Bewerbung um Fachhochschule Westliches Ruhrgebiet im Finale
Überzeugende Präsentation in Düsseldorf
Das Bewerbungskonsortium für die Ansiedlung einer Fachhochschule (FH) in Mülheim an der Ruhr und Bottrop hat am 31. Oktober ein überzeugendes Konzept für den Neubau der "Fachhochschule Westliches Ruhrgebiet" vor einer mehrköpfigen Jury der Landesregierung in Düsseldorf vorgestellt. Die UnternehmerverbandsGruppe, die IHK zu Essen sowie die Städte Mülheim an der Ruhr und Bottrop erläuterten die Pläne für eine "vernetzte, internationale und unternehmerische FH mit offenen Strukturen, Ambiente und Flair" und einer Kapazität von 2.500 Studienplätzen. Die Fachhochschule soll ihren Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr und einen Nebenstandort in Bottrop haben.
Unsere Bewerbung um die FH Westliches Ruhrgebiet zeichnet sich durch ein überzeugendes Gesamtkonzept aus, das in guter Zusammenarbeit mit den beteiligten Städten, Forschungseinrichtungen und den Unternehmen der Region erarbeitet wurde. Darüber hinaus trifft das Vorhaben auf eine breite, parteiübergreifende politische Unterstützung. Ich bin davon überzeugt, dass wir gute Chancen haben," resümiert Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld das Ergebnis der Präsentation.
Bottrops Oberbürgermeister, Peter Noetzel, teilt die Meinung Dagmar Mühlenfelds und setzt darüber hinaus insbesondere Wert auf die positive Standortentwicklung nach dem Strukturwandel für die vom Kohlerückzug betroffenen Kommunen in NRW. Bottrop ist hier der größte Kohlerückzugsstandort.
Zur Präsentation waren auch der Präsident der UnternehmerverbandsGruppe, Heinz Lison, der IHK-Präsident Dirk Grünewald, der Geschäftsführer der Mülheim & Business GmbH Wirtschaftsförderung, Jürgen Schnitzmeier und Dr. Iring Wasser, Geschäftsführer der ASIIN-Consult GmbH mit angereist, um für den Standort, deren Vorteile und die Chancen einer Fachhochschule Westliches Ruhrgebiet eindrucksvoll zu werben und so die Bedeutung für die Region und deren Menschen herauszustellen.
Tenor aller Beteiligten: Das westliche Ruhrgebiet mit seinen rund 2 Millionen Einwohnern braucht einen direkten Fachhochschul-Zugang.
Strukturwandel, Fachkräftemangel...das sind nur zwei Gründe, weshalb es sich lohnt in diese Region zu investieren. Eine Investition in Bildung und Qualifizierung und in Forschung und Entwicklung ist enorm wichtig für die Fortsetzung einer erfolgreichen Wirtschaftsförderungspolitik. Die breite Unterstützung zahlreicher Unternehmen macht dies deutlich.
(v.l.): Dr. Iring Wasser, Dirk Grünewald, Peter Noetzel, Dagmar Mühlenfeld, Heinz Lison und Jürgen Schnitzmeier bei der Vorstellung des Konzeptes für den Neubau einer "Fachhochschule Westliches Ruhrgebiet"
Foto: Walter Schernstein
Dass die FH Westliches Ruhrgebiet zudem eine eng vernetzte, internationale und unternehmerische Fachhochschule mit offenen Strukturen, Ambiente und Flair ist, deren Konzept regional abgestimmt und mit den Unternehmen, Schulen und wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen der Region vernetzt ist, hat darüber hinaus ihren besonderen Reiz. Der Hauptstandort in unserer Stadt liegt direkt an der Ruhr; im städtebaulichen Projektgebiet Ruhrbania, mit der Mülheim in den nächsten Jahren seine Innenstadt bis ans Wasser baut. Für Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Wirtschaftsförderer Jürgen Schnitzmeier ein wichtiger Aspekt. "Der Standort erfüllt sämtliche Anforderungen eine Hochschule und bietet durch seine Lage das Potenzial für einen überregional und architektonisch ausstrahlenden Standort, der darüber hinaus die Mülheimer Innenstadt beleben wird."
Sechs Anträge auf Neugründung einer Fachhochschule und sieben Konzepte zum Ausbau bestehender Fachhochschulen erhalten die Gelegenheit, ihre Konzepte in der Endrunde des Wettbewerbs zum Ausbau der Fachhochschullandschaft in NRW zu präsentieren. Für die zweite Runde wurden folgende Antragsteller ausgewählt:
Neugründung
Städte Mülheim, Bottrop, Unternehmerverbandsgruppe Duisburg, IHK zu Essen
Städte Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg
Städte Hamm und Lippstadt
Kreis Unna
Kreis Kleve
Kreis Minden-Lübbecke
Ausbau
FH Aachen
FH Bochum
FH Dortmund
FH Gelsenkirchen
FH Köln
FH Niederrhein,
Fachhochschulverbund Westfalen (FHen Bielefeld, Münster, Ostwestfalen, Südwestfalen)
Bis zu 5.000 der insgesamt 10.000 neuen Studienplätze sollen damit in den vom Rückzug des Steinkohlebergbaus betroffenen Regionen geschaffen werden.
Bis Mitte November wird die Jury eine Empfehlung erarbeiten. Auf der Basis dieser Empfehlung will die Landesregierung Ende November eine Kabinettentscheidung treffen, welche Fachhochschulen in den nächsten Jahren neu- beziehungsweise ausgebaut werden sollen. Spätestens 2013, wenn der so genannte Doppelabitur-Jahrgang durch die auf 12 Jahre verkürzte Schulzeit erstmals zum Tragen kommt, sollen die 10.000 neuen Studienplätze in den MINT-Fächern zur Verfügung stehen.
Kontakt
Stand: 04.11.2008







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