Brand einer Kfz-Werkstatt Geitlingstraße am 8.1.2009
Obwohl der zufällig anwesende Eigentümer den Feuerschein im hinteren Bereich der zirka 20 mal 20 Meter großen Halle noch sah, waren seine Löschversuche mittels Feuerlöscher vergebens. Auch seinen PKW konnte er nicht mehr aus der Halle retten. Personen waren nicht im Gebäude. Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen die Flammen bereits aus dem Dach der Halle.
Zum Brand einer Kfz-Werkstatt auf der Geitlingstraße kam es am Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr.
Noch während des ersten Löschangriffs kam es vermutlich durch eine Gasflasche zur Explosion und das Rolltor der Halle wurde herausgeschleudert. Durch die Druckwelle wurden zwei im Bereich des Tores einsatzbereite Feuerwehrmänner umgeworfen. Sie blieben gottseidank unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon.
Trotz des Einsatzes von zwei Löschzügen der Berufs- und einem Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr mit insgesamt zirka 50 Einsatzkräften konnte ein Übergreifen des Brandes auf das innenliegende Büro sowie den zweigeschossigen Wohnbereich nicht verhindert werden.
Ein Übergreifen auf den restlichen, zirka 50 Meter langen Gebäudeteil aus Lagerräumen und einem Wohnbereich konnte jedoch verhindert werden. Unter anderem waren zwei Wasserwerfer über Drehleitern, ein Schaumrohr zur Bekämpfung eines Heizölbehälterbrandes und 6 weitere Strahlrohre im Einsatz. Im Laufe der Löscharbeiten kam es zu weiteren Zerknallen von Gasflaschen. Weiterhin erschwerend für die Einsatzkräfte war die auch in dieser Nacht herrschende extreme Kälte. Damit das Wasser in den Pumpen und Schläuchen nicht einfror, musste es ständig zirkulieren. Abfließendes Löschwasser machte die Einsatzstelle zu einer riesigen Eisfläche, da es durch die zugefrorenen Gullis nicht ablaufen konnte.
Bei Temperaturen von minus 8 Grad Celsius halfen hier ein Bus der Mülheimer Verkehrsbetriebe sowie der Betreuungsdienst vom Roten Kreuz aus Mülheim. Hier konnten sich die Einsatzkräfte zwischendurch aufwärmen und wurden mit heißen Getränken und Eintopf versorgt. Gegen 23.15 Uhr war der Brand schließlich unter Kontrolle. Um 4.00 Uhr konnte ein Großteil der Einsatzkräfte einrücken. Wegen immer wieder aufflammender Brandnester blieb eine vierköpfige Brandwache mit einem Löschfahrzeug vor Ort und ist auch bis in die Mittagsstunden des Folgetages immer noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Diese gestalten sich schwierig, da das Gebäude wegen Einsturzgefahr nicht betreten werden darf.
Bis zum frühen Morgen war die Geitlingstraße von der Hardenbergbrücke bis zur Hausnummer 100 gesperrt. Die Brandursachenermittler der Kripo gehen nach Abschluss ihrer Untersuchungen von einem technischen Defekt aus. Der Schaden soll einige hunderttausend Euro betragen.
Außerdem stellte das DRK noch einen Stromerzeuger für die zwei angrenzenden Wohnungen, da der Strom für den gesamten Komplex abgeschaltet werden musste.
Kontakt
Stand: 04.02.2009













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