Ausstellung "Anke Erlenhoff - Werke 1993 - 2005" im Museum Alte Post

Dem Werk der Künstlerin Anke Erlenhoff kann man sich aus sehr unterschiedlichen Positionen nähern. Der vorliegende Katalog mit Beiträgen u.a. von Klaus Honnef, Beate Reifenscheid und Gabriele Uelsberg zeigt es sehr deutlich.

Malerei als Malerei ist der grundsätzliche Ansatz ihres Schaffens, aber in verschiedenen Werkphasen kombiniert sie die Fotografie als Bildgrundlage mit hinzu. Bei allen ihren Werken jedoch steht die Malerei im Vordergrund. In ihren jüngsten, in den letzten zwei Jahren realisierten, Gemälden gewinnt ihre Malerei darüber hinaus eine Dichte in der Struktur und eine gleichsam plastische Homogenität in der Farbigkeit, die sie von ihren früheren Bildern unterscheiden.

Anke Erlenhoff mit der Arbeit: Hafen Malaga, 2004/05, elektron. Farbdruck, Acryl/Leinen, 200 x 250 cm. Foto: Walter Schernstein

Während in den Industriebildern immer auch eine konkrete Örtlichkeit oder Landschaftsgestaltung aufschimmert, so verdichten sich ihre jüngsten Gemälde zu reinen Farbräumen, in deren Tiefe man Schichten vermuten, aber nicht mit letzter Gewissheit als konkret festmachen kann.

Ihre letzten Werke lassen sich auch wieder mit den Übermalungen von Fotografien vergleichen, denn auch dort werden die unterschiedlichen künstlerischen Ansätze so miteinander verwoben, dass sich in den Zufälligkeiten des Aufeinandertreffens eine eigene Stilistik entwickelt. Gewachsenheit, Erinnerung und Struktur sind die Elemente, aus denen sich ihre Arbeiten zusammensetzen, ob sie nun mit konkreten Gegebenheiten arbeiten wie den übermalten Fotografien oder ob die Malerei sich aus der Malerei heraus auf der Leinwandoberfläche entwickelt.

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Stand: 25.02.2005

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