Empfang des israelischen Botschafters (2016)

Grußwort von Oberbürgermeister Ulrich Scholten

anlässlich des Empfang des Israelischen Botschafters

am Montag, 2. Mai 2016, 17.30 Uhr

Caruso

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Meine sehr geehrten Damen und Herren,

im Namen von Rat und Verwaltung der Stadt Mülheim an der Ruhr begrüße ich Sie alle herzlich im Caruso, dem wunderschönen Marmorsaal unserer Stadthalle!

Meine ganz besonderen Grüße gehen heute Abend an Seine Exzellenz, Yakov Hadas-Handelsman, den Botschafter des Staates Israel in Deutschland.

Herr Botschafter, es ist uns eine Ehre, dass Sie auf Einladung des Lions-Clubs Mülheim/Ruhr Hellweg und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Arbeitsgemeinschaft Duisburg-Mülheim-Oberhausen, Gast in unserer Stadt sind.

Als Partnerstadt von Kfar Saba pflegen wir in Mülheim seit 1993 enge freundschaftliche Verbindungen nach Israel. Viele Mülheimer Bürgerinnen und Bürger haben in der Vergangenheit diese Städtepartnerschaft zu Reisen in Ihr Land genutzt. An Ostern war die letzte Gruppe dort zu Gast… Wie die anderen Mülheimer vor ihnen kamen auch sie zurück mit vielen neuen Eindrücken. Und so wachsen das Verständnis für unsere Freunde jenseits des Mittelmeers und die Freundschaft mit ihnen seit über zwei Jahrzehnten stetig.

Wir freuen uns immer über Besuche aus unserer Partnerstadt. Seien dies offizielle Delegationen, Jugendliche oder Künstler, wie wir sie im September erwarten.

Gemeinsam mit den Vertretern der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim-Oberhausen gedenken wir in tiefer Verbundenheit zu den offiziellen Gedenktagen unserer gemeinsamen Vergangenheit. Wir betrauen die Toten, denn auch in unserer Stadt wurden Menschen jüdischen Glaubens von Mülheimer Bürgern verfolgt, misshandelt, geächtet und von hier aus in Konzentrationslager deportiert, wo viele von ihnen starben. Wir stehen zu unserer historischen Verantwortung und wollen, dass diese sich niemals wiederholt.

Auch deshalb feiern wir seit einigen Jahren gemeinsam mit unserer jüdischen Gemeinde das Lichterfest. Draußen, mitten in unserer Stadt, mit Kerzen und Fettgebackenem sowie jüdischen Gebeten und Liedern. Die ganz besondere Atmosphäre zieht viele – und nicht nur Menschen jüdischen Glaubens – in ihren Bann.

Wir schauen mit dieser Veranstaltung bewusst nach vorne in eine hoffentlich friedvolle Zukunft.

Um dieses mir so wichtige Anliegen zu unterstreichen, bin ich in der vergangenen Woche – mit großer Zustimmung der Ratsmitglieder – der Initiative „Mayors united against Anti-Semitism“ beigetreten.

Ich habe die Erklärung unterschrieben, und zwar in Anwesenheit von Jacques Marx, dem Ehrenvorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim-Oberhausen und Träger des Ehrenrings unserer drei Städte, sowie Markus Püll, dem Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Arbeitsgemeinschaft Duisburg-Mülheim-Oberhausen.

Diese Unterschrift verstehe ich als Versprechen dafür, dass wir in Mülheim an der Ruhr alles in unserer Macht stehende tun werden, damit Antisemitismus bei uns heute und in Zukunft keine Chance hat.

Mit diesem Anspruch an unserer Stadtgesellschaft bin ich mit allen anderen Gästen hier im Saal sehr gespannt auf Ihren Vortrag zum Israelisch-Deutschen Verhältnis.

Noch einmal: Herzlich willkommen in Mülheim an der Ruhr!

Kontakt


Stand: 06.05.2016

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