Archiv-Beitrag vom 04.01.2011Dezember 2010

Liebe Mülheimer und Mülheimerinnen,

liebe Gäste,

die Jury hat im November entschieden: Bottrop ist die Gewinnerin des Wettbewerbs InnovationCity. Wir in Mülheim an der Ruhr haben diese Entscheidung zwar bedauert, denn auch wir haben mit guten Ideen und vor allem viel Engagement unser vielschichtiges Konzept für einen klima- und umweltfreundlichen Stadtbezirk vorbereitet und vertreten. Dennoch bleibt am Ende dieses Wettbewerbs festzuhalten, dass es mit Bottrop zwar eine Gewinnerin, aber keine Wettbewerbsverlierer gibt. Alle Städte, die sich an der Ausschreibung beteiligt haben, konnten für ihre künftigen städtebaulichen, energetischen und umweltpolitischen Ziele viel neues Wissen sammeln und leistungsfähige Netzwerke aufbauen oder stärken. Unsere Region wächst so, auch unter dem Label InnovationCity, immer weiter zusammen.

Die Arbeit geht jetzt weiter, und zwar in städteübergreifenden Arbeitsgruppen und Netzwerken aller 16 Bewerberstädte. Außerdem sind wir ja über die Hochschule Ruhr West institutionell eng mit Bottrop verbunden. Das betrifft auch die Forschung und Entwicklung im Energiesektor. Hiervon verspreche ich mir nachhaltige Ergebnisse.

Die gemeinsame Arbeit an unserer Bewerbung hat sich für die Zukunft Mülheims gelohnt. Wir haben viele neue Erkenntnisse gewonnen. Diese werden wir im Rahmen der bereits aktiven „Klimazone Mülheim an der Ruhr“ und der „Mülheimer Initiative für Klimaschutz“ weiter präzisieren und umsetzen. Sie werden sich positiv auf unserer Klima und das Leben in unserer Stadt auswirken. Ich danke deshalb auch an dieser Stelle noch einmal allen Bürgern und Bürgerinnen sowie den Unternehmen, die in kurzer Zeit und dank intensiver Zusammenarbeit eine sehr gute Bewerbung auf den Weg gebracht haben. Darauf können Sie, können wir alle wirklich stolz sein! Machen Sie weiter mit, denn wir werden diese Ergebnissen für unsere Stadt nutzen.

In diesen Wochen geht auch die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 zu Ende. Sie war für Mülheim an der Ruhr kulturell und wirtschaftlich ein großer Erfolg - und ein Imagegewinn. Mülheim wurde von Beginn an lokal, regional und bundesweit (u.a. durch Projekte wie die Odyssee Europa, das Theater der Welt oder die RuhrLights) als bedeutender Theater- und Kulturstandort wahrgenommen. Mit seinen TWINS- und weiteren großen Kulturprojekten – u.a. mit der Ruhrtrilogie in Istanbul – konnten wir unseren Bekanntheitsgrad über Europa hinaus erhöhen. Uns ist es durch eine Vielzahl qualitativ hochwertiger Kulturveranstaltungen gelungen, die Bürgerschaft zur aktiven Teilhabe am kulturellen Angebot zu motivieren. Ein weiterer positiver Effekt des starken bürgerschaftlichen Engagements war der Ausbau und die Verstetigung von Kooperationsstrukturen und Netzwerken (local heroes,! SING, u.a.). Durch gestiegene Auslastung von Stadthalle, Hotellerie, Gastronomie und Kultureinrichtungen leistete RUHR.2010 damit einen wichtigen Beitrag zur touristischen Weiterentwicklung unserer Stadt. Ich hoffe sehr, dass dieses Interesse an unserer Stadt, unserer Region auch im nächsten Jahr anhält.

In diesem Sinne wünsche ich allen Bürgern und Bürgerinnen sowie unseren Gästen eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2011.

 

Herzlichst

Ihre

Dagmar Mühlenfeld

Oberbürgermeisterin

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Stand: 04.01.2011

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