturierungsmaßnahmen lokalisiert werden.

„Der regelmäßige Austausch mit Studentinnen und Studenten ist für das Amt für Umweltschutz eine Win-win-Situation: Für den Hochschul-Nachwuchs ist es eine gute Möglichkeit, das Innenleben einer Umweltbehörde kennen zu lernen und Ergebnisse zu erstellen, die anschließend direkt weiter verwendet werden. Für uns bietet der Kontakt den Vorteil, selbst wissenschaftlich auf dem aktuellen Stand zu bleiben“, so Dr. Jürgen Zentgraf, Leiter des Umweltamtes.

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Stand: 20.05.2016

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