Archiv-Beitrag vom 08.06.2016Bekanntgabe der Ruhrpreisträger 2016

Der Kulturausschuss hat in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 30. Mai 2016 auf Empfehlung des Vorbereitungsgremiums einstimmig beschlossen, den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr für das Jahr 2016 - Sponsor: Sparkasse Mülheim an der Ruhr - an den Musiker Peter Eisold (Foto rechts) sowie als Förderpreis an den Bildenden Künstler Sven Piayda zu vergeben.

Der Hauptpreis ist mit 3.000 Euro, der Förderpreis mit 2.500 Euro dotiert.

Vergabe des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr für das Jahr 2016, Sponsor: Sparkasse Mülheim an der Ruhr. (v.r.) An den Musiker Peter Eisold, den Förderpreis an den Bildenden Künstler Sven Piayda. Rathaus. 08.06.2016 Foto: Walter Schernstein

Foto: Walter Schernstein

Die Entscheidung ist wie folgt begründet worden:

Peter Eisold

Peter Eisold erhält den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft für das Jahr 2016 für herausragende Leistungen bei seinem musischen Schaffen.

Als Musiker und Komponist des Fusion-Jazz überschreitet Peter Eisold mit seinen zahlreichen Projekten, Medienperformances und Konzerten die Grenzen des eh schon weiten Genres und begibt sich zusammen mit seinen zahlreichen Partnern immer wieder neu auf die Suche nach den Klängen, Geräuschen, den Harmonien und Disharmonien des Urbanen. In seinen Klanglaboratorien erforscht er die Unendlichkeit der akustischen Welt und dringt in die Weiten des Digitalen vor. Seine Werkstattkonzerte für Klangkunst, Neue Musik und elektroakustische Versuchsanordnungen sind faszinierend, immer erhellend und hoch virtuos. Seine in Zusammenarbeit mit der Deutsche Gesellschaft für Elektroakustische Musik und der Gesellschaft für Neue Musik veranstaltete Reihe "Radio_Depot" hat inzwischen 26 Folgen. Das letzte Lautsprecherkonzerte für Klangkunst, Hörspiel und seltene Musik ist betitelt "Die krasse Schönheit nackter Zahlen” und verdeutlicht das weite Spektrum seines künstlerischen Denkens und Handelns. Aber auch mit vielen anderen Projekten - stellvertretend sind hier “Urban Solar Audio Plant/USAP” und "Multichannel Surroundscape" zu nennen - hat er weit über die Grenzen unseres Gemeinwesens hinaus Anerkennung erfahren.

Peter Eisold, der vom vierten Lebensjahr an Klavierunterricht hatte und Musik studierte, ist unter anderem auch der Förderpreis zum Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft für das Jahr 2002 verliehen worden.

Sven Piayda

In seinen Foto- und Videoarbeiten lotet der 1977 in Gelsenkirchen geborene Künstler Sven Piayda stets die Grenzen medialer Darstellungsformen aus. Konzeptionell und experimentell arbeitet er im Bereich der neuen Medien, an der Schnittstelle von Fotografie, Video- und Klangkunst. Er verwendet computermanipuliertes und -generiertes Bildmaterial und setzt sich mit Phänomenen der Wahrnehmung auseinander. Reich an Verweisen auf die Kunstgeschichte und traditionelle Bildgattungen fordern seine Werke den Betrachter auf zu einem kritischen Sehen.

Sven Piayda studierte von 1998 bis 2003 Gestaltungstechnik an der Universität Essen. 2006 gründete er die Künstlergruppe AESTATEvisual und seit diesem Jahr ist er festes Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstlerinnen und Künstler.

Der Förderpreis zum Ruhrpreis wird Sven Piayda als Anerkennung für seine beeindruckende künstlerische Auseinandersetzung mit Medien verliehen, aber auch als Ermutigung, weiterhin unkonventionelle Wege im etablierten Kunstbetrieb zu gehen.

Dem Gremium zur Vorbereitung der Vergabe des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft gehörten an:

  • Prof. Hendrik Dorgathen  (Ruhrpreisträger 1991) für den Bereich "Bildende Kunst"
  • Ulrich Ernst, Kulturdezernent
  • Prof. Dr. Ulrike Haß für den Bereich „Geisteswissenschaften“    
  • Rainer Komers  (Ruhrpreisträger 2006) für den     Bereich "Film"
  • Markus Püll, Kulturausschuss
  • Prof. Werner Schepp  (Ruhrpreisträger 2000) für den Bereich "Musik"        
  • Dr. Corinna Schlicht für den Bereich "Literatur"                     
  • Sven Schlötcke (Theater an der Ruhr - Ruhrpreisträger 1988) für den Bereich "Theater“
  • Prof. Dr. Ferdi Schüth  (Ruhrpreisträger 2010) für den Bereich "Naturwissenschaften"
  • Martin Weck, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mülheim an der Ruhr

Kontakt


Stand: 08.06.2016

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