Ausstellung im Museum Alte Post: Jörg Eberhard
Der in Düsseldorf lebende Künstler Jörg Eberhard, der als Dozent für Malerei an der Folkwang Schule in Essen unterrichtet, zeigt im Ausstellungsbereich des Kunstmuseums in der Alten Post in Mülheim an der Ruhr Gemälde der letzen Jahre kombiniert mit einem raumüberspannenden Wandfries.

Für diese Ausstellungspräsentation hat der Künstler ein Gesamtgemälde erstellt, das die Wandflächen um die Fenster des Ausstellungsraumes in ein unendliches Bildgefüge verwandelt. Mehr als 10 Meter Bildfries sind so entstanden und berichten von den Welten, die der Künstler in vielen Bezügen in Mülheim entstehen lässt. Die Bildgemälde von Jörg Eberhard sind Kompositionen voll von Gegenständen, die der Künstler aus seinem ganz persönlichen Assoziations- und Erfahrungspotenzial entnommen und entwickelt hat. Oft sind es Dinge des täglichen Gebrauchs wie eine Kaffeekanne, manchmal ist es ein Gegenstand mit besonderer kultischer Bedeutung wie ein Kelch, immer wieder sind es Objekte der Kommunikation wie Telefon, Handy oder Faxgerät oder es handelt sich um Artefakte längst vergangener Kulturen wie antike Vasen. Die Liste aller möglichen Dinge wäre beliebig fortsetzbar und wird immer wieder in den Arbeiten um neue Elemente erweitert, denn diese bilden das zentrale Motiv der bildkünstlerischen Gestaltungsweise.

Fotos: Walter Schernstein
Ihre malerische Umsetzung erfolgt als Umzeichnung, wobei das Objekt in einem einzigen Strich allein aus dem Umriss heraus definiert ist. Diese Unmittelbarkeit der Darstellung wird durch die Farbgestaltung noch unterstrichen, die bewusst flächig und monochrom gehalten ist. Die Lesbarkeit der Objekte wird dadurch zum einen erleichtert, zum andern entsteht für die einzelnen Objektzeichen ein Grad der Verrätselung, der sie in ihrer Abstraktion steigert und so zu neuen Bildformsymbolen werden lässt, unabhängig von ihrer Gegenstandsbezeichnung.
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Stand: 12.05.2004













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