Bodenstation 2
Der Waldboden-ein Blick in das verborgene Leben der Unterbodenwelten II
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Lebensraum Boden Wenn Sie dem Höhenweg in den Witthausbusch hinein folgen, dann treffen Sie an einer Hangflanke auf einen Bodenanschnitt. Hinter einer Tür im oberen Teil des Bodenprofils verbirgt sich ein dunkler Oberboden. In der Auflage sind teilweise zersetzte Pflanzenreste zu erkennen. Mit ein wenig Glück sind größere Bodentiere wie Würmer, Asseln, Schnecken und mehr einen Augenblick sichtbar, dann verschwinden sie aber schnell im Dunklen. Der Oberboden ist Lebensraum unzähliger Bodenbewohner. Die meisten davon sind mikroskopisch klein. Im unteren Teil des Bodenprofils können neugierige Besucher den typisch gelb-braunen Unterboden finden, der sich hier aus den fruchtbaren Lösslehmen entwickelt hat. Regenwürmer können sich bis in diesen Unterboden vorarbeiten. Sie lockern und vermischen so Minerale und Humus und sorgen für wasserleitende Poren. Hier im Witthausbusch hat dieser besonders nährstoffreiche und fruchtbare Boden seine natürliche Buchenwaldvegetation erhalten. |
Es riecht nach Waldboden Was da eigentlich riecht sind Bodenbakterien und Bodenpilze. Sie bilden Lebensgemeinschaften mit Pflanzen und versorgen diese mit gelösten Nähstoffen aus dem Boden. Im Gegenzug profitieren sie von den Stoffwechselprodukten der Pflanze aus der Photosynthese. Manche Bakterien produzieren dabei einen Stoff (Geosmine), der den würzigen Erdgeruch ausmacht. Wohin mit dem ganzen Abfall Weit mehr Lebewesen existieren im Boden als auf dem Boden, der überwiegende Teil davon in den obersten 30cm. Dies sind Bakterien, Pilze, Milben, Asseln, Springschwänze, Insektenlarven, Würmer, Maulwürfe, Mäuse und viele mehr. Diese Bodenbewohner sind Bestandteil stark verflochtener Lebensgemeinschaften. Sie zerkleinern und zersetzen abgestorbene Pflanzen und Lebewesen bis hin zu ihren anorganischen Grundstoffen und sie wandeln Streu in Humusstoffe. Diese Lebewesen sind eng an ihre Umgebung angepasst. |
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