Bismarckturm

1908 bis heute!

Der Mülheimer Bismarckturm hat eine fast 100-jährige Geschichte!

 

Der Bismarckturm als Aussichtsplattform: Blick auf Mülheim

Zur Erinnerung an Otto von Bismarck wurden in Deutschland um die Jahrhundertwende zahlreiche Denkmäler errichtet. Auch Mülheim an der Ruhr sollte eine Bismarcksäule bekommen. Aber die gesammelten Gelder reichten nicht aus. Schließlich stellten Dr. Hermann und Margarethe Leonhard (geb. Stinnes) aus ihrer Stiftung die notwendigen Mittel für den Bau des Bismarckturmes, der 1908 begonnen wurde, zur Verfügung. Ihr Neffe, Kommerzienrat Dr. Gerhard Küchen, wählte den Standort auf dem Kahlenberg aus und beaufsichtigte die Baumaßnahme.

Entworfen wurde der Aussichtsturm von dem Mülheimer Baudezernenten Carl Linnemann.
Am 1. April 1909, dem Geburtstag Bismarcks, fand die Einweihung  statt.

In der folgenden Zeit diente der Turm zunächst als Veranstaltungsort für patriotische Feiern und als Aussichtsturm - Erwachsene konnten ihn für 10 Pfennige, Kinder für 5 Pfennige ersteigen.

Während des Zweiten Weltkrieges war ein Flakposten auf dem Turm stationiert. Bis 1956 nutzten ihn britische Soldaten als Sendeturm.
In den siebziger Jahren sollte die Zeit des Bismarckturmes beendet sein; an seiner Stelle sollten Hochhäuser gebaut werden. Aber 94 % (!) der Mülheimer Bevölkerung wollten den Bismarckturm erhalten, wie eine Leserbefragung in einer Lokalzeitung ergab.

Seit Sommer 1998 ist der Bismarckturm für Besucherrinnen und Besucher zu bestimmten Zeiten wieder zugänglich. Der Bismarckturm bietet als Aussichtsplattform einen wunderbaren Blick auf Mülheim.

Der Mülheimer Bismarckturm ist einer der letzten Aussichtstürme im Ruhrtal - er bietet ein einzigartiges Panorama!

Von der oberen Plattform hat man nach Nordwesten hin eine imposante Aussicht auf Mülheims Stadtzentrum; den Horizont im Westen bilden die ehemaligen Schwerindustrieanlagen von Duisburg und Oberhausen. Der Süden bietet ein ganz anderes Bild von Mülheim: das grüne Ruhrtal mit den ländlichen Stadtteilen Saarn und Mintard. Bei guter Sicht ist sogar der Fernsehturm von Düsseldorf zu erkennen.


Der Bismarckturm als Atelier und Werkstatt!

Im Untergeschoss des Bismarckturmes hat der Mülheimer Bildhauer Jochen Leyendecker sein Atelier eingerichtet. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, dem Entstehungsprozess seiner Plastiken beizuwohnen.

 

Aussicht vom Mülheimer Bismarckturm


Öffnungszeiten:

In der Regel vom 1. März bis 31. Oktober täglich außer montags und samstags von 15.00 bis 17.00 Uhr - bitte vorab im Atelier anfragen.

 


KULTURort BismarckTURM:
Bismarckstraße 22
45470 Mülheim an der Ruhr

Informationen:
Jochen Leyendecker

Telefon / Telefax: 02 08 / 3 88 08 00
E-Mail: jochen.leyendecker@web.de

www.anderart.de/ht_docs/leyendecker/leyendecker.html

 

Anreise per ÖPNV

Straßenbahn 110 ab Stadtmitte
bis Wasserstraße oder Spielplatz

Kontakt


Stand: 04.10.2012

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