Archiv-Beitrag vom 24.07.2014Flüchtlinge in Mülheim an der Ruhr

Asylsuchende und Flüchtlinge

Weltkarte wird mit Pins markiert. Die Asylbewerber und Flüchtlinge kommen aus verschiedenen Ländern der Welt. Quelle/Autor: Stadtbibliothek

Auf Grundlage des Flüchtlingsaufnahmegesetzes (FlüAG) ist die Stadt verpflichtet, Asylbewerber und Flüchtlinge aufzunehmen und sie wirtschaftlich, aber auch nach sozialpolitischen Maßstäben angemessen unterzubringen. In diesem Internetbeitrag wollen wir alle Interessierten über die aktuellen Entwicklungen im Zuge der Unterbringung von Asylsuchenden und Flüchtlingen in Mülheim an der Ruhr fortlaufend informieren.

In den Medien wird täglich über die weltweiten Kriegs- und Krisengebiete berichtet. Sie nehmen gegenwärtig eher zu als ab. Die Berichte über die Schicksale der betroffenen Menschen zeigen teilweise unvorstellbares Leid auf. Es ist also nur zu verständlich, dass Menschen davor fliehen. Diese Menschen kommen auch nach Deutschland und damit auch nach Mülheim an der Ruhr. Die Bezirksregierung Arnsberg musste aufgrund der anhaltend unerwartet hohen Flüchtlingszugänge die Zuweisungen in die Kommunen für den Anfang des Jahres 2015 deutlich steigern. Derzeit leben in Mülheim an der Ruhr daher rund 960 Asylsuchende und Flüchtlinge. Das sind bei knapp 170.000 EinwohnerInnen immer noch nicht sehr viele. Bei den Flüchtlingen handelt es sich nicht um EU-Bürger aus Bulgarien und Rumänien, die sich innerhalb der EU frei orientieren können und sich ihren Wohnraum selber suchen. Wer zu uns kommt, hängt von den Entwicklungen in den Krisenregionen ab und von den Zuweisungen, welche die Bezirksregierung Arnsberg vornimmt. Genaueres, wer wann und woher kommt, erfahren wir daher nur mit wenigen Tagen Vorlauf.

Unterbringung

In Mülheim an der Ruhr werden Flüchtlinge grundsätzlich möglichst in Wohnungen verteilt dezentral im Stadtgebiet untergebracht. Eine Unterbringung konzentriert an einer Stelle soll - soweit dies möglich und sinnvoll ist - vermieden werden. Dieses Vorgehen hat sich für das Zusammenleben in der Stadt bewährt. Dazu gehört auch, auf die Zusammensetzung in den Wohnstätten zu achten, damit keine Konflikte aus kulturellen oder religiösen Gründen zwischen den Flüchtlingen entstehen. Die Hälfte der Asylsuchenden und Flüchtlinge, die in Mülheim an der Ruhr untergebracht sind, leben im ganzen Stadtgebiet verteilt in angemieteten Wohnungen, 25 % leben in angemieteten Wohnungen an der Gustavstraße in Styrum, 25 % in eigenen Häusern der Stadt. In Summe wohnen die Flüchtlinge in rund 160 Wohnungen, davon sind 120 angemietet. Von den angemieteten Wohnungen sind etwa 100 von der Service-, Wohnungsvermietungs- und Baugesellschaft mbH (SWB). Die Stadt hat aber auch die Erfahrung gemacht, dass ein Teil der Menschen, die von weither aus einem völlig anderen Kulturkreis zu uns kommen, noch zur Eingewöhnung in die Lebensweisen und in manche Dinge des alltäglichen Lebens Unterstützung benötigen, damit ein gutes Zusammenleben in den Nachbarschaften für alle Beteiligten gelingt. Diese Unterstützung kann besser geleistet werden, wenn die Menschen in etwas größeren Wohneinheiten untergebracht werden anstatt in vereinzelten Wohnungen.

Wegen der steigenden Flüchtlingszahlen ist es notwendig, dass die Verwaltung weiteren Wohnraum für Flüchtlinge schafft. Derzeit wird daher das ehemalige Grundschulgebäude am Fünter Weg darauf vorbereitet, dass dort vorübergehend bis zum Jahresende 2015 bis zu 80 Asylsuchende und Flüchtlinge untergebracht werden können.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Beitrag Befristete Unterbringung von Asylsuchenden und Flüchtlingen in der ehemaligen Grundschule Fünter Weg.

Der Rat der Stadt hat zudem am 19. März 2015 beschlossen, von der SWB GmbH bis zu 30 Wohnungen in Häusern an der Mellinghofer Straße in Dümpten und dem Frohnhauser Weg in Heißen für die Unterbringung von Flüchtlingen anzumieten. Diese werden ab dem 30. Juni 2015 (Dümpten) beziehungsweise 30. September 2015 (Heißen) zur Verfügung stehen. Die Wohnungen sind zurzeit noch bewohnt. Die SWB GmbH wird den betroffenen Mieterinnen und Mietern neue Wohnungen anbieten und sie beim Umzug unterstützen. Es ist jedoch niemand gezwungen, umzuziehen.     

Unterstützung, Begleitung und ehrenamtliches Engagement

Für die BewohnerInnen und AnwohnerInnen der Gustavstrasse (Styrum) sowie der Eltenerstraße (Speldorf) sind unter anderem MitarbeiterInnen der Stadt als AnsprechpartnerInnen rund um die Uhr vor Ort erreichbar. Dieses Konzept der nahen Betreuung und Begleitung hat sich bewährt und ist auch für die neuen Standorte vorgesehen. Aber auch viele MülheimerInnen helfen, darüber freuen wir uns sehr! Inzwischen hat sich ein Netzwerk von Ehrenamtlichen gebildet, die die Flüchtlinge in vielen Dingen unterstützen und begleiten. Wenn auch Sie sich informieren oder beteiligen wollen, stehen Ihnen die Mitarbeiter des Beigeordneten Ulrich Ernst unter den unten angegebenen Kontaktdaten gerne zur Verfügung.

Häufig gestellte Fragen

In den FAQs finden Sie eine Zusammenstellung der häufig gestellten Fragen zum Thema Asylsuchende und Flüchtlinge sowie die zugehörigen Antworten. 

Stand: 20. März 2015

Kontakt


Stand: 10.12.2015

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