Bodenstation 6

Keine Lebenszeichen mehr in der Bodenwüste - Die Säulen von Mülheim


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Neubebauung einer ehemals als Ziegelei genutzten Fläche

Sind Pfahlbauten eine Lösung?

Mitten in der Innenstadt - wer denkt dort schon an Boden? Wir haben ihn an die Oberfläche geholt. Dort, wo sich einmal Boden befand finden wir Bauschutt, frostfrei verfüllte Leitungsschächte, Kabel, Rohre, Tragschichten aus gleichmäßig gekörnten Baustoffen, Siedlungsreste.......

Hier hat Boden ein einzige Funktion. Er ist Baugrund für Häuser, Straßen, Tiefgaragen, U-Bahnhöfe.

Boden hat aber auch viele natürliche Funktionen. Es ist gut, wenn wir an anderer Stelle im Stadtgebiet Raum lassen für die Vielfalt des Lebens im und auf dem Boden.

Flächensparendes Bauen und die Wiedernutzung von Flächen, die schon mal bebaut waren helfen hierbei.

Mancherorts tief im Verborgenen erkennen wir die Reste eines natürlichen Bodens. Hier, im Auenbereich der Ruhr kommen ursprünglich braune Aueböden, die sogenannte Vega auf den Flussterassenschottern des Ruhrtales vor.

 

 

 

Umgelagerter Boden wird auf einer Miete aufgeschichtet. Der Boden stammt von einem Feld am Niederrhein, wo zukünftig Kies abgebaut wird. Es findet umgelagert neue Verwendung bei der Sanierungsmaßnahme Zinkhütte Eppinghofen.

Kann man Boden verbrauchen?

Boden ist ortsfest. Schicht für Schicht hat er sich entwickelt und bildet so neben der naturräumlichen Entwicklung auch die Siedlungsgeschichte am Ort seiner Entwicklung ab. Tiere, Pflanzen und Bodenlebewesen sind an diesen speziellen Ort angepasst. Sie leben hier miteinander und voneinander. Ein Bagger, der Boden entfernt, gleicht einem verheerenden Erdbeben. Stellen Sie sich einmal vor, sie müssten auf einmal auf dem Kopf laufen, die Nachbarn sind verschwunden und den Lebensmittelladen gibt es auch nicht mehr.

So eine grüne Stadt, was geht mich das alles an?

Dort, wo wir leben, nutzen wir Flächen als Siedlungs- und Verkehrsflächen. Das sind Gebäude, Straßen zugehörigen Freiflächen, Betriebsfläche, Erholungsflächen. In Mülheim an der Ruhr wurden bereits etwa 57% der Böden- das sind 5236ha so benutzt. Diese Flächen sind nicht vollständig versiegelt, da hierin auch Flächen für Hofräume, Grünflächen, Seitenstreifen enthalten sind. Der Anteil der vollständig versiegelten Flächen beträgt etwa 3003 ha. Das sind etwa 32% des Stadtgebietes.

Bei der Umwandlung von freier Fläche in Siedlungs- und Verkehrsfläche spricht man auch von Flächenverbrauch.

Jeden Tag verbrauchen wir so neue Fläche und damit auch Boden.

Weiterführende Informationen:

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Stand: 10.06.2010

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