Ausgezeichnet: Familienfreundliche Unternehmen

PIA ist "familienfreundlicher Betrieb"

Mit PIA, der Paritätischen Initiative für Arbeit, erhielt in diesen Tagen zum ersten Mal ein Mülheimer Unternehmen die Auszeichnung als "Familienfreundlicher Betrieb".
Das Kuratorium des Mülheimer Bündnisses für Familie mit seiner Vorsitzenden Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld (Foto) hatte sich für die Auszeichung entschieden, weil PIA in den letzten Jahren ein Netz von so genannten "Freizeitstationen" aufgebaut hat, an denen sich die Freizeitsuchenden preisgünstig mit Speisen und Getränken versorgen können. Frank Schellberg, der Geschäftsführer von PIA: "Wir sind dort präsent - und zwar ganzjährig - wo Familien ihre Freizeit verbringen." Beispielsweise am Tiergehege im Witthausbusch, in der MüGa und am Ruhrstrand (dort allerdings nur in der Saison).

Auszeichnung als Familienfreundliches Unternehmen an PIA (Paritätische Initiative für Arbeit e.V.). Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Frank Schellberg (PIA).30.10.2007Foto: Walter Schernstein

Die Privatärztliche Verrechnungstelle PVS erhielt als zweiter Mülheimer Betrieb die Urkunde als Anerkennung für die seit Jahren bestehende und praktizierte Firmenphilosophie, dass sich Familienfreundlichkeit auch im Arbeitsalltag bewährt.

Auch die Firma Hans Turck GmbH & Co.KG wurde geehrt. Neben den gängigen familienfreundlichen Maßnahmen biete Turck auch für die Kinder der Mitarbeiter Essen in der Firmenkantine an.
Selbstverständlich sei bei Turck zudem, dass die Kinder bei Ausfall der Betreuung mit ins Unternehmen gebracht werden dürfen, hieß es in der Laudatio.


Auszeichnung als Familienfreundliches Unternehmen an PIA (Paritätische Initiative für Arbeit e.V.). Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Frank Schellberg (PIA). Foto: Walter Schernstein

 

Am 4. Juni 2009 konnte Heike Gothe von der Fa. Elektro-Apparate Gothe & Co. GmbH als weiteres Unternehmen die Auszeichnung "Familienfreundlicher Betrieb" entgegennehmen. Das Familienunternehmen bietet Arbeitszeitkonten an und ermöglicht so den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, in Notsituationen Überstunden abzufeiern. Inzwischen wird auch die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege häufiger notwendig. Da in allen Situationen flexible Lösungen gesucht und gefunden wurden, sind Unternehmerin und Arbeitnehmer sehr zufrieden. Dies äußert sich u. a. in großer und langjähriger Treue zum Betrieb.

Die Wohnungswirtschaft ist auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter familienfreundlich. So konnte Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld am 01.12.2009 dem Geschäftsführer der Mülheimer Wohnungsbau e. G. Frank Esser die Urkunde im Beisein mehrerer Kuratorinnen und Kuratoren überreichen. Die Auszeichnung erfolgte aufgrund eines Vorschlages des Vereins "Mülheimer Nachbarschaft", dem in der Zusammenarbeit mit dem Wohnungsunternehmen die Familienfreundlichkeit aufgefallen war.

Mit der Schauenburg Gruppe erhielt am 9.2.2010 ein international tätiges Unternehmen aus den Händen des Präsidenten der Industrie- und Handelskammer zu Essen Dirk Grünewald die Urkunde. Die Eltern des jetzt Geschäftsführenden Gesellschafters nahmen an der Feierstunde teil, denn der Blick auf die Belange der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehört bei diesem Familienbetrieb zu den Grundsätzen. Familienfreundlichkeit wird von einer Generation auf die nächste weitergegeben.

Mit der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft wurde ein wichtiges Unternehmen der Daseinsvorsorge ausgezeichnet. Am 26.4.2010 erhielt der Geschäftsführer aus den Händen des Kurators Hanns-Peter Windfeder die Urkunde. Eine Mitarbeiterin, die sowohl Erfahrung mit dem Jobsharing als auch mit der Teilzeitarbeit hat, und ein Mitarbeiter, der die Elternzeit genutzt hat, konnten von den positiven Erfahrungen berichten.

