Das verflixte 13. Jahr - Stadt Mülheim auf der CeBIT

CeBit Logo 2003, die CeBit ist vom 12. - 19.03.2003Zu den alten Hasen zählt die Stadtverwaltung inzwischen auf der diesjährigen CeBIT, der weltgrößten Computermesse vom 12. – 19. März in Hannover (Halle 11, Stand F71). Doch das berüchtigte "verflixte 13. Jahr" lässt Manfred Busch, zuständig für den Vertrieb von Kommunalsoftware bei der Stadt, ziemlich kalt: "Wir haben einen festen Kundenstamm, der die Messepräsenz erwartet und trotz der leeren Kassen bei vielen Kommunen, erweitern wir unseren Kundenstamm regelmäßig. Denn mit unserer Software, die vom Anwender für Anwender entwickelt worden ist, lassen sich teilweise oft in kürzester Zeit erhebliche Kosten einsparen."


Im Mittelpunkt der diesjährigen Messe steht einmal mehr das bewährte Verfahren WinAWOS, zur Berechnung der Fehlbelegungsabgabe, Erteilung von Wohnberechtigungsscheinen und der Wohnungsvermittlung, sowie das Informations- und Redaktionssystem "PORtal für Kommunale Internetanwendungen (PORKI)", das im Hintergrund des stadteigenen Internetauftritts www.muelheim-ruhr.de seinen Dienst zuverlässig verrichtet. Das System basiert auf dem Open-Source-Ansatz und ist damit besonders preiswert. Entstanden ist das Programm in Zusammenarbeit mit der eLearning-Schmiede schenck.de AG aus dem Stadtteil Saarn.


Albert Goralsky, Amtsleiter der Datenverarbeitung bei der Stadt Mülheim an der Ruhr, freut sich, denn "damit setzt die Stadt Mülheim an der Ruhr in der Praxis endlich einen Meilenstein für Behörden. Alle reden von Open-Source in Behörden. Doch der Einsatz von Open-Source-Software bleibt fast immer auf den Einsatz als Server-Betriebssystem beschränkt. Mülheim setzt mit seinem innovativen Content-Management-Systems jetzt einen neuen Maßstab mit hohem Einsparungspotenzial für alle Behörden in Deutschland."


Highlights in diesem Jahr


  • Vollintegration der Verzeichnisdienste (Branchen-, Gaststätten-, Immobilien- und Vereinsführer) innerhalb von PORKI sorgen für eine absolut einfache Handhabung und ein besseres Auffinden über die zentrale Suche.
  • Weg von der Karteikarte: Die Verwaltung der Baudenkmalliste erfolgt so, dass nicht nur eine Darstellung im Intranet- und Internet möglich ist. Ein Workflow übernimmt darüber hinaus auch die lästige Bescheiderstellung und informiert alle betroffenen Stellen über mögliche Änderungen.
  • Das bewährte Verfahren WinAWOS geht nun online. In einem ersten Schritt ist es über das Internet möglich, sich in die Wohnungsvermittlung als Wohnungssuchender eintragen zu lassen. Künftige Erweiterungen umfassen die Beantragung von Wohnberechtigungsscheinen und die Antragstellung im Rahmen der Fehlbelegungsabgabe.
  • Eine Online-Schnittstelle zur Gewerbean-, ab- und –ummeldung mit der vollständigen Datenübergabe zur Weiterverarbeitung im Fachverfahren erhöht die Akzeptanz Ihres Online-Auftrittes beim ortsansässigen Mittelstand. Eine Lösung, die übertragbar ist.
  • Abschaffung von Erhebungsvordrucken: Sämtliche Erfassungstätigkeiten im Rahmen statistischer Auswertungen einer Baugenehmigung werden online und auf Wunsch auch vorverlagert durch die Architekten übernommen. Ein interner Workflow bürgt für höchste Datenqualität. Die Übergabe an beteiligte Dienststellen, z. B. dem Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik, erfolgen per XML. 

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Stand: 13.03.2003

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