Bodenschonende Landwirtschaft

Die meisten landwirtschaftlich genutzten Flächen befinden sich im Süden und Südwesten des Stadtgebietes. Rechts der Ruhr findet man besonders fruchtbare Böden. Dort wird Ackerbau betrieben.

Landwirte benötigen fruchtbare Böden

Pflanzen beziehen Wasser und Nährstoffe, die sie zum Wachsen benötigen, aus dem Boden. Dort, wo sie gute Wachstumsbedingungen finden, können Pflanzen auch Wurzeln schlagen. Auf manchen Böden werden Pflanzen besonders gleichmäßig und gut mit Luft, Wasser und Nährstoffen versorgt. Wenn dort Nahrungspflanzen, Futterpflanzen oder energieliefernde Pflanzen angebaut werden, können hohe Erträge erzielt werden. Solche Böden bezeichnen Landwirte als fruchtbar.

Seit vielen Jahrtausenden werden Felder auf solchen nutzbaren Böden angelegt und bebaut. Unsere Vorfahren wirtschafteten noch in anderer Form als heute. Wenn ein Acker keine Erträge mehr brachte, weil er erschöpft war, wurde an anderer Stelle neues Ackerland gewonnen. Später begannen die Bauern durch angepasste Fruchtfolgen und Nährstoffzufuhr (Düngung) die Erträge zu steigern.

Durch den Einsatz von mineralischen Düngern und Weiterentwicklung der Landtechnik werden landwirtschaftliche Flächen seit über einhundert Jahren zunehmend intensiv bewirtschaftet. Die Erträge der erzeugten Pflanzen, bezogen auf die Fläche, wurden dadurch enorm gesteigert.

Die Legende zur Karte der landwirtschaftlich genutzten Flächen im Stadtgebiet weist Ackerflächen, Grünlandflächen, Obstanbauflächen und Brachflächen aus.

Bodenschonende Bewirtschaftung

Damit die häufig als Ackerboden genutzten fruchtbaren Böden erhalten bleiben, betreiben viele Landwirte hierzulande eine möglichst nachhaltige Landwirtschaft. Diese soll dafür sorgen, das Böden vor Abtrag der obersten Humusschicht durch Erosion geschützt sind. Sie soll die Verdichtung von Böden verhindern und das Bodengefüge mit einem reichen Bodenleben erhalten.

Wie kann dies erreicht werden?

  • durch eine Bepflanzung, die an den Bodenstandort angepasst ist
  • durch minimale Bodenstörung beispielweise Pflügen ohne Wenden
  • durch geringere Radlasten und Reduzierung der Überfahrung durch Arbeitsmaschinen
  • durch Bodenbedeckung mit Pflanzenrückständen oder Zwischenfrüchten außerhalb der Wachstumsphase
  • Mehrjährige Fruchtfolgen mit einer Vielfalt an Pflanzenarten und Wurzelsystemen
  • durch pflanzen- und standortangepasste Düngung

Möchten Sie mehr über Bodenschutz in Mülheim an der Ruhr erfahren?

Hier geht es weiter zu Bodenschutz heute

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Stand: 05.04.2011

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