Bodenschutzkonzept - Stadt Mülheim an der Ruhr

Bodenschutzkonzept

Böden sind unsere wesentliche Existenzgrundlage. Sie treten in vielfältigen Erscheinungsformen auf. Es gibt tiefgründige und flachgründige Böden, auch nährstoffarme und nährstoffreiche Böden.

Manche Böden haben hervorragende Eigenschaften als Wasserspeicher, durch andere sickert Niederschlagswasser ohne Verweilzeit hindurch. Aufgrund der Vielfalt der Ausprägung und Eigenschaften von Böden, erfüllen sie vielfältige Funktionen im Naturhaushalt.

Gleichzeitig werden Böden vielfältig genutzt, beispielsweise zum Anbau von Pflanzen in der Land- und Forstwirtschaft. Sie sind Siedlungs- und Verkehrsfläche. Rohstoffe, die im und unter dem Boden lagern, werden abgebaut.

Böden haben eine Vielzahl von Funktionen. Natürliche konkurrieren mit den Nutzungsfunktionen,  um unsere Böden.

Diesen Nutzungskonflikt gilt es zu lösen!

Anders als Wasser und Luft sind Böden ortsfest. Sie brauchen lange Zeit, um sich zu entwickeln. So entstehen in unseren Breiten in rund 1000 Jahren etwa ein bis fünf Zentimeter Boden. Ein versiegelter, abgetragener, erodierter oder verunreinigter Boden ist hinsichtlich seiner Funktionserfüllung stark beeinträchtigt, meist ist er unwiederbringlich verloren!

Darum ist der Bodenschutz schon lange Ziel zahlreicher Initiativen auf allen staatlichen Ebenen, so auch in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung.
Ein Ziel dieser Strategie ist es, den Flächenverbrauch für Siedlungs- und Verkehrsflächen auf 30 Hektar bis zum Jahr 2020 zu beschränken.
Machen wir uns klar was dies eigentlich bedeutet: Täglich werden in der Bundesrepublik etwa 100 Hektar natürlicher, funktionsfähiger Boden in Flächen für Verkehr und Siedlung umgenutzt (Bodenverbrauchszähler). Meist handelt es sich um Acker- und Grünflächen. Dies geht mit der Zerstörung der Böden einher.

In diesem Zusammenhang ist die Entwicklung des Mülheimer Bodenschutzkonzepts damit mehr als ein Zeichen der Zeit. Es ist die bedarfsorientierte Umsetzung des vorsorgenden Bodenschutzes auf kommunaler Ebene.

Ziel des Konzeptes ist es, den Schutz des Bodens in die nachhaltige Planung der Stadt zu integrieren sowie Planern und Entscheidungsträgern ein Instrument an die Hand zu geben, mit dem sie einfach und nachvollziehbar Flächen schutzwürdiger und weniger schutzwürdiger Böden, im Sinne einer neuen "Flächenkreislaufwirtschaft", identifizieren können.

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Stand: 04.09.2017

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