Aktuell
JAHRESAUSSTELLUNG
Mülheimer Künstlerinnen und Künstler
Schwerpunkt: Skulpturen und Objekte
29.1. – 26.2.2012
Seit 1929 ist es Tradition, dass die Mülheimer Künstlerinnen und Künstler regelmäßig ihre aktuellen Werke in einer gemeinsamen Ausstellung im Kunstmuseum vorstellen. 2012 konzentriert sich die Jahresausstellung auf Skulpturen und Objekte.
Neben Neubewerbern, deren Arbeiten in einer Jury ausgewählt werden, sind als Gäste Petra Göbel (Essen), Reni Scholz (Köln) und Roger Löcherbach (Essen) eingeladen.
Anlässlich der Ausstellung wird der Preis des Mülheimer Kunstvereins ausgelobt.
Als besondere Veranstaltung findet am Sonntag, 12.2.2012, 11 Uhr, ein Empfang des Mülheimer Kunstvereins mit Künstlergesprächen vor den ausgestellten Werken in der Jahresausstellung statt.
Am Sonntag, 26.2.2012, 11 Uhr, führt Dr. Gerhard Ribbrock mit Mülheimer Künstlerinnen und Künstlern durch die Jahresausstellung.
STAHL + STADT
Ansichten über die Wirklichkeit des Ruhrgebiets
Fotografien von Bernd Langmack und Haiko Hebig
15.1. – 4.3.2012
Stahl + Stadt ist ein langfristig angelegtes Fotografie-Projekt, das 2011 im Hoesch-Museum in Dortmund erstmals präsentiert wurde. In veränderter Zusammenstellung erfährt es nun eine weitere Ausstellung im Grafikraum des Kunstmuseums Mülheim an der Ruhr.
Am Beispiel der Städte Duisburg und Dortmund im Westen und Osten widmet es sich der im Ruhrgebiet traditionell engen und prägenden Verwebung von Schwerindustrie und Stadtraum. Während sich in Duisburg eines der größten Hüttenwerke der Welt kilometerlang am Rhein entlang zieht, wurde die Stahlproduktion 2001 in Dortmund eingestellt.
Für die beiden Fotografen Bernd Langmack und Haiko Hebig ist Stahl + Stadt nicht allein ein Beitrag zum Strukturwandel im Ruhrgebiet, sondern eine Thematik, die in Hinblick auf die strukturelle Prägung regionaler Topografien in allen traditionellen Montanregionen Europas beobachtet werden kann.
Bernd Langmack: Thyssen-Krupp und Duisburg-Bruckhausen
In seinen Fotografien thematisiert der seit 1969 im Ruhrgebiet lebende Bernd Langmack am Beispiel von Duisburg-Bruckhausen das Zusammentreffen von Stahlwerk und Wohnbebauung. Nur durch eine Straße sind Werksanlagen und städtischer Raum voneinander getrennt, so dass die Industrieanlagen auch im Lebensbereich der Menschen sichtbar bleiben. In den Blick gerückt sind effiziente Produktionsstätten und abgewohnte Wohnhäuser und Leerstände. Manche Industrielandschaften erinnern mit ihrer von Schloten beherrschten Silhouette an malerische Formen dieses Bildtyps und ein „veraltetes“ Image des Ruhrgebiets. Doch Langmack verbleibt nicht in der bekannten Ruhrgebietsästhetik von Tristesse und Hässlichkeit, sondern verleiht seinen Ansichten Gestalt, Farbigkeit und atmosphärische Stimmungen.
Haiko Hebig: Ehemalige Standorte der Schwerindustrie in Dortmund
Haiko Hebigs Fotografien aus Dortmund rücken riesige abgeräumte und brachliegende Flächen in den Fokus. Sie sind nach der Stilllegung von ehemals zentralen Standorten der Schwerindustrie entstanden und – sofern von Schwermetallen unbelastet – in Teilen wiederum für Freizeit und Wohnbebauung wie am Phönix See, aber auch für Logistik und Gewerbe neu erschlossen worden. Diese abgeräumten Flächen, die in Innenstadtlage zum Teil weiterhin mit Restproduktionen belegt sind, erstrecken sich auf über tausend Hektar. Diese wenig vorzeigbaren Nicht-Orte sichtbar zu machen, ist ein Anliegen von Haiko Hebig, der mit einem nüchternen Blick auch die beginnenden Neunutzungen und städteplanerischen Gestaltungen der ehemaligen Industrieareale beobachtet.
