Archiv-Beitrag vom 18.06.2009Die ehemalige Augenklinik wird zum Haus der Stadtgeschichte und neue Heimat der Musikschule

Die ehemalige Augenklinik an der von-Graefe-Straße wird zum Haus der Stadtgeschichte umgebaut – und zusätzlich neue Heimat der Musikschule sein. Die Leonhard-Stinnes-Stiftung baut als Eigentümer baut das derzeit leerstehende Gebäude um. Im Herbst des nächsten Jahres soll das Projekt fertig sein. Rund zehn Millionen Euro investiert die Stiftung, die Stadt wird später aber als Mieter einziehen.

In der ehemaligen Augenklinik an der von-Graefe-Straße soll das

In der ehemaligen Augenklinik an der von-Graefe-Straße wird das "Haus der Stadtgeschichte" entstehen. Am Modell: Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, Frank Peter Buchwald (links) und Matthias Knospe vom städtischen ImmobilienService. 

Fotos: Walter Schernstein

Es wird ein Haus der Bürger, der Begegnung, so sieht es Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld. Sie freut sich, mit dem Projekt dem wachsenden Interesse an der Stadtgeschichte entgegen zu kommen. Das heutige Archiv und das Musikschulgebäude wird die Stadt vermarkten.

Als Begegnungsstätte war das Haus an der Von-Gräfe-Straße ursprünglich im Jahr 1901 errichtet worden. Ausflugslokal "Johannisburg" hieß es damals, aber nur wenige Jahre. Im Juli 1907 bereits wurde der Klinikbetrieb aufgenommen. Bis Mitte der 80er Jahre haben Ärzte dort operiert, dann wurde die neue Augenklinik am Evangelischen Krankenhaus gebaut.

An die einstige architektonische Schönheit mit Türmchen erinnert heute nichts mehr. Ein Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg zerstörte die Klinik zum Teil bis auf die Grundmauern. Seit Wochen finden in dem Objekt Abbrucharbeiten statt. "Wir entkernen komplett", sagt der Chef des städtischen Immobilien-Service, Frank Buchwald.

Der Besucher betritt das Haus künftig durch einen neuen Anbau und gelangt zunächst in eine Ausstellungshalle. "Auch hier profitieren wir", so OB Mühlenfeld. Bisher habe die Stadt gerade mal im Rathaus-Foyer Künstlern Ausstellungsfläche anbieten können. Der Anbau beherbergt zudem einen Konzert- oder Vortragssaal. Etwa 100 Gäste finden dort Platz. Auf einer Empore gibt es ein kleines Cafe, wer will, kann seinen Kaffee auch im Garten trinken.

An die 4000 Quadratmeter wird das umgebaute Gebäude bieten, 60 Prozent belegt davon die Musikschule. Die Räume sollen je nach Bedarf mit Schallschutz ausgestattet werden. Das Archiv, so Buchwald, kann wachsen. "Wir verfügen über ausreichend Puffer."

In der ehemaligen Augenklinik an der von-Graefe-Straße soll das

Die Fassade des Anbaus wird als Werksteinfassade ausgebildet und durch große verglaste Flächen gegliedert. Die noch vorhandenen Bau- und Zierelemente der Fassade aus alten Zeiten sowie der Sockel aus Basaltstein werden nach historischem Vorbild restauriert. Das Haus, so sehen es die Planer und Architekten, soll auch künftig wieder etwas fürs Auge sein.

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Stand: 23.06.2009

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