Beschreibung FW 1

Die neue Hauptfeuer- und Rettungswache Zur Alten Dreherei in Mülheim-Broich

Auf dem ehemaligen Bahngelände nördlich der Duisburger Straße ist die neue Hauptfeuer- und Rettungswache der Berufsfeuerwehr sowie das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr, Löschzug Broich, entstanden. Die Erschließungsstraße auf dem Gelände hat den Namen "Zur alten Dreherei" erhalten, ein Hinweis auf die ehemalige Nutzung der historischen Halle neben dem Gelände der neuen Hauptfeuerwache.

Die Gebäude sind auf dem Gelände so angeordnet, dass ein größerer Innenhof entsteht, der ein Arbeiten und Üben erlaubt, ohne die Nachbarschaft unnötig zu belästigen. Bei der Anordnung der Gebäude wurde natürlich auch darauf geachtet, dass die zuerst ausrückenden Einsatzkräfte und Fahrzeuge zentral untergebracht sind, um die Wege möglichst kurz zu halten. Die Gebäude A bis D sind über Brücken miteinander verbunden.

Die Hauptfeuerwache ist komplett notstromversorgt, damit auch bei einem längeren Stromausfall der Betrieb sichergestellt werden kann.

Grundrissplan der neuen Hauptfeuer- und Rettungswache von Juni 2009

Im Einzelnen sind folgende Gebäude/Bereiche auf dem Gelände angeordnet:

Gebäude A
Im Gebäude A sind die Branddirektion, das Führungs- und Lagezentrum und die Fachabteilungen untergebracht. Zusätzlich befinden sich hier Fahrzeugstellplätze für Einsatzleit- und Kommandofahrzeuge sowie Sonderfahrzeuge. Außerdem befinden sich hier Umkleidemöglichkeiten für den Führungsdienst sowie Technik- und Lagerräume.
Das Führungs- und Lagezentrum ist die "Schaltzentrale" nicht nur für die Feuerwehr, sondern insbesondere für die gesamte Gefahrenabwehr der Stadt. Hier sind in räumlicher Nähe zueinander die Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst, Stabsräume für die Technische Einsatzleitung und den Krisenstab, die Personenauskunftsstelle, das Bürgertelefon und Fachberaterräume untergebracht.

Gebäude B
Im Gebäude B befindet sich im ersten Obergeschoss die Feuerwehr- und Rettungsdienstschule. Im Erdgeschoss ist das zentrale Einsatzmittellager sowie die Halle für die Abrollbehälter mit Sonderausrüstungen untergebracht.

Gebäude C
Im Gebäude C ist der Einsatzdienst untergebracht. Hier befinden sich alle Fahrzeuge die bei einem Einsatz zuerst ausrücken. Das Erdgeschoss ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Im linken Bereich sind die Fahrzeuge für Brandschutz und Technische Hilfeleistung, im rechten Bereich die Fahrzeuge des Rettungsdienstes und zusätzlich in der Mitte diverse notwendige Funktions- und Lagerräume untergebracht. Im Obergeschoss befinden sich die Aufenthalts-, Sozial- und Umkleideräume des Einsatzpersonals.

Gebäude D
Im Gebäude D sind alle für den Rund-um-die-Uhr-Einsatzbetrieb der Feuerwehr notwendigen Werkstätten untergebracht. Insbesondere befinden sich hier die Desinfektion für den Rettungsdienst, die Atemschutzwerkstatt, die Kfz-Werkstatt, die Waschhalle, die Schlauchwerkstatt, Schlosserei und Schreinerei sowie einige Kleinwerkstätten (z.B. Funkwerkstatt, Schneiderei, etc.). Zusätzlich sind hier die Atemschutz-Übungsstrecke, die Kleiderkammer, das Taucherübungsbecken sowie Sporthalle und Fitnessraum angeordnet.

Gebäude E
Das Gebäude E ist das Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr. Hier werden der neue Löschzug Broich der Freiwilligen Feuerwehr sowie eine weitere Gruppe der Jugendfeuerwehr ihre Heimat finden.

Gebäude F
Das Gebäude F ist das Brandübungshaus. Direkt daneben befinden sich ein kleiner Sportplatz sowie eine Übungsanlage für den Umgang mit Gefahrstoffen (Bahnkesselwagen auf einem kurzen Schienenstrang).

Das Gelände wird über fünf Zu- und Ausfahrten erschlossen.
Dies sind im Einzelnen:

  • Nr. 1 Hauptzufahrt zum Wachgelände
  • Nr. 2 zweite Alarmausfahrt und Durchfahrt zur Nordausfahrt
  • Nr. 3 Zufahrt für die Freiwillige Feuerwehr
  • Nr. 4 Nordausfahrt. Diese ist eine reine Alarmausfahrt und verbindet das Wachgelände mit der Xantener Straße.
  • Nr. 5 Zufahrt zu den Parkflächen Die Zu- und Ausfahrt zur Duisburger Straße erfolgt über eine Rampe.

Alle Alarmausfahrten erhalten Ampelanlagen, so dass beim Ausrücken nicht das Einsatzhorn (Martinhorn) genutzt werden muss und so Rücksicht auf die Nachbarschaft genommen werden kann.

Weitere Beschreibungen, Informationen und Bilder der Feuerwache finden sie in der Broschüre zur Einweihung als Download im Kontext am Ende dieses Beitrages.

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Kontext


Stand: 28.09.2011

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