Zur Ausstellung liegt ein Katalog mit einem Nachwort von Andreas Rossmann vor, der 2011 im Klartext-Verlag, Essen, erschienen ist.
Vorbesichtigung der Ausstellung
mit einer Einführung von Andreas Rossmann, FAZ
Samstag, 14.1.2012, 17 Uhr
Öffentliche Führungen
Sonntag, 22.1.2012, 11 Uhr
Sonntag, 4.3.2012, 11 Uhr
Stahl + Stadt ist ein langfristig angelegtes Fotografie-Projekt, das 2011 im Hoesch-Museum in Dortmund erstmals präsentiert wurde. In veränderter Zusammenstellung erfährt es nun eine weitere Ausstellung im Grafikraum des Kunstmuseums Mülheim an der Ruhr. Am Beispiel der Städte Duisburg und Dortmund im Westen und Osten widmet es sich der im Ruhrgebiet traditionell engen und prägenden Verwebung von Schwerindustrie und Stadtraum. Während sich in Duisburg eines der größten Hüttenwerke der Welt kilometerlang am Rhein entlang zieht, wurde die Stahlproduktion 2001 in Dortmund eingestellt.
Für die beiden Fotografen Bernd Langmack und Haiko Hebig ist Stahl + Stadt nicht allein ein Beitrag zum Strukturwandel im Ruhrgebiet, sondern eine Thematik, die in Hinblick auf die strukturelle Prägung regionaler Topografien in allen traditionellen Montanregionen Europas beobachtet werden kann.
Bernd Langmack: Thyssen-Krupp und Duisburg-Bruckhausen
In seinen Fotografien thematisiert der seit 1969 im Ruhrgebiet lebende Bernd Langmack am Beispiel von Duisburg-Bruckhausen das Zusammentreffen von Stahlwerk und Wohnbebauung. Nur durch eine Straße sind Werksanlagen und städtischer Raum voneinander getrennt, so dass die Industrieanlagen auch im Lebensbereich der Menschen sichtbar bleiben. In den Blick gerückt sind effiziente Produktionsstätten und abgewohnte Wohnhäuser und Leerstände. Manche Industrielandschaften erinnern mit ihrer von Schloten beherrschten Silhouette an malerische Formen dieses Bildtyps und ein „veraltetes“ Image des Ruhrgebiets. Doch Langmack verbleibt nicht in der bekannten Ruhrgebietsästhetik von Tristesse und Hässlichkeit, sondern verleiht seinen Ansichten Gestalt, Farbigkeit und atmosphärische Stimmungen.
Haiko Hebig: Ehemalige Standorte der Schwerindustrie in Dortmund
Haiko Hebigs Fotografien aus Dortmund rücken riesige abgeräumte und brachliegende Flächen in den Fokus. Sie sind nach der Stilllegung von ehemals zentralen Standorten der Schwerindustrie entstanden und – sofern von Schwermetallen unbelastet – in Teilen wiederum für Freizeit und Wohnbebauung wie am Phönix See, aber auch für Logistik und Gewerbe neu erschlossen worden. Diese abgeräumten Flächen, die in Innenstadtlage zum Teil weiterhin mit Restproduktionen belegt sind, erstrecken sich auf über tausend Hektar. Diese wenig vorzeigbaren Nicht-Orte sichtbar zu machen, ist ein Anliegen von Haiko Hebig, der mit einem nüchternen Blick auch die beginnenden Neunutzungen und städteplanerischen Gestaltungen der ehemaligen Industrieareale beobachtet.
Zur Ausstellung liegt ein Katalog mit einem Nachwort von Andreas Rossmann vor, der 2011 im Klartext-Verlag, Essen, erschienen ist.
Stand: 19.01.2012









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