Archiv-Beitrag vom 22.01.2009Ausgezeichnetes Unternehmen

PVS erhält die Auszeichnung "Familienfreundlicher Betrieb" vom "Mülheimer Bündnis für Familie"

Das "Mülheimer Bündnis für Familie", ein Zusammenschluss von Stadt, Kirchen, Wirtschaft, Handwerk, Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden, hat zum zweiten Mal die Auszeichnung "Familienfreundlicher Betrieb" vergeben.

Preisträger ist die PVS Privatärztliche Verrechnungsstelle. Zur Übergabe der Urkunde an das Unternehmen kamen jetzt Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, Heinz Lison (Präsident der UnternehmerverbandsGruppe und Kuratoriumsmitglied des Bündnisses), Dirk Grünewald von der IHK zu Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen sowie Vertreter der PVS am Unternehmensstandort in Saarn zusammen.

 

 

Preisverleihung Familienfreundlicher Betrieb, Privatärztliche Verrechnungsstelle. Von links: Peter Scholich (PVS), Heinz Lison (UMW), Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, Manfred Specht (PVS), Dirk Grünewald (IHK). 22.01.2009 Foto: Walter Schernstein

Bei der Übergabe der Auszeichnung "Familienfreundlicher Betrieb" an die PVS. Von links: Peter Scholich, Heinz Lison, Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, Manfred Specht und Dirk Grünwald. (Foto: Walter Schernstein)


 

Dagmar Mühlenfeld nannte in ihren Grußworten zu Beginn der Feierstunde die Gründe für die Verleihung des Preises an die PVS: "Der überwiegend weiblichen Belegschaft - die PVS beschäftigt zu 90 Prozent Frauen - stehen neben den gängigen Instrumenten der Familienfreundlichkeit viele weitere Möglichkeiten offen, mit der sie ihre Arbeitszeit flexibel gestalten können." Die Oberbürgermeisterin sieht darüber hinaus die Wichtigkeit der Auszeichnung aus gesamtstädtischer Sicht. Die Bedeutung dieses Themas sei im Laufe der Jahre immer wichtiger geworden. Das "Mülheimer Bündnis für Familie" gibt es seit 2003. "Die Mülheimer Wirtschaft hat also die Relevanz dieses Thema mittlerweise erkannt." so die OB weiter. "Bislang hat sich die Wirtschaft die Potentiale, mit einer guten Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf verbunden sind, entgehen lassen. Hier besteht Nachholbedarf."

Das Bedürfnis von gut ausgebildeten Frauen, nach der Geburt ihres Kinder, ihrer Kinder wieder in das Berufsleben zuück zu kehren sei da. Hier bedarf es jedoch großer Anstrengungen seitens der Unternehmen.

Die Firma Q-Marketing hat eigens zu diesem Thema eine Studie entwickelt, die unter www.familie-in-muelheim.de nachzulesen ist.

Dagmar Mühlenfeld sieht die Stadt bei der "Familienfreundlichkeit" gut aufgestellt. 85%, so laut der genannten Studie, der Mülheimer Unternehmen böten eine flexible Arbeitszeitgestaltung. Auch die Stadtverwaltung Mülheim an der Ruhr sei hier auf einem guten Weg, baut beispielsweise die Angebote für die unter 3-jährigen und zu den Offenen Ganztagsschulen aus, "ist offen und bereit für Kooperationen zu Betrieben und für weitere kreative Arbeitsmodelle.", so Mühlenfeld.

Die Auszeichnung für die PVS sei nicht nur Anerkennung und Wertschätzung für den Betrieb sondern auch impulsgebend und positives Beispiel für andere Unternehmen.

Warum das so wichtig ist, brachte Heinz Lison auf den Punkt: "Einmal eingearbeitete Fachkräfte beziehungsweise im Haus ausgebildeter Nachwuch sind für jedes Unternehmen nahezu unersetzlich. Die PVS schafft es durch ihre Familienfreundlichkeit, ihre Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden und sie auch nach der Elternzeit wieder ins Unternehmen zu holen."

