Beykoz - Mülheims neue Partnerstadt
Fragen an
Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld
zur Städtepartnerschaft mit Beykoz
Wie kam es zu der Initiative, eine Städtepartnerschaft mit der türkischen Stadt Beykoz einzugehen?
Dagmar Mühlenfeld:
Bereits 2003 regten Mülheimer Bürger türkischer Herkunft die Begründung einer Städtepartnerschaft mit einer türkischen Stadt an. Auf diese Weise sollte ein Mehr an Begegnung zwischen den Menschen in den Städten zu einem Mehr an Verständnis für die deutsche und türkische Kultur und Mentalität und damit zu einem besseren Miteinander in der Stadt führen.
Dies entsprach exakt meiner Vorstellung über die neue Rolle von Städtepartnerschaften in einer globalisierten und internationalen Welt, besonders in einem immer rascher wachsenden Europa.
Inzwischen ist dies offizielle EU-Politik
In welchen Bereichen werden die Schwerpunkte dieser neuen Partnerschaft liegen?
Dagmar Mühlenfeld:
Dem Wesen von Städtepartnerschaften entsprechend werden Begegnungen zwischen den BürgerInnen von Mülheim und Beykoz stehen. Begegnungen zwischen Kindern und Jugendlichen kommt dabei ein besonderes Gewicht zu. Daneben werden alle gesellschaftlichen Gruppen, die sich aktiv an der Gestaltung der Partnerschaft beteiligen, ihre Schwerpunkte setzen. Das hat im Übrigen schon vor gut 2 ½ Jahren begonnen. Viele Projekte laufen bereits. Beteiligt sind Sportvereine, Schulen, Kindergärten, Gesangsvereine, Kirchen, Moscheevereine, die Kultur ist in allen Facetten vertreten, von der Musik über Theater bis zur Bildenden Kunst. Teile der Verwaltung arbeiten ebenso an Projekte wie beide Mülheimer Krankenhäuser. Sie alle werden Schwerpunkte setzen insbesondere im Bereich Bildung, gemäß dem Motto: miteinander lernen, voneinander lernen..
Welche Chancen bietet die Städtepartnerschaft mit Beykoz für Mülheim an der Ruhr?
Dagmar Mühlenfeld:
Die für mich wichtigste Chance besteht in der Möglichkeit, sich der eigenen Kultur, der eigenen Herkunft besser bewusst zu werden, indem man eine andere kennen- und verstehen lernt. Auf dieser Grundlage lässt sich die Idee einer europäischen Identität mit Leben füllen. Wir alle, besonders die nächsten Generationen können auf diese Weise befähigt werden, eine Welt in Freiheit, Wohlstand und Sicherheit auf den Fundamenten kultureller Vielfalt zu bauen.
Welches Projekt liegt Ihnen besonders am Herzen?
Dagmar Mühlenfeld:
Kein einzelnes Projekt, vielmehr alle, in denen Kinder und Jugendliche an stadtgesellschaftlichen Themen zusammenarbeiten.
Kontakt
Stand: 11.02.2008













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