Archiv-Beitrag vom 15.10.2008Besuch von der Stadt: Hilfe für junge Familien

Seit dem 15. Oktober 2008 gibt es in Mülheim einen Familienbesuchsdienst der Stadtverwaltung. Es werden Familien besucht, deren Kinder ab dem 1. Oktober 2008 geboren wurden. "Der neue Service gehört zu einer Präventionskette der Stadtverwaltung für Eltern mit Neugeborenen," so Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld.

"Es wird den Familien einerseits ein Willkommens-Gruß der Stadt übermittelt, zum anderen sollen sie über Angebote und Möglichkeiten für Familien in Mülheim an der Ruhr informiert werden. Dieser Besuchsservice kann bei Bedarf der Familien regelmäßig Kontakt zu den Familien haben. Ziel sollte auch sein, im Bedarfsfall konkrete Maßnahmen zur Unterstützung einzuleiten."

Weitere Infos zu dem neuen familienfreundlichen Service der Stadt unter 0208 / 455 51 61.

Ab dem 15. Oktober gibt es einen Familienbesuchsdienst der Stadtverwaltung. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld mit den Mitarbeiterinnen.14.10.2008Foto: Walter Schernstein

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld (mitte) mit den Mitarbeiterinnen vom FAMILIENBESUCHSDIENST

Für Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld ist der neue Service die konsequente Fortführung des Projekts "Familienstart": Bei dem unterstützen ehrenamtliche Helfer junge Eltern in den ersten Monaten nach der Geburt ihres Babys. Bei dem neuen Dienst bekommen nun alle Eltern Besuch von einer Mitarbeiterin des Kommunalen Sozialen Dienstes. Gratulieren will sie und bringt eine vollgepackte Tasche mit. Ein gelber Aktenordner findet sich unter anderem darin. Dieser "Entwicklungsbegleiter", eine Neuauflage des Elternbriefs, informiert beispielsweise über Vorsorgeuntersuchungen für Kinder. Zudem enthält die Tasche einen Stadtplan, ein Lätzchen, einen Gutschein einer Familienbildungs-Einrichtung im Stadtteil, für etwa Babyschwimmen oder einen Pekip-Kurs und es gibt viel Infomaterial zu städtischen Initiativen, wie dem Bündnis für Familie, und anderen Einrichtungen. 

Die Leiterin des Kommunalen Sozialen Dienstes, Martina Wilinski, spricht von einem "weichen Angebot". Ungezwungen könne man die Eltern so informieren, was es alles gibt in der Stadt, welche Möglichkeiten sie haben, welche Hilfen sie erhalten können. "Wir arbeiten in Mülheim seit Jahren an einem sozialen Frühwarnsystem, damit wir nicht erst reagieren, nachdem etwas Schlimmes passiert ist", sagt Martina Wilinski. Denn die Erfahrung zeige, dass viele Familien Hilfe bräuchten. Der neueste Baustein ermögliche es nun, "sofort nach der Geburt anzusetzen." Dennoch, betonen alle Beteiligte, dürfe man dies nicht als Versuch der Kontrolle missverstehen. "Es ist ein Angebot, das wir machen." Ein Angebot an Informationen und ein Angebot zum Gespräch. Deshalb ist der Familienbesuchsdienst auch nach Stadtteilen unterteilt, die Besucherin bleibt im Notfall auch für längere Zeit die Ansprechpartnerin.

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Stand: 04.01.2010

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