Eröffnung der Hochschule Ruhr West
Rede von Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld zur offiziellen Eröffnung der Hochschule Ruhr West am Mittwoch, 23. September 09, 12.30 Uhr, Haus der Wirtschaft *** Sehr geehrter Herr Minister Professor Pinkwart, sehr geehrter Herr Professor Menzel, lieber Kollege Nötzel, meine sehr geehrten Herren und Damen, aber vor allem: liebe Studierende! Dies ist eine ganz besondere Woche in Ihrem Leben: Am Montag haben Sie mit Ihrem Studium im Bereich Maschinenbau bzw. Elektrotechnik begonnen. Gestern haben Sie bedeutende Unternehmen und Kooperationspartner der FH kennen gelernt, und heute begehen Sie mit uns gemeinsam die Eröffnung der Hochschule Ruhr West. Dieses Erlebnis bleibt Ihnen vor allen nachfolgenden Studenten-Generationen vorbehalten: Denn sie sind die erste Studierendengeneration einer in den nächsten Jahren hoffentlich erfolgreich aufwachsenden Hochschule Ruhr West. Heute ist auch ein ganz besonderer Tag in der 201-jährigen Geschichte der Stadt Mülheim an der Ruhr: Mülheim ist jetzt auch ganz offiziell Hochschulstandort! In dieser Woche werden die ersten Studierenden in unserem Stadtbild sichtbar, und mit dem voranschreitenden Aufbau der neuen Hochschule Ruhr West werden diese Sichtbarkeit und die Impulse durch ein Mehr an neuen jungen Gesichtern in unserer Stadt noch deutlich zunehmen. Wir werden als Stadt alles dafür tun, dass sich die Studierenden, aber natürlich auch die DozentInnen und MitarbeiterInnen der Hochschule Ruhr West in Mülheim wohl fühlen werden. Ich hatte ja am Montag bereits das Vergnügen, Sie, liebe Studierende, ganz herzlich in Mülheim an der Ruhr willkommen zu heißen und Ihnen einen erfolgreichen Start in das Studium zu wünschen! Mein Kollege Nötzel hat Sie am Dienstag in Bottrop empfangen. Gemeinsam wünschen wir Ihnen heute noch einmal alles Gute und ein erfolgreiches Studium an unserer neuen Hochschule Ruhr West. Liebe Studierende, Sie haben sich für ein Studium an einer neuen technisch-naturwissenschaftlichen Hochschule entschieden, die im Hinblick auf eine enge Kooperation mit der Wirtschaft dieser Region neue Maßstäbe in Nordrhein-Westfalen setzen wird. Und diese neuen Maßstäbe brauchen wir auch, wenn wir den Wohlstand an unserem Standort sichern wollen. Wir brauchen die beste Bildung für unsere Jugendlichen. Denn die Arbeitsplätze, die künftig entstehen, werden noch anspruchsvoller als die der vorhergehenden Generation. Nur wenn wir optimale Rahmenbedingungen schaffen, nur wenn die hier lebenden Menschen bestmöglich gebildet und ausgebildet sind, werden wir gut für den globalen Wettbewerb gerüstet sein, können wir den Wohlstand an unserem Standort sichern. Davon bin ich überzeugt. In Mülheim gibt es derzeit noch 30 Prozent produzierendes Gewerbe. Darauf sind wir stolz, denn das ist ein auch im Vergleich zur Metropole Ruhr hoher Prozentsatz. Hier findet echte Wertschöpfung auf hohem Qualitätsniveau statt. Hier werden Dienstleistungsangebote entwickelt, die als Exportartikel zur Stärkung der Mülheimer Wirtschaft beitragen. In manchen Nachbarstädten ist der Anteil des produzierenden Sektors auf 15 Prozent gesunken... Diese in Mülheim und im westlichen Ruhrgebiet ansässigen hochinnovativen und hochproduktiven Unternehmen brauchen hervorragende Fachkräfte, um am Weltmarkt bestehen zu können. Wenn wir in Mülheim, in der Metropole Ruhr, in NRW ein erfolgreicher Industrie- und Energiestandort bleiben wollen, brauchen wir Sie – und Ihr zukünftig an der Hochschule Ruhr West erworbenes Wissen. Dafür machen wir uns stark. Deshalb werden wir Sie noch besten Kräften unterstützen. Meine sehr geehrten Herren und Damen, bereits in der Bewerbung um die Fachhochschule – gemeinsam mit der Stadt Bottrop, der Industrie- und Handelskammer zu Essen und der UnternehmerverbandsGruppe – haben uns über 100 Unternehmen mit Zusagen für Stiftungslehrstühle, duale Studienplätze, Stipendien und Praktikumsplätze unterstützt. Bei allen Unternehmen, die mit ihren Zusagen maßgeblich zum Erfolg der Bewerbung um die Fachhochschule beigetragen haben, möchte ich mich herzlich bedanken. Dies gilt insbesondere für das Engagement von Erivan Haub von der Unternehmensgruppe Tengelmann, der Sparkasse Mülheim an der Ruhr und der Sparkasse Bottrop für ihre Bereitstellung von Stiftungslehrstühlen. Die unterstützenden Unternehmen haben sich bereits im Februar in einem starken Förderverein organisiert, um die neue Hochschule gezielt zu unterstützen. Hierfür möchte ich mich bei Heinz Lison, dem Vorsitzenden des Fördervereines, und Horst Schmoll, seinem Stellvertreter und Siemens Standortleiter, für ihr außerordentliches Engagement bedanken. Wie wichtig starke Wirtschaftspartner für eine Hochschule in Forschung und Lehre, aber auch als Zukunftsperspektive für die Studierenden und zukünftigen Absolventen sind, darauf wird Erwin Winkel, Personalvorstand der RWE Power AG, eingehen, den ich hiermit herzlich willkommen heiße. Meine sehr gehrten Herren und Damen, in den letzten Wochen und Monaten haben wir in Mülheim eine intensive Diskussion über den besten Neubaustandort der Hochschule geführt. Eigentlich ein Luxusproblem, wenn man mehrere so außerordentlich geeignet Standorte in einer Stadt besitzt. Am Ende drohte die Jahrhundertchance für unsere Stadt im Streit zerredet zu werden. Ich bin deshalb froh, dass sich der Rat der Stadt Mülheim an der Ruhr in seiner letzten Sitzung am vergangenen Donnerstag klar für den auch aus meiner Sicht am besten geeigneten Standort entschieden hat, nämlich Mitten in der Stadt, direkt an der Ruhr. Dieser Standort, lieber Herr Minister Prof. Pinkwart, kann sich durch seine direkte Lage an der Ruhr mitten im Stadtzentrum auch städtebaulich zu einem überregional ausstrahlenden Hochschulcampus entwickeln. Davon bin ich überzeugt. Liebe Studierende, auch wenn die Startbedingungen in das Studium durch eine Interimslösung und die notwendige Aufbauarbeit der Hochschule auf den ersten Blick nicht so optimal erscheinen wie vielleicht an "älteren" Hochschulen, so bin ich sicher, dass Sie durch die praxisorientierte und wirtschaftsnahe Ausbildung an der Hochschule Ruhr West exzellente Rahmenbedingungen vorfinden. Und zu Ihrem Examen wird dann auch der architektonisch und städtebaulich reizvolle Neubau der Hochschule fertiggestellt sein. Darauf freue ich mich schon heute. Herzlichen Dank!
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Stand: 25.09.2009













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