Stadt Mülheim an der Ruhr - Entlang der Georoute Ruhr- Steinbruch Rauen

Entlang der Georoute Ruhr- Steinbruch Rauen

Mülheim am Meer - Können Sie sich das vorstellen?

Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus dem Steinbruch Rauen am Kassenberg in Mülheim an der Ruhr. Dort sind im Hangenden der Oberkarbonischen Schichtenfolge Transgressionssedimente aus der Oberkreidezeit aufgeschlossen. Teile des Steinbruchbetriebes sind als Geotop geschüzt.Am Kassenberg in Broich verlief tatsächlich die Küste eines tropischen Meeres. Das ist zwar schon etwa 90 Millionen Jahre her, aber Zeugnisse aus dieser Zeit wurden im Steinbruch Rauen gefunden. Auf der Oberfläche der Felsgesteine des Steinkohlengebirges sind viele jüngere Gesteinsschichten, die  durch den Abbaubetrieb sichtbar wurden, zur Ablagerung gekommen.

Aus der Gesteinsabfolge kann rekonstruiert werden, dass der Meeresspiegel mehrfach schwankte. Dabei ragte der Kassenberg zeitweise wie eine Felsenklippe aus dem Meer. Durch die Erosionskraft des Meeres sind  auch die trichterförmigen Aushöhlungen (Kolke) und Rinnenstrukturen im harten Fels des Grundgebirges entstanden.

Die im Steinbruch Rauen angeschnittenen Gesteinsschichten enthalten Brandungsgerölle. Wir kennen solchen rundgeformten Steine von den Stränden steiler Felsküsten. In diesen Gesteinen sind auch versteinerte Haifischzähne, Schnecken und Austern gefunden worden. Dies sind sogenannte Fossilien, die von Fachleuten zeitlich und naturräumlich zugeordnet werden können.

Im Steinbruch selbst wird seit mehr als 100 Jahren ein viel älteres Gestein abgebaut, dBlick in den Steinbruch Rauen am Kassenberg in Mülheim an der Ruhr. Abgebaut wird hier ein oberkarbonischer quarzitischer Sandstein, der Ruhrsandstein.er sogenannte Ruhrsandstein. Er gehört zu einer Schichtenfolge, die im bergischen Teil des Mülheimer Stadtgebietes verbreitet und teilweise oberflächennah aufgeschlossen zu finden ist. Diese Gesteine sind Sand- und Tonsteine aus dem Karbonzeitalter, welches vor etwa 360 Millionen Jahren begann und vor etwa 300 Millionen Jahren endete. Im den Schichtfolgen des Karbons gibt es teilweise mächtige Kohleflöze, die bereits seit dem Mittelalter in Schürfgruben, später
dann auch bergmännisch in Stollen abgebaut wurden. Am Steilufer des Kahlenberges im Bereich der Jugendherberge
ist ein Anschnitt Gesteinsabfolge des Karbons sichtbar, ebenso wie hier auf  der gegenüberliegenden Ruhrseite, am Kassenberg.

Der Steinbruch ist nicht öffentlich zugänglich. Ein unbefugtes Betreten wäre auch gefährlich, da dort  heute noch Gestein gebrochen wird. 

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Stand: 04.04.2011

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