Bildungskonferenz: 150 Teilnehmer tauschten ihre Ideen und Denkanstöße aus

"Bildung ist die Zukunftsaufgabe unserer Gesellschaft, in die man nicht genug insvestieren kann." So begründete Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, warum die 2004 in der Stadthalle begonnene Bildungskonferenz Ende April 2005 in der Realschule Stadtmitte fortgesetzt wurde. Dieses Plenum, das zur festen Einrichtung werden soll, sieht sie als "Treffpunkt, bei dem Ideen ausgetauscht und kreiert werden können. "Werben Sie für diese Idee," forderte Mühlenfeld die etwa 150 Teilnehmer aus Schulen, Kindergärten, Elternschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Familienbildung auf.

(Foto: Walter Schernstein)

Dass Kindergärten einen "eigenständigen Bildungsauftrag" haben, wenn es darum geht, das natürliche Bildungspotenzial der Kinder zu fördern, machte Erika Minor (Kirchenkreis An der Ruhr) für die Arbeitsgruppe Elementare Bildung deutlich. Diese arbeitet an einem mehrsprachigen Flyer, der Grundlagen und Inhalte der Mülheimer Kindergartenangebote vermitteln soll. Außerdem wird ein gemeinsamer Auftritt aller Mülheimer Kindertagesstätten beim Weltkindertag im September vorbereitet. Für die Arbeitsgruppe Partizipation stellte Reiner Krafft (Familienbildungswerk Eltern werden, Eltern sein) das Instrument Erziehungspartnerschaft vor. Krafft betonte, dass die bereits an einigen Schulen existierenden Bildungs- und Erziehungsvereinbarungen ab 1. August gesetzlich vorgeschrieben werden. Dass nicht nur Vereinbarungen zwischen Schule, Schülern und Eltern, sondern auch praktische Projekte, wie etwa eine von Eltern gemachte Schulzeitung, eine Schülerfirma oder ein von Müttern betreuter Frühstückskiosk die Erziehungspartnerschaft mit Leben erfüllen und den Schulalltag positiv beeinflussen können, zeigte er beim "Markt der Möglichkeiten". Erfolgsbeispiele für zu dokumentieren und öffentlich zu machen, ist in dieser Arbeitsgruppe ebenso das Ziel, wie in der von Thomas Aring (Berufsbildungswerkstatt) geleiteten Gruppe. Sie befasste sich mit dem Übergang von der Schule ins Berufsleben und bereits vorhanden Beispielen für eine erfolgreiche Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft. Allgemeinen, aber nicht weniger wichtigen Grundsatzfragen stellte sich die von Hans-Jürgen Hallmann geleitete Arbeitsgruppe. Hier wurde etwa darüber gesprochen, was wir nach Pisa von skandinavischen Schulmodellen mit späterer Differenzierung lernen können oder wie man "mehr Bewegung" in den Schulalltag bringen kann. (T.E./NRZ)

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Stand: 27.04.2005

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