Vorschau

Blick in das Foyer des Kunstmuseums Mülheim an der Ruhr

AUSSTELLUNGEN 2017
IM KUNSTMUSEUM MÜLHEIM AN DER RUHR


Jahresausstellung der Mülheimer Künstlerinnen und Künstler
29. Januar bis 26. Februar 2017
| EG und 2. OG

Eröffnung: Samstag, 28. Januar 2017, 18 Uhr

Diese Gruppenausstellung gibt einen Einblick in das aktuelle Schaffen von rund 50 Künstlern und Künstlerinnen aus Mülheim an der Ruhr und der Region Ruhr. Auch dem künstlerischen Nachwuchs wird ein Forum gegeben.

 


Heiko Tiemann. „Die im Dunkeln“
Fotografie
10. Februar bis 7. Mai 2017
| Grafikraum

Eröffnung: Donnerstag, 9. Februar 2017, 18 Uhr

Für seine fotografischen Serien und Porträts wurde der 1968 geborene Fotograf Heiko Tiemann mehrfach ausgezeichnet. Im Grafikraum des Museums werden drei Serien präsentiert, die alle im Ruhrgebiet entstanden und neu in das digitale Bildarchiv Pixelprojekt_Ruhrgebiet eingegangen sind: "Innenleben", 1995 in einem Hospiz in Waltrop entstanden, "Identität" aus dem Jahr 1996 und seine jüngste Serie "Zufügung" aus den Jahren 2012 bis 2015. Sie zeigen Tiemann als dokumentarischen Fotografen mit dem Schwerpunkt Porträt.

Bereits während seines Studiums an der Folkwang Schule in Essen konzentrierte sich Tiemann auf Menschen in besonderen Lebenssituationen. Weitere Studien am Royal College of Art in London verstärkten diese Ausrichtung und den Blick für die Bezüge des Menschen zu seiner Umwelt. Für die Serie "Zufügung" porträtierte der in Düsseldorf und Berlin lebende Fotograf Kinder und Jugendliche an verschiedenen Förderschulen in Duisburg. Indem Tiemann den Menschen Raum lässt, sich vor der Kamera zu bewegen und zu positionieren, gelingen ihm Darstellungen, die sein Gespür für sein Gegenüber, für Details und Stimmungen erkennen lassen.

In Kooperation mit Pixelprojekt_Ruhrgebiet

 


WeltenWanderer – Zwischen den Kulturen
19. März bis 18. Juni 2017
| EG und 2. OG

Eröffnung: Samstag, 18. März 2017, 18 Uhr

Seit jeher ist die Lebensreise mit ihrer Metaphorik von Aufbruch und Ankunft, Irrfahrt und Schiffsbruch ein großes Thema der Kunst. Angesichts weltweiter Wanderungsbewegungen hat die "Odyssee" als poetische Metapher eine neue Aktualität erfahren. Beginnend mit Oskar Kokoschkas berühmter, gleichnamiger grafischer Serie von 1966 erstreckt sich die Ausstellung über vier Themenräume mit Fotografien, Filmen und Installationen, in denen in besonderer Weise Formen und Bilder für das Unterwegs-Sein gefunden werden.

Neben Schlüsselbildern von Max Beckmann und Arthur Kaufmann, die das Trauma von Verfolgung, Flucht und Emigration während der Nazi-Zeit sinnbildlich zum Ausdruck bringen, nehmen zeitgenössische Positionen, auch von Künstlern und Künstlerinnen mit Migrationshintergrund, einen großen Raum ein. Ob die Insel Lampedusa filmisch umrundet oder die Erinnerungsräume mittels Schriftzeichen erkundet werden, die versammelten Arbeiten loten im weitesten Sinne transitorische Bewegungen und Räume aus.

Künstler und Künstlerinnen der Ausstellung unter anderem: Halil Altindere, Max Beckmann, Niklas Goldbach, Sven Johne, Dagmar Keller/Martin Wittwer, Arthur Kaufmann, Oskar Kokoschka, Loredana Nemes, Maryam Motallebzadeh, Henrik Olesen, Henrik Schrat, Katrin Ströbel

 


Emil Nolde zum 150. Geburtstag
Studio-Ausstellung der Stiftung Sammlung Ziegler
7. Mai 2017 bis 7. Januar 2018
| Sammlung Ziegler 1. OG

Eröffnung: Samstag, 6. Mai 2017, 18 Uhr

Die Kunstsammlung des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler verfügt über einen großen Bestand an Aquarellen, Grafiken und Gemälden des deutsch-dänischen Malers Emil Nolde (1867–1956). Anlässlich des 150. Geburtstags präsentiert die Stiftung Sammlung Ziegler in einer Studio-Ausstellung im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr rund vierzig Werke, darunter Landschaften, Blumenbilder, Stillleben sowie Tier- und Figurenbilder. Sie erinnern an einen zentralen Vertreter des deutschen Expressionismus und gewähren Einblick in dessen intuitiven Schaffensprozess.

 


Lieblingsbilder der Young Art Experts
18. Mai bis 16. Juli 2017
| Grafikraum

Eröffnung: Dienstag, 16. Mai 2017, 16 Uhr

Kuratoren dieser Ausstellung sind die jungen Kunstexperten, die sich regelmäßig im Kunstmuseum treffen. Indem sie für diese Ausstellung ihre „Favoriten“ aus der grafischen Sammlung des Museums auswählen, geben sie Einblick in die Vorlieben und Interessen der jüngeren Generation.

