Aufschwung und Entstehung von Großzechen

Nach Dinnendahl haben auch Franz Haniel und Julius Römheld in Mülheim mit wichtigen Ergebnissen zur Entwicklung des Steinkohlenbergbaus beigetragen.

Haniel durchteufte 1833 mit Schacht Franz in Schönebeck erstmalig den wasserführenden Mergel, und Römheld gelang es 1849, auf der Friedrich Wilhelms-Hütte in einem Hochofen Eisen mit Steinkohlenkoks zu verschmelzen.

Bergbau in Mülheim: Zeche Humboldt in Heißen um 1900

 

 

 

Zeche Humboldt in Heißen um 1900

 

 

 


Dadurch begann Mitte des 19. Jahrhunderts im Ruhrgebiet ein neuer Aufschwung für den Kohlenbergbau, was sich auch für Mülheim positiv auswirkte. Die Zeche Sellerbeck nahm 1855 mit der Schachtanlage Carnall am Randerbergfeld eine neue Tiefbauzeche in Angriff.

Aus der Vereinigung der vier Kleinzechen Tutenbank, Rosendelle, Blumendelle und Kämpgeswerk entstand zur gleichen Zeit die Zeche Vereinigte Rosen- und Blumendelle. 1856 folgte ein weiterer Tiefbau auf der Zeche Hammelsbeck, die 1865 mit mehreren Essener Kleinzechen zur Zeche Humboldt konsolidierte und einen neuen Tiefbau an der Stelle begann, wo heute das Rhein-Ruhr Zentrum steht.

Wiesche wurde zur Tiefbauzeche ausgebaut, Roland und Alstaden kamen als neue Bergwerke dazu. Bis 1900 konnten sich alle Mülheimer Großzechen behaupten, aber danach verringerte sich ihre Bedeutung als Wirtschaftsfaktor, weil im Norden des Reviers ertragreichere Betriebe entstanden waren. Zwar wurde 1903 an der oberen Aktienstraße mit Zeche Kronprinz eine neue Außenschachtanlage von Rosenblumendelle abgeteuft, aber im Jahre 1905 die ehemals bedeutende Zeche Sellerbeck am Randerbergfeld geschlossen.

Die Bergwerke Rosenblumendelle, Humboldt und Wiesche wurden durch unternehmerischen Weitblick von August Thyssen, Hugo Stinnes und dem Bankier Hanau zum Mülheimer Bergwerksverein MBV zusammengefasst.

Es sind sogar beachtliche Sozialleistungen erbracht worden, z.B. die Colonie Wiesche für die Arbeiter der gleichnamigen Zeche. Sie ist heute als Bergmannssiedlung Mausegatt / Kreftenscheer in Heißen denkmalgeschützt.

Bergbau in Mülheim: Die Wohnsiedlung Mausegatt in Heißen, errichtet 1899

 

Die Wohnsiedlung Mausegatt in Heißen, errichtet 1899 vom Mülheimer Bergwerksverein MBV

 

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Stand: 18.01.2017

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