Archiv-Beitrag vom 27.07.2009Gelungene Wiedereröffnung des Kunstmuseums in der Alten Post

 

Wiedereröffnung des Kunstmuseum in der Alten Post am 25.7.2009 - Oberbürgermeistering Dagmar Mühlenfeld bei ihrer Eröffnungsrede im Foyer


Nach erfolgreicher Umbauphase eröffnete Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld am Samstag (25.7.) gemeinsam mit der neuen Leiterin des Kunstmuseum, Dr. Beate Reese, die neuen Ausstellungsräume in der Alten Post. Zur Wiedereröffnung des Kunstmuseums sowie der Eröffnung der beiden Einzelausstellungen von Clivia Vorrath und Hermann EsRichter waren zahlreiche Gäste, Besucher und Neugierige gekommen. Das Foyer in der Alten Post "platzte aus allen Nähten".


OB Dagmar Mühlenfeld sprach in ihrer Eöffnungsrede von einem denkwürdigen Augenblick für das Museum und die Künstler unserer Stadt. "Es erfüllt mich mit großer Freude, so viele Kunstliebhaber hier versammelt zu sehen. Zeigt dies einmal mehr, wie wichtig ein solcher Raum für unsere Stadt ist." Und, so die OB weiter: "Die Kunst drückt aus, was die Menschen bewegt; was ihnen Halt gibt und wovor sie sich ängstigen. Für uns BetrachterInnen ist Kunst der Raum ohne Grenzen. Hier können wir - sei es sinnlich oder intellektuell- nach Sinn fragen, indem wir ein Gegengewicht zu Zweckbestimmungen und Funktionalisierungen schaffen. So wird Kunst zum Erfahrungsraum jenseits unserer marktgemäßen Rollen als Arbeitskraft und Konsument."

Neue Museumsleiterin begrüßt


Die neue Hausherrin, Dr. Beate Reese, begrüßte sie herzlich in unserer Stadt - und natürlich im Kunstmuseum Alte Post. "Seit vielen Wochen fiebern die Kunstinteressierten diesem Moment entgegen. Alle sind gespannt, wie Sie, liebe Frau Dr. Reese, das Museum in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren zu einem Ort der lebhaften Kommunikation über Bildende Kunst in der Stadt und über ihre Grenzen hinaus weiterentwickeln wollen." Darüber hinaus gab es für die Oberbürgermeisterin natürlich noch einen weiteren Grund zur Freude. Die Wiedereröffnung des Kunstmuseums nach dreimonatiger Umbaupause: "Das, was man heute hier sieht, die schönen neuen Böden und der neue attraktive Museumsshop, sind jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Das Wesentliche, das in den letzten Monaten eingebaut wurde, bleibt unsichtbar und dient der Sicherheit...".

Sie lobte dabei ausdrücklich das ehrenamtliche und bürgerschaftliche Engagement ohne das "unser Kunstmuseum in der Vergangenheit nicht gegründet worden wäre - und heute nicht zu unterhalten... Als Ort der Bewahrung und Vermittlung des kulturellen Erbes, der gesellschaftlichen Erinnerung, der ethischen und ästhetischen Bildung bietet das Museum den Menschen ein breites Spektrum der Identifikation und des Engagements. Vielen Dank den Damen und Herren für ihr großes Engagement."

Der letzte Grund ihrer Freude lag in der Eröffnung der beiden Ausstellungen, die den Auftakt in den neu gestalteten Räumen des Kunstmuseums bilden und den Fokus besonders auf Arbeiten auf Papier richten. 

 

Wiedereröffnung des Kunstmuseum in der Alten Post am 25.7.2009 - die neue Leiterin Dr. Beate Reese bei ihrer Eröffnungsrede

 

Dr. Beate Reese zeigt sich begeistert vom Andrang und freute sich auf die Resonanz der Besucher auf die Ausstellungen von Clivia Vorrath und Hermann EsRichter, der persönlich zur Eröffnung nach Mülheim gekommen war. "Lassen Sie sich von den neuen Räumen und den Bildern der beiden Künstler einfangen..." Sie dankte den Kuratorinnen der beiden Ausstellungen für Ihr Engagement und freute sich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem gesamten Team.

