Ausstellung im Museum Alte Post: Ivan Chujkov

Der 1935 in Moskau geborene Ivan Semionovic Chujkov, der seit den neunziger Jahren in Köln und Moskau lebt, bedient sich in seinen Arbeiten verschiedener Zitate aus der Kultur- und Kunstgeschichte, aus der politischen Situation oder direkt in Verweisen eigener früherer Arbeiten. Neben Reproduktionen, Fragmenten von Ornamenten, Postkarten oder kunstgeschichtlichen Bildern der Vergangenheit verwendet Chujkov immer wieder topographische Karten oder Fragmente einer Ikone. Aus diesen Versatzelementen schafft er eine neue Realität, die er – wie auf der Einladungskarte zu sehen – dann oftmals kippt und in eine andere Horizontlage versetzt.

Er entwickelt sein Werk in Serien und Zyklen, in denen er unterschiedliche Kombinationen jeder fragmentarischen Realitäten zu neuen Welten zusammen fügt. Die Fotografie findet dabei ebenso Eingang in seine Arbeit wie die Malerei, aus der die großen Installationen sich kombinieren.

Ivan Chujkov gehört zu jener Gruppe von Avantgardekünstlern, die bereits zu Zeiten der Sowjetunion in Moskau wider den Staatsproporz gearbeitet und in vielen Aktionen jene spezifische russische Subkultur entwickelt hat, aus der sich heute die gegenwärtige, international anerkannte russische Kunst rekrutiert.

Bereits ab 1977 stellte er im Ausland aus, so auf der Biennale in Venedig oder im Centre Georges Pompidou in Paris.
Die Ausstellung zeigt bis zum 14. Septmeber 2003 einen großen Überblick über sein aktuelles Werk und einigen Verweisen auf Werke, die bereits in den achtziger Jahren entstanden sind.



Romantische Seelandschaft, 1992

 

Fotos: Walter Schernstein

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Stand: 14.08.2003

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