Archiv-Beitrag vom 17.03.2015Brückenbauer zwischen Modell-Katalyse und industrieller Umsetzung

MPI CEC-Direktor Robert Schlögl erhält Alwin Mittasch-Preis 2015

Professor Robert Schlögl, Direktor des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion in Mülheim und des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, wurde im März auf dem Jahrestreffen Deutscher Katalytiker in Weimar mit dem Alwin Mittasch-Preis 2015 ausgezeichnet. Damit wurden seine umfassenden Beiträge zur Charakterisierung von heterogenen Katalysatoren und deren Aufbereitung für industrielle Anwendungen gewürdigt, mit denen ihm ein Brückenschlag zwischen Modell-Katalyse und der komplexen technischen Katalyse gelungen ist. Seine Arbeiten ermöglichen ein grundlegend neues Verständnis katalytisch aktiver Materialien, so dass künftig eine effektivere Entwicklung von Katalysatoren für den industriellen Einsatz möglich ist.

MPI CEC-Direktor Robert Schlögl erhält Alwin Mittasch-Preis 2015. V.l.: Prof. Martin Muhler, Vorsitzender von GeCatS, Prof. Robert Schlögl, Dr. Dirk Demuth, BASF SE (Stifter des Preises), Prof. Kurt Wagemann, DECHEMA e. V.

v.l.: Prof. Martin Muhler, Vorsitzender von GeCatS, Prof. Robert Schlögl, Dr. Dirk Demuth, BASF SE (Stifter des Preises), Prof. Kurt Wagemann, DECHEMA e. V.

Mit dem Alwin Mittasch-Preis werden Forscher ausgezeichnet, die sowohl die Grundlagen der Katalyse erweitert als auch beispielhafte Anwendungen in der industriellen Praxis gefunden haben. Dieser international ausgeschriebene Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird von der BASF SE gestiftet und in der Regel alle drei Jahre von der DECHEMA und der Deutschen Gesellschaft für Katalyse (GeCatS) vergeben.
Robert Schlögl studierte Chemie an der Universität München und promovierte dort im Jahr 1982. Nach Postdoc-Aufenthalten in Cambridge, Basel und am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft habilitierte er sich 1989 an der TU Berlin. Es folgte ein Ruf an die Universität Frankfurt als Professor für Anorganische Chemie. Schlögl kehrte dann nach Berlin zurück und ist seit 1994 Direktor und Wissenschaftliches Mitglied am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft. 2011 wurde er zusätzlich Gründungsdirektor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr.

Schlögl erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Er wurde mit der DECHEMA-Plakette in Titan, dem Otto-Bayer-Preis und dem Schunk-Preis für innovative Materialien ausgezeichnet. Weiterhin ist er Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und Honorarprofessor an der TU und Humboldt Universität Berlin sowie an der Universität Duisburg-Essen.
Die Deutsche Gesellschaft für Katalyse (German Catalysis Society GeCatS) ist die Plattform für die gesamte deutsche Katalyse-Community im Bereich Forschung und Anwendung. Sie hat etwa 1100 Mitglieder aus Industrie und Akademia. GeCatS fördert den Austausch zwischen Industrie, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und forschungspolitischen Organisationen und vertritt die Interessen der Katalyse-Community auf nationaler und internationaler Ebene. Die Deutsche Gesellschaft für Katalyse wird getragen von DECHEMA, VDI-GVC, GDCh, DGMK und DBG. (Quelle: DECHEMA)

Weitere Informationen zum Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion.


Stand: 18.03.2015

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