 


Matthias Meyer. Malerei
2. Juli bis 10. September 2017
| EG

Eröffnung: Samstag, 1. Juli 2017, 18 Uhr

Diese erste museale Einzelausstellung widmet sich dem 1969 geborenen Maler Matthias Meyer, der bei Gerhard Richter an der Kunstakademie Düsseldorf und am Chelsea College of Arts in London studierte. 2014 konnte dank der großzügigen Unterstützung des Künstlers das Gemälde "Park" für die Sammlung des Kunstmuseums erworben werden.

Überregional bekannt geworden ist Matthias Meyer mit großformatigen Malereien, in denen Landschaftseindrücke, Naturimpressionen und Innenräume aus verschiedenen Perspektiven miteinander verwoben sind. Mittels einer speziellen Nass-in-Nass-Technik, die von zufälligen Farbverläufen, Verwischungen und Überlagerungen der stark verdünnten Ölfarbe bestimmt ist, gelingt ihm ein Wechselspiel zwischen Formwerdung und Auflösung, Figuration und Abstraktion.

Stand in Meyers früheren Werken das Element Wasser in all seinen Erscheinungsformen im Fokus, so lässt sich der Künstler derzeit vom Motiv des Fensters und dessen Transparenz anregen. Neben den „Fensterbildern“ präsentiert der in Mülheim an der Ruhr lebende und arbeitende Künstler weitere neue Arbeiten.

 


Alice Könitz
3. September 2017 bis 21. Januar 2018
| 2. OG

Eröffnung: Samstag, 2. September 2017, 18 Uhr

Mit einer ersten musealen Einzelausstellung in Deutschland stellt das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr die im Ruhrgebiet aufgewachsene und in Los Angeles arbeitende Künstlerin Alice Könitz vor. Die 1970 in Essen geborene Tochter des Bildhauers Peter Könitz wuchs auf in Mülheim an der Ruhr, wo sie 1996 mit dem Förderpreis des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet wurde. Seit den späten 1990er-Jahren lebt und arbeitet sie in Los Angeles, wo die umtriebige Künstlerin 2012 das Los Angeles Museum of Art (LAMOA) als Künstlermuseum gründete. 2014 wurde sie mit dem renommierten Mohn Award for creativity, innovation and advanced work ausgezeichnet.

Obgleich sie in den USA als eine wichtige Vertreterin der zeitgenössischen Kunst anerkannt ist, gilt es Alice Könitz noch zu entdecken. Ihre künstlerischen Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von angewandter Kunst, Design und Architektur und reichen von skulpturalen Objekten über Fotografie und Video bis hin zu Performances und raumgreifenden Installationen oder Collagen. Könitz' Arbeiten reagieren zumeist direkt auf ihre Umgebung und den urbanen Raum und sind von Strömungen der frühen Moderne beeinflusst.

 


Fern der großen Städte
Expressionismus der Zwischenkriegszeit und danach
24. September 2017 bis 14. Januar 2018
| EG, Grafikraum, Sammlung 1. OG

Eröffnung: Samstag, 23. September 2017, 18 Uhr

Das Auseinanderbrechen der „Brücke“-Gemeinschaft 1913 und besonders der Erste Weltkrieg markieren einen gravierenden Einschnitt in Leben und Werk der führenden Expressionisten Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Müller und Karl Schmidt-Rottluff. Gezeichnet durch die Erfahrungen von Gefährdung, Zusammenbruch und Tod bewegen sie sich nach Kriegsende in ruhigeren Bahnen. Gesellschaftlich und künstlerisch zunehmend etabliert, erleben sie künstlerische Inspiration im spirituellen Dialog mit der Natur, im stillen Glück zu zweit sowie auf Reisen. Auch die Freundschaft nimmt weiterhin einen großen Stellenwert ein: So bildete sich mit Max Kaus, Walter Gramatté, Otto Herbig und Anton Kerschbaumer ein neuer Künstlerkreis um Erich Heckel.

Ergänzt um Leihgaben nimmt diese Ausstellung ihren Ausgang von Werken aus der Stiftung Sammlung Ziegler und der Sammlung des Kunstmuseums, die charakteristisch sind für die Entwicklung des Expressionismus in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen. Das Gemälde Gent und das doppelseitig bemalte Gemälde "Der Schwimmer" von Erich Heckel (1919) sind wie das Gemälde "Wäscherinnen am Meer" (1921) oder Otto Müllers "Dorfhäuser" (1922) Beispiele für eine Beruhigung des Stils und eine Verschiebung und Verschränkung von Themen und Motiven.

Während im Erdgeschoss die Werke der ehemaligen Brücke-Expressionisten und ihrer Freunde zu sehen sind, ist der Grafikraum dem expressionistischen Werk von Otto Pankok vorbehalten. Im Zeitraum von 1919 bis 1924 griff er auf die expressionistische Formensprache zurück, um Aufruhr und innere Bewegung zum Ausdruck zu bringen. In den Räumen der Sammlung Ziegler wird Emil Nolde eigens in einer Studio-Ausstellung gewürdigt.

Ein Wiederaufleben erfuhr der Expressionismus in den 1980er-Jahren. Eine junge Künstlergeneration probte den Aufstand und setzte erneut auf die Unmittelbarkeit und Heftigkeit der künstlerischen Geste. Die Suche nach Identität in einem geteilten Deutschland führte zu hemmungsloser Selbstdarstellung von Ängsten und Obsessionen sowie zu neuen Großstadtbildern. Mit Werken unter anderem von Siegfried Anzinger, Rainer Fetting und Franz Hitzler wird beispielhaft den Jungen Wilden im Sammlungstrakt des Museums ein Raum gewidmet.

 


Stand: 09.01.2017

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