Demografische Entwicklung eröffnet Perspektiven für die Grundschulentwicklung

Die Stadtverwaltung hat am 12.Januar 2007 die Grundschul-leitungen über ihre Überlegungen zur Fortschreibung der Grundschulentwicklungsplanung informiert.

Für die Bildungsinhalte ist das Land zuständig, die Stadt stellt die Schulinfrastruktur zur Verfügung. "Bessere Bildung braucht auch bessere Schulgebäude", stellt Schuldezernent Peter Vermeulen (Foto) fest, und weist in die Richtung, in die Mülheim gehen soll. Gut ausgestattete, moderne Schulgebäude würden Lehrer kreativer und Eltern aktiver machen. Vermeulen weiter: "Wir müssen Schulen konzentrieren und profilieren!"

Die Zahl der Grundschüler wird in den nächsten sechs Jahren von derzeit gut 6.000 Schülern um zirka acht Prozent sinken. Damit werden im Schuljahr 20011/12 gegenüber heute fast 20 Schulklassen weniger benötigt. Schuldezernent, Peter Vermeulen: "Auch wenn wir Schulen schließen müssen, die Schulwege sollen sicher bleiben!" Um dies zu gewährleisten, wurde das Stadtgebiet nach Sozialräumen betrachtet. Bahntrassen, Verkehrsadern, Wasserwege und -läufe, Industrieflächen gliedern die Stadt. In allen Stadtteilen sollen Schulen fußläufig gut erreichbar bleiben.

Bei der Frage, welche Schulen bestehen bleiben sollen, spielen auch wirtschaftliche Überlegungen eine Rolle. Die Verwaltung schlägt die Schließung von sechs Schulgebäuden vor. "Die eingesparten Sanierungskosten und die Verkaufserlöse für die Liegenschaften können direkt in den Ausbau der Schulinfrastruktur re-investiert werden", sagt Vermeulen und deutet auf mögliche und nötige Erweiterungs- und Neubauten hin. Immerhin summieren sich die Verwaltungsvorschläge auf über sieben Mio. EURO.

Von den vorgeschlagenen Schulmaßnahmen besonders betroffen wäre Styrum und Speldorf.

Die evangelische und die katholische Grundschule in Styrum sollen zu einer Schule verschmolzen werden. Damit die neue Schule eine konfessionelle Bestimmung behält, müssen die betroffenen Eltern hierzu in einem aufwändigen Verfahren entscheiden.

In Speldorf sollen die Grundschulen Blötter Weg und Arnoldstraße zusammengelegt werden. Hier aber sind für die Verwaltung auch Varianten denkbar.

Möglichst schnell aufgelöst werden soll die Grundschule Muhrenkamp. Bereits zum Schuljahrbeginn 1.8.2007 war die Anmeldezahl nicht mehr ausreichend, eine vollständige Eingangsklasse zu bilden.

Die Schulverwaltung möchte die Vorschläge nicht als einen abschließenden Katalog sehen. Schuldezernent Vermeulen sagt, mit der Information an Politik und Schulleitungen ist jetzt die Diskussion eröffnet. Umfangreiche Materialien wurden zusammengestellt und ausgewertet und stehen als Entscheidungsgrundlagen Interessierten zur Verfügung. Am 22. Januar 2007 wird die Bildungskonferenz das Thema beraten. Ab März werden dann die politischen Gremien einen vielleicht aufgrund der erhofften Hinweise überarbeiteten Verwaltungsvorschlag erhalten.

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Stand: 12.01.2007

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