Bilanz Stadthalle

"Halle für alle"

Stadthalle: Ufer+FontäneBilanz Stadthalle Modernste Technik und neue Marketing-Strategie Natürlich hoffen alle, dass die modernste Technologie nie zum vollen Einsatz kommt:

Doch für den Fall eines Brandes ist die Stadthalle jetzt mit einem optimalen Frühwarnsystem ausgestattet! Weit mehr als "nur" zahlreiche bauliche Verbesserungen kann Stefan Zowislo, Geschäftsführer der MST Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH, nach knapp eineinhalb Jahren Stadthallen-Management präsentieren: Marketing und Service wurden ebenso "umgekrempelt" – mit deutlichen Erfolgen! Allein die neue Brandmeldeanlage wartet mit echten Superlativen auf: 750 Rauch- und Druckmelder sorgen für Sicherheit vom Keller bis zum Dach, 25 km Kabel vernetzen die Anlage. "Diese Anlage ist die derzeit modernste in ganz Mülheim an der Ruhr," erklärt MST-Geschäftsführer Stefan Zowislo. Die Direktschaltung zur Feuerwehr garantiert eine schnelle Reaktion, die Evakuierungsanlage mit Lautsprechern und Sirenen erleichtert das Allerwichtigste:
Stadthalle nachts Die sofortige Räumung der Halle bei "vollem Haus". Neue Elektroakustikanlagen mit 120 Lautsprechern und neun Kilometer Leitungen dienen vor allem der Sicherheit. "Die Lautsprecher sind aber natürlich auch ideal geeignet, um unsere Gäste zu begrüßen und zu informieren," sieht Stefan Zowislo den erfreulichen "Nebeneffekt". Neue Brandschutztüren sichern nun die Treppenhäuser, die alten Terrassen- und Foyertüren wurden technisch aufgerüstet – und passen doch, optisch nahezu unverändert, nach wie vor zum Stil des Hauses. Der Kunstgriff gelang auch im Bereich des geschwungenen Treppenaufgangs: Ein ganz neues Treppenhaus mit Ausgang zur Terrasse wurde geschaffen, das sich ohne jeden sichtbaren Übergang an das vorhandene anpasst! Noch größeres Kunststück: Alle Umbauarbeiten, für die gut 1,2 Mio. EUR investiert wurden, haben den laufenden Betrieb – von Januar 2003 bis März wurde gearbeitet – nicht eingeschränkt! Zur Erfüllung weiterer Sicherheitsstandards wie etwa beim dringend renovierungsbedürftigen Eisernen Vorhang sieht Stefan Zowislo die Stadt weiterhin in der Pflicht. Ebenso kann weiterer Personalabbau im Technik-Bereich die angespannte Haushaltssituation entlasten. 1,7 Mio. Euro kostet die Halle jährlich, davon zahlt die Stadt 1,1, Mio. Euro als Betriebskostenzuschuss an die MST GmbH, die selber die restlichen 600.000 Euro erwirtschaften muss. Dank der Marketing-Strategie der MST GmbH ein durchaus realistisches Ziel: Zufriedene neue Kunden sorgen für gute Einnahmen – Stadthalle und Schloß Broich werden als Ort zum Tagen und Feiern auch von großen Unternehmen wie McDonalds oder Vorwerk gerne genutzt. Etliche Mieter haben bereits langfristige Verträge abgeschlossen oder ihre nächste Buchung avisiert. Im Mai wird erstmals auch der Deutsche Städtetag hier tagen! Bis 2007 sieht das Investitionsprogramm insgesamt Maßnahmen in Höhe von rund 10 Mio. Euro vor, mit denen außer den dringenden sicherheitstechnischen Umbauten auch ein umfassendes "Facelifting" von Stadthalle und Schloß Broich realisiert werden soll. Neue Stühle im Gastronomiebereich, zeitgemäßes Equipment vom Beamer bis zur Mikrofonanlage, ein ansehnlicher Bühneneingang oder neue Toiletten stehen unter etlichem anderen auf der Liste. "Bessere und erweiterte Angebote im Bereich der Gastronomie sowie ein Hotel-Neubau gleich neben der Halle könnten die Attraktivität des Ensembles weiter steigern", beschreibt Stefan Zowislo die mittelfristigen Ziele: "Der Weg ist beschritten. Und die Schlüsselübergabe der Gebäude an die MST GmbH zum symbolischen Kaufpreis von einem Euro schafft mit der längst überfälligen Planungssicherheit die Grundlage für eine optimale Positionierung der "Halle für alle"!"

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Stand: 27.03.2004

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