Die Firma Elomech Elektroanlagen GmbH wurde für ihre seit langem praktizierte Vertrauensarbeitszeit ausgezeichnet. "Bei uns kommt es nicht darauf an, wann man kommt und geht. Entscheidend ist, dass die Arbeit gemacht wird", so Geschäftsführer Michael Emunds. Außerdem erleichtert das Unternehmen Müttern den Wiedereinstieg und es unterstützt seine Mitarbeiter mit kleineren Dienstleistungen. Heinz Lison, Sprecher der regionalen Wirtschaft in der Unternehmervebandsgruppe und Kuratoriumsmitglied des Bündnisses, hob auch die außergewöhnlich hohe Ausbildungsquote hervor. Nicht selten seien die Azubis Kinder von Betriebsangehörigen, so Geschäftsführer Emunds stolz.

Die AWO Mülheim an der Ruhr erhielt die Auszeichnung am 14.12.2010 unter anderem für ihre besonders flexiblen Arbeitszeitmodelle sowie den Tagesmütterservice und die Weiterbildungsmöglichkeiten für Eltern in der Elternzeit. Zudem werden hier mit den Angeboten auch Väter gezielt angesprochen. "Für uns als Wohlfahrtsverband und Sozialunternehmen ist es selbstverständlich, uns nicht nur um die direkte Arbeitsleistung unserer MitarbeiterInnen zu kümmern, sondern auch einen Blick dafür zu haben, wie das soziale Umfeld unserer Beschäftigten ist", so Geschäftsführer Lothar Fink. Die Auszeichnung sei für die AWO ein Ansporn, den Weg des familienfreundlichen Betriebs weiter zu beschreiten. 

 

Auszeichnung Familienfreundlicher Betrieb vergeben. Die Auszeichnung geht an die Praxis Dr. med. Markus Becker. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Dirk Grünwald (Kurator im Mülheimer Bündnis für Familie) überreichten die Urkunde. 06.05.2011 Foto: Walter Schernstein

Auszeichnung Familienfreundlicher Betrieb vergeben. Die Auszeichnung ging an die Praxis Dr. med. Markus Becker. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Dirk Grünwald (Kurator im Mülheimer Bündnis für Familie, 4.v.r.) überreichten die Urkunde. Foto: Walter Schernstein

 

Mit der Arztpraxis Dr. Markus Becker, Tourainer Ring, zeichnete das Mülheimer Bündnis für Familie am 6. Mai 2011 erstmals einen Vertreter der Mülheimer Ärzteschaft für vorbildliche familienfreundliche Strukturen in einem kleinen Betrieb aus. Die sechs Angestellten regeln ihre Arbeitszeiten untereinander, so dass sie diese sehr flexibel auf ihre ganz persönlichen Belange ausrichten können. Die Mitarbeiterinnen sprechen sich ab und vertreten sich gegenseitig. Vom Chef erhalten sie zudem einen Zuschuss zur Kinderbetreuung. Die Zufriedenheit und Motivatiom im Team ist groß, der "Betrieb fast ein Stück Familie", so Mitarbeiterin Tanja Klein.

 

Edeka Paschmann bietet seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter anderem Teilzeitausbildung, flexible Arbeitszeiten im Schichtbetrieb und finanziellen Hilfen für Familien oder Zuschüsse zur Kinderbetreuung. Ausdrücklich eingeschlossen in die Unterstützungsangebote sind Mitarbeiter, die ihre Partner, Eltern oder Großeltern pflegen Deshalb zeichnete das Mülheimer Bündnis für Familie das Unternehmen am 23. Januar 2012 für seine Familienfreundlichkeit aus. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld lobte die große Flexibilität des Arbeitgebers, von dessen 600 Beschäftigten in neun Märkten 70 Prozent Frauen sind.      

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Stand: 26.01.2012

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