Neue Museumsleiterin im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr in der Alten Post

Am 16. Juli 2009 hat Dr. Beate Reese die Leitung des Kunstmuseums in der Alten Post in Mülheim an der Ruhr übernommen. (Das Foto zeigt sie gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld bei der Wiedereröffnung des Kunstmuseum am 25.7.2009.) Zuvor war sie vierzehn Jahre als stellvertretende Leiterin und Wissenschaftlerin am Städtischen Kunstmuseum in Würzburg tätig. Dort zeigte sie sich maßgeblich mitverantwortlich für die Neukonzeption und Erweiterung der ehemaligen Städtischen Galerie.

Wiedereröffnung des Kunstmuseum in der Alten Post am 25.7.2009 - OB Dagmar Mühlenfeld gemeinsam mit der neuen Leiterin Dr. Beate Reese

Ihr Konzept für Mülheim sieht den weiteren Aus- und Aufbau der Museumspädagogik sowie die Ansprache neuer Besuchergruppen durch gezielte Angebote, Ausstellungen und Marketingmaßnahmen vor. Damit verbunden ist auch, die hochkarätigen Sammlungen des Hauses bekannter zu machen und gezielt Kooperationen mit dem neuen Medienhaus einzugehen, um diese kulturelle Mitte der Stadt weiter zu beleben. Ihr Programm beginnen wird sie in Mülheim 2010 mit der Ausstellung "100 + 1 Jahr – Moderne Kunst an der Ruhr", in der das Museum mit seiner Geschichte, seiner Sammlung und auch der Stiftung Sammlung Ziegler im Mittelpunkt stehen wird. Mit dieser Ausstellung wird sich das Kunstmuseum in den Verband der RuhrKunstMuseen zur Kulturhauptstadt RUHR.2010 eingliedern.

Im regelmäßigen Turnus wird Dr. Beate Reese mit dem Team des Hauses in Mülheim eine größere Ausstellung konzipieren, die Künstler und Themen beider Sammlungen aufgreift und  vorstellt. Anlässlich des 50. Todesjahres des Mülheimer Künstlers Werner Gilles plant sie für 2011 eine Ausstellung, die den Künstler in den Kontext von Weggefährten und Zeitgenossen, so Werner Heldt, stellt und auch nach den Nachwirkungen des Künstlers fragen wird.

Fotos: Anke Degner

 

Hinweis:
In der Lokalzeit Ruhr des WDR-Essen vom Samstag (25.7.2009) gab es ebenfalls einen Beitrag zur Wiedereröffnung des Kunstmuseum in der Alten Post sowie zu den beiden Ausstellungen. Der Beitrag ist in der Mediathek auf der Internet-Seite des WDR unter www.wdr.de abrufbar.

 

Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen im Kunstmuseum erfolgreich abgeschlossen

 
Den Besucher empfängt ein klar gestaltetes Foyer mit neu möbliertem Museumsshop, Kassen- und Aufenthaltsbereich. Erneuert wurde im Foyer, in den Ausstellungsräumen im Erd- und 2. Obergeschoss auch der Bodenbelag. Die bereits gesprungenen weißen Kacheln und die im 2. OG verlegten Teppiche wurden durch graue Estrichböden ersetzt, die den Rahmen bilden für eine zeitgemäße Präsentation von Kunst.

Die Planung und Konzeption von Innenraumgestaltung und Möblierung oblag Karsten Weber. Der auf Museums- und Ausstellungsarchitektur spezialisierte Düsseldorfer Architekt entwickelte bereits für die Kunsthalle Düsseldorf (2002) und den Bonner Kunstverein (2007) die neue Innenraumgestaltung. Besonderen Wert legte er hierbei auf das Mobiliar, das eigens für die Museumsräume entworfen und angefertigt wurde.

Im Wesentlichen wurden jedoch die Brandschutzmaßnahmen erneuert und eine flächendeckende Brandmeldeanlage eingebaut. Zur Entfluchtung der Ausstellungsräume im 2. Obergeschoss wurde des Weiteren außen am Gebäude ein Nottreppenturm (2. Fluchtweg) errichtet.

Die Bauleitung lag hier beim ImmobilienService der Stadt Mülheim. Die kalkulierten und von den politischen Gremien beschlossenen Baukosten in Höhe von 976.000,00 EUR wurden eingehalten. Die verbessernden Brandschutzmaßnahmen und die Erneuerung des Fußbodenbelages im Erd- und 2. Obergeschoss  begannen am 1. April 2009 und wurden termingerecht am 30. Juni 2009 abgeschlossen. 

Kontakt


Stand: 30.07.2009

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