"In Mülheim", so Lison weiter, "gibt es sogar insgesamt 14 Firmen, die ihre Mitarbeiter zu Berufs- und Familienmanagern qualifizieren. Es gibt also den praktischen Bedarf in Sachen Familienfreundlichkeit in den Unternehmen."

Das Mülheimer Unternehmen PVS, das rund 500 Mitarbeiter beschäftigt, ist hier ein "Vorzeigeunternehmen". Die PVS wickelt die komplette Honorarabrechnung für Praxen und Krankenhäuser ab. Die Geschäftsführer, Peter Scholich und Manfred Specht, freuen sich sehr über die Auszeichnung als "Familienfreundlicher Betrieb". Die Maßnahmen bei der PVS sind vielfältig: Die Arbeitszeit kann variabel gestaltet werden durch flexible Tages- und Wochenarbeitszeiten, individuell vereinbarte Arbeitszeit, Job-Sharing, Telearbeit/Heimarbeit sowie vorübergehende Teilzeitarbeit und Vertrauensarbeitszeit.
In Sachen Kinderbetreuung ist es möglich, die Arbeit bei Krankheit der Kinder und bei Pflege von Angehörigen zu unterbrechen, außerdem mietet die PVS Kindergartenplätze an. Unter dem Stichwort "Familienservice" gibt es Gesundheitsvorsorge und -programm, Essen für Mitarbeiterkinder in der Kantine sowie Rechtsberatung. Nicht zuletzt hat das Unternehmen Einarbeitungsprogramm für den Wiedereinstieg konzipiert. "Der Grad der Zufriedenheit ist hoch und wir haben kaum Eigenkündigungen.", so Peter Scholich.

Marion Hinnerkort und Nina Marberg können von den optimalen Voraussetzungen für Familien und die Vereinbarkeit von Kind und Beruf bei der PVS ein durchweg "positives Lied singen". Beide sind sich einig, dass das Unternehmen den Preis mehr als verdient hätte. "Ich hatte die Möglichkeit nich vor Ender der Elternzeit wieder zu kommen. Die PVS geht sowohl auf die familiäre Situation als auch auf die privaten Bedürfnisse jedes Einzelnen ein".  Das macht es so optimal für die Mitarbeiterinnen der PVS. Nina Marberg nutzt sogar die Plätze in der Kindertagesstätte "Sterntaler" gegenüber des Betriebes. "Und bei kurzfristigen Betreuungsengpässen kann ich meine Kinder sogar stundenweise mitnehmen. Besser geht es ja gar nicht."

Das "Mülheimer Bündnis für Familie" wurde im Dezember 2004 gegründet. Sein Ziel: Familien mit Kindern in den Mittelpunkt rücken und ihnen ein gut vernetztes familienfreundliches Angebot unterbreiten. "Ohne die Unterstützung der Wirtschaft ginge es jedoch nicht, wäre die Betreuung der unter 3-jährigen nicht so vorangeschritten", so Heinz-Hermann Ernst, der Geschäftsführer des Bündnisses.

"Familien sollen gerne in Mülheim an der Ruhr leben", fasst Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld abschließend zusammen. Die UVG unterstützt das Projekt seitens der Wirtschaft. Deren Präsident Heinz Lison hat die PVS selbst vorgeschlagen. "Erfolgreiche Unternehmen - dazu zähle ich übrigens auch das Unternehmen 'Stadt Mülheim' - lassen sich längst nicht mehr nur an harten Zahlen und Fakten, sondern auch an den 'weichen' Faktoren messen. Familienfreundlichkeit macht ein Unternehmen attraktiv und eine Stadt lebenswert." Das sieht Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld ganz genauso.

 

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Stand: 03.09.2010

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