Archiv-Beitrag vom 27.01.2011Archäologische Erkundung am Kirchenhügel

Mit dem Projekt der Stiftung Petrikirchenhaus soll an historischer Stelle des Kirchenhügels ein Bauwerk entstehen, das an die Geschichte dieses Bereichs anknüpft. Damit wird angestrebt, die Lücken im Stadtgrundriss, die die Luftangriffe des 2. Weltkriegs geschlagen haben, weiter zu schließen. 

Petrikirchenhaus 3D Planungsdaten für Bürgerbeteilung aus dem 3D Stadtmodell des Amt 62  (Amt für Geodaten..

So könnte es später auf dem Kirchenhügel nach historischen Vorbild aussehen

 

Zur Zeit wird bekanntlich ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt, um die gewünschte städtebauliche Einbindung des neuen Gebäudes an der Petrikirche sicherzustellen. Die Einbeziehung historischer Aspekte spielen folglich bei der Aufstellung des Bebauungsplans eine besondere Rolle. Zu den Maßnahmen, die im Zusammenhang mit Bebauungsplanverfahren in historischen Bereichen üblicherweise erforderlich werden, gehört die Klärung der archäologischen Befundsituation auf der Fläche des beabsichtigten Neubaus. Der Kirchenhügel ist zwar seit dem Mittelalter als herrschaftlicher Wohnsitz urkundlich belegt, über viele Details seiner Siedlungsentwicklung herrscht aber noch Ungewissheit. Spannend ist daher die Frage, ob die archäologischen Untersuchungen einen Beitrag zum Wissen über die Geschichte Mülheims bringen können.

 

Die Untersuchung ist als Aufgabe im Bauleitplanverfahren unerlässlich. Die Baumaßnahme selbst wird dadurch weder in Angriff genommen noch vorentschieden. 

Große Teile des Grundstückes sind allerdings aufgrund von früheren Kanal- und Leitungsbaumaßnahmen archäologisch uninteressant, weil der Boden bei den Bauarbeiten bis in große Tiefen ausgetauscht wurde. Das Augenmerk der Archäologen richtet sich vielmehr auf die Grünfläche oberhalb der vorhandenen Bruchsteinmauer vor der Petrikirche. Dieser Bereich wird vorübergehend eingezäunt, um die Sondierungen ungestört durchführen zu können. Buschwerk und bodendeckendes Grün werden im erforderlichen Umfang entfernt. Die Treppe zur Petrikirche und die Bäume bleiben unversehrt. 

Ein  archäologisches Fachunternehmen aus Duisburg unter Leitung der Archäologin Ute Becker M.A. wird unter Abstimmung mit dem Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege voraussichtlich ab Mitte kommender Woche  (um den 3. Februar 2011) mit der Untersuchung des Grundstücks beginnen. Die Prospektion erfolgt flächig in den Grenzen des späteren Bauaushubs. 

 

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Stand: 28.01.2011

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