Der Auwald in Kocks Loch
Ursprünglich säumten dichte Auwälder die Ufer der Flüsse
Ähnliche Bedingungen wie im Bruchwald herrschen im Auenwald vor. Mit einem bedeutsamen Unterschied: während es sich im Bruchwald um Grundwasser handelt, welches den Boden so feucht macht, liegt eine Aue am Fluss und wird von ihm überflutet.
Der Boden unter einem Auenwald besitzt oft nur eine dünne Humusschicht, da diese durch die Überflutung häufig weggeschwemmt und an anderer Stelle wieder zusammen mit Pflanzenteilen abgelagert wird. Unter der Humusschicht befinden sich schon die Flusskiesel.
Mit der Überschwemmung gelangen viele Nährstoffe in die Aue. Daher galten Auenböden schon im Mittelalter als besonders fruchtbar. Sie wurden gerodet und in Ackerland oder Grünland umgewandelt. Die jährliche Überschwemmung nahmen die Landwirte dafür gerne in kauf.
Der typische Wald einer Aue ist der Silberweiden-Auenwald.
Wie im Bruchwald, so wachsen im Auenwald Bäume, die an hohe Wasserstände und häufige Überflutung angepasst sind. Jedoch müssen diese auch noch die Kraft der Wasserströmung aushalten.
Es gibt Pflanzen, die an die Bodenverhältnisse eines Auwaldes angepasst sind.
Hohe Wasserstände, Auenböden und Wasserströmung, solche Standorte besiedeln die schmalblättrigen Silberweiden und die Bruchweiden. Ihre Blätter bieten der Strömung wenig Widerstand.
Sie haben außerdem die besondere Fähigkeit, aus einem abgebrochenen Ast wieder einen neuen Baum zu bilden. Diese Fähigkeit machen wir uns zunutze, wenn wir eine Weidenhecke pflanzen oder ein Weidentipi bauen.
Die Silberweide erkennt man an ihren unterseits silbrig glänzenden Blättern.
Wie auch die Bruchwälder sind naturnahe Auwälder sehr selten geworden. Einen solchen Auwald finden wir in Mülheim noch an Kock´s Loch und in der Saarner Ruhraue.
Wie auch die Bruchwälder stehen Auwälder als Lebensraum sogar europaweit unter Naturschutz.
Kontakt
Stand: 05.04.2011



[schließen]
Bookmarken bei