Brand einer Lagerhalle an der Saalestraße am 30. Januar 2010
Die Berufsfeuerwehr wurde um 19.33 Uhr durch die Brandmeldeanlage in einem großen Gebäudekomplex an der Saalestraße alarmiert.
In diesem Gebäudekomplex ist neben einer KFZ-Werkstatt und verschiedenen anderen Firmen das Berufsbildungswerk untergebracht. Beim Eintreffen des Löschzuges der Hauptfeuerwache brannte es in einem Anbau, die Flammen schlugen bereits aus den Fenstern und das Feuer hatte auf ein neben der Halle stehendes Wohnmobil übergegriffen. Der ersteintreffende Einsatzleiter erhöhte sofort die Alarmstufe, so dass der Löschzug der Feuerwache Heißen, zwei weitere Führungsdienste und die Freiwillige Feuerwehr alarmiert wurden.
Die Einsatzstelle wurde in zwei Abschnitte aufgeteilt, so dass jeweils ein Löschzug von je einer Gebäudeseite einen Löschangriff vornehmen konnte. Ein Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr wurde einem Abschnitt zugeteilt und unterstütze die Löscharbeiten. Die Brandbekämpfung wurde durch die frostigen Temperaturen erheblich erschwert. So konnte zwei Hydranten erst mühsam mit einem Auftaugerät betriebsbereit gemacht werden. Um genügend Löschwasser trotz der Probleme mit den zugefrorenen Hydranten zu bekommen, wurden zwei Sonderfahrzeuge mit jeweils einem Abrollbehälter mit 10.000 und 5.000 Liter Wasser zu Einsatzstelle nachgefordert. Die Löscharbeiten konnten aufgrund der starken Rauchentwicklung ausschließlich unter Atemschutz vorgenommen werden. Dazu wurde ein weiteres Sonderfahrzeuge mit einem Abrollbehälter mit zusätzlichen Atemschutzgeräten zur Einsatzstelle nachgefordert.
Aufgrund des sofortigen, massiven Löscheinsatzes konnte ein Übergreifen der Flammen auf die übrigen Gebäudeteile verhindert werden. Lediglich der Anbau brannte vollständig aus. Die verrauchten Geschäftsräume einer im Gebäude befindlichen Firma wurde umfangreich mit Überdrucklüftern belüftet.
Ein Feuerwehrmann stürzte in der völlig verqualmten Halle in eine offene Grube und wurde so erheblich verletzt, dass er mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Er konnte aber nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen.
Zusätzlich wurden auch die dienstfreien Kräfte der Berufsfeuerwehr alarmiert. Die Freiwillige Feuerwehr besetzte während des Einsatzes zwei weitere Löschfahrzeuge und die dienstfreien Kräfte der Berufsfeuerwehr einen weiteren Löschzug. So konnten nicht nur der Brandschutz für das Stadtgebiet sichergestellt werden, sondern es waren auch genügend Feuerwehrleute auf den Feuerwachen in Bereitstellung, um das vor Ort eingesetzte Personal austauschen zu können. Dies war auf grund der frostigen Temperaturen auch nötig.
Durch das Deutsche Rote Kreuz wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr insbesondere mit heißen Getränken versorgt.
Insgesamt waren 50 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, 26 Freiwillige Feuerwehrleute und 10 Helfer des DRK im Einsatz.
Die Nachlöscharbeiten dauerten noch bis nach Mitternacht an. Eine Brandwache verbleibt bis in die Nachtstunden an der Einsatzstelle.
Kontakt
Stand: 02.02.2010













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