Auftritt von Mirja Boes
Mirja Boes bringt Stadthalle zum Toben
Das neue Programm "Erwachsen werde ich nächste Woche" ließ kein Auge trocken
Von Robin Kunst
Am neunten Mai war es mal wieder so weit, dass die Stadthalle von Lachen erfüllt war. Komikerin Mirja Boes verzauberte mit ihrem neuen Programm das Publikum.
Trotz einer zuvor wenig bestückten Bühne, die nur ein paar Kisten und eine aufblasbare Couch aufwies, gelang es der Stand-up Komikerin dennoch im wahrsten Sinne des Wortes viele grandiose Kapriolen aus den Kisten zu zaubern und auch die Witze waren mehr als nur heiße Luft.
Die selbst ernannte "Herrin des Chaos" begann ihr Programm unter anderem mit dem Thema, was man einer Frau am besten Nicht schenken sollte. Nicht nur die Erkenntnis, dass selbst gebastelte Geschenke vom weiblichen Geschlecht nicht so euphorisch aufgenommen werden, auch wenn wir Männer noch so überzeugt sind von der Genialität unserer so großartig selbst gemachten Geschenke, sondern noch viele weiter Anekdoten machten den Abend zu einem Abend der Aufklärung für jeden Mann.
Doch die Witze waren natürlich nicht nur auf Kosten der Männer. Auch die Frauen bekamen ihr Fett weg. Das allseits bekannte Baumarktklischee der nie aufzufindenden Mitarbeiter fand auch seinen Platz innerhalb des Programms, nur hatte Mirja Boes die Lösung für dieses Problem: Man müsse nur oft genug den Feueralarm tätigen, dann kämen die schon aus ihren Verstecken.
Außerdem waren unter anderem auch gute Tipps für einen jeden Umzug dabei und so gelang es der "Herrin des Chaos" vermeintliche Alltagsthemen in humoristische nicht immer ganz ernst gemeinte Weisheiten umzuwandeln.
Zu guter letzt waren auch, wie zu Beginn des Programms versprochen, Tanz, Musik und ganz viel Action Teil der Show. Denn die Gastgeberin des Abends bewies ihr Stand-up-Comedy Talent und legte diverse Tanz- und Gesangsnummern hin, die das Publikum nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Toben brachten.
Das nun zweite Programm von Mirja Boes hat sämtliche Erwartungen erfüllt und hatte für alle Geschmäcker was zu lachen. Somit lässt es sich auf mehr solcher erheiternden Programme hoffen.
Es bleibt zu wünschen, dass solche Abende in Mülheim nicht zur Rarität werden, auch trotz Nothaushalt, denn wenn schon der Stadtrat nichts zu lachen hat, so sollte es dennoch Veranstaltungen geben, die hin und wieder wenigstens die Bürgerinnen und Bürger über die Sorgen des Alltags hinweg schmunzeln lassen, mögen Schuldenlasten der Städte im Ruhrgebiet auch noch so ansteckend sein.
Allerdings sollte man bedenken, dass Charles Dickens schon sagte: "Nichts in der Welt ist so ansteckend wie Gelächter und gute Laune."
Und dafür ist Mirja Boes die beste "Überträgerin"!
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