Erinnerungen an die Bombennacht 23. Juni 1943
„Vor 60 Jahren erlitt die Stadt Mülheim an der Ruhr die größte Katastrophe ihrer Geschichte. Die Stadt erinnert an dieses Datum und gedenkt der großen menschlichen und materiellen Opfer, die sie an jenem 23. Juni 1943 und während des gesamten Zweiten Weltkrieges erlitten hat,“ so Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld im Vorfeld des Datums.
Am 23. Juni 2003 jährt sich zum 60. Mal der Tag, an dem die Stadt Mülheim an der Ruhr von der größten Katastrophe ihrer Geschichte getroffen wurde. In nur 70 Minuten zerstörte ein alliierter Luftangriff in der Nacht vom 22. zum 23. Juni 1943 das in Jahrhunderten gewachsene Zentrum von Mülheim an der Ruhr und riss über 500 Menschen in den Tod. Die nüchternen Zahlen der Statistik, die darüber hinaus 1.167 Verletzte, den Totalschaden von 1.135 Häusern und über 10.000 beschädigte Gebäude nennt, lässt das menschliche Leiden, das sich dahinter verbirgt, nur annähernd ahnen. Über 48.000 Menschen verloren in dem vom Luftangriff betroffenen Raum ihre Wohnung und ihre Heimat.
Blick auf die Kreuzung Schloßstraße/Eppinghofer Straße

Blick auf die zerstörte Altstadt

Blick Richtung Rathaus
(alle Fotos: Medienzentrum der Stadt)
Dagmar Mühlenfeld: “Wir gedenken der hier getöteten Menschen ebenso wie der Millionen Opfer, die der zweite Weltkrieg forderte. Wir müssen in bleibender Erinnerung behalten, dass die menschlichen und materiellen Opfer, für die der 23. Juni 1943 Symbol und Mahnung darstellt, die Folge eines Krieges sind, den das NS-Terror-Regime über Deutschland und die Welt brachte. Krieg, Leid und Trauer werden von allen Menschen gleich erfahren und kennen keine nationalen Grenzen. Daher gilt unser ganzes Streben einem geeinten Europa in einer friedlichen Welt“.
„Den heute Lebenden mag die Erinnerung an 1943 ein Anlass für humanitäres Handeln in unserer Zeit sein,“ so Dr. Hans Fischer, Vorsitzender des Geschichtsvereins.
In Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein wird es am 25. Juni um 19.00 Uhr im Museum Alte Post einen Vortrag "Kriegsalltag einer Stadt, Mülheim 1939-1945" geben, zu dem alle Interessierten eingeladen sind. Referent Elmar Wiedeking wird auch im kommenden Jahrbuch 2004 des Verkehrsvereins (Erscheinungsdatum Dezember 2003) über dieses Thema schreiben.
Kontakt
Stand: 18.06.2003













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