Der Prinz von Hessen-Darmstadt würde staunen....
Noch vor dem Umzug ins Technische Rathaus hat das Amt für Geodatenmanagement, Vermessung und Kataster der Stadt Mülheim an der Ruhr sämtliche historischen Katasterkarten gescannt. Eine Automatisierte Liegenschaftskarte wurde bereits in den letzten Jahren erstellt. Die digitalisierten Karten werden dem Stadtarchiv für Recherchen Verfügung gestellt und sollen im künftigen Haus der Stadtgeschichte allen interessierten Bürgern zugänglich gemacht werden. Mit der Fertigung der Automatisierten Liegenschaftskarte und der Scannung der historischen Karten erfüllt die Stadt Mülheim an der Ruhr eine Vorgabe des Landes NRW.
Das Stadtarchiv nimmt außerdem die analogen Kartenexemplare zur sicheren Aufbewahrung in seine Obhut und sorgt in den notwendigen Fällen für eine fachgerechte Restaurierung. Die Karten, die bis in die 1820er Jahre zurückgehen, sind nicht nur eine Geschichtsquelle von unschätzbaren Wert, sondern werden auch heute noch regelmäßig bei Katasterrecherchen der Verwaltung zu Rate gezogen.
Und was hat das alles mit dem Prinz von Hessen-Darmstadt zu tun?
Recherchen haben ergeben, dass bei der ersten Katastervermessung um 1820 dieser Prinz als Grundeigentümer vieler Bauernhöfe registriert wurde. Die einzelnen Bauern seiner Höfe waren damals lediglich Pächter. Diese Hofpacht konnte jedoch nicht ohne weiteres gekündigt und darüber hinaus vererbt werden "Leibgewinne".
Ob der Prinz von diesen Grundbesitzungen überhaupt wusste ist eine Sache. Eine andere wie er dazu kam. Das hängt dann mit dem Besitz über die Herrschaft Broich zusammen, über die es im Stadtarchiv neben umfangreicher Literatur und auch zahlreiche Originalquellen gibt.
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Stand: 25.04.2007













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