Der Zweite Weltkrieg in der Stadt an der Ruhr

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges im September 1939 veränderte sich das Leben der Menschen in Mülheim zunächst kaum. Doch der sich ausweitende Krieg brachte auch das fragile Gefüge in der Stadt zwischen "Wohlfühldiktatur" und "Terrorherrschaft" ins Wanken. Zunehmend radikalisierte sich das Leben. Verfolgung, Verschleppung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung, die Unterbindung abweichenden Verhaltens, eine deutliche Veränderung der Arbeitswelt und Lebensumstände bestimmten immer stärker den Alltag. Im Bombenkrieg und in den letzten Kriegsmonaten als Teil eines großen Kessels, in dem die letzten Kämpfe stattfanden, versanken Teile der Stadt in Schutt und Asche, ohne dass der Lebenswille der Mülheimer gebrochen wurde.

Buchvorstellung. Die Stadt Mülheim an der Ruhr und der Zweite Weltkrieg 1939-1945. V.l. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, Hans-Werner Nierhaus (Autor) und Dr. Ludger Claßen (Klartext Verlag).29.10.2007Foto: Walter Schernstein

"Die Stadt Mülheim an der Ruhr und der Zweite Weltkrieg 1939-1945". V.l. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, Hans-Werner Nierhaus (Autor) und Dr. Ludger Claßen (Klartext Verlag).

Foto: Walter Schernstein

Der Autor, Geschichtslehrer am Mülheimer Otto-Pankok-Gymnasium, geht in seinem Buch "Die Stadt Mülheim an der Ruhr und der Zweite Weltkrieg 1939-1945" den gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und militärischen Aspekten der Kriegsjahre nach. An zahlreichen Beispielen zeigt er auf, was damals in Mülheim geschah, wobei er das Thema jedoch auch eingehend im Kontext des von den Nazis angezettelten Krieges betrachtet. Bei seiner Arbeit stützte sich der Autor auf die Auswertung städtischer Akten.

16 weiterführende Schulen am Ort dürfen sich über je einen Klassensatz des neuen Buches von Hans-Werner Nierhaus freuen.Die knapp 500 Bücher für die Schulen stellt der Essener Verlag kostenlos zur Verfügung - ein ungenannter Sponsor macht es möglich!

"Das Buch ist für mich ein wichtiger Beitrag zum Jubiläumsjahr 2008," so Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld. Es sei ein Stück "Erinnernungskultur" und mit diesem wissenschaftlichen Werk werde "der Stab der Erinnerung an die nächste Generation weitergegeben". 

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Stand: 29.10.2007

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