Eröffnung des Museums im Kloster Saarn 2008
Grußwort für Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld
zur Eröffnung des Klostermuseums
am Freitag, 24.10.08, 16.00 Uhr,
Kloster Saarn
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Heute ist ein besonderer Tag für die "Freunde und Förderer des Klosters Saarn". Heute ist aber auch ein besonderer Tag für ganz Saarn, für unsere Stadt und die Region.
Heute nämlich eröffnen wir ein außergewöhnliches und wunderbares Museum: das "Museum im Kloster Saarn"... Und damit im Jahr des 200-jährigen Mülheimer Stadtjubiläums ein zweites Museum, das zum größten Teil auf der Grundlage ehrenamtlicher Arbeit entstanden ist.
Das ist in der heutigen Zeit so ungewöhnlich - und spiegelt dennoch den immer wieder zu findenden großen Einsatz der MülheimerInnen für ihre Stadt und ihre Geschichte wider. Ich muss deshalb kaum erwähnen, dass das "Museum im Kloster Saarn" auch künftig durch Ehrenamtliche betreut wird.
Im Namen der Stadt Mülheim an der Ruhr und stellvertretend für die VertreterInnen des Rates danke ich all jenen, die sich in den vergangenen Jahren so intensiv mit ihrem ganzen Engagement in die Realisierung dieses Projektes eingebracht haben. Einen Namen aus dem großen Kreis der Unterstützer möchte ich stellvertretend für alle Beteiligten nennen: Leo Werry, nach dessen "Drehbuch" das Museum entstanden ist. Vielen Dank dafür.
Mein Dank gilt auch der Leonhard-Stinnes-Stiftung, dem Landschaftsverband Rheinland und der Mülheimer Sparkasse, ohne deren finanzielles Engagement wir heute – im Jahre des 25-jährigen Bestehens des "Vereins der Freunde und Förderer des Klosters Saarn" - nicht die Einweihung eines weiteren kulturellen Kleinods in unserer Stadt feiern könnten.
Ich bin sehr stolz darauf, dass wir in Mülheim an der Ruhr mit dem "Museum im Kloster Saarn" nun das vierte Museum in fünf Jahren eröffnen können! Wir tun dies in einer Zeit, in der andere Kommunen um den Erhalt ihrer Museen bangen.
Wir nehmen so unsere Geschichte ernst. Wir wollen aus ihr lernen. Denn - lassen Sie mich hierzu unseren ehemaligen Kulturdezernenten Hans-Theo Horn zitieren: "Nur wer sich der Geschichte der eigenen Stadt stellt, kann ihre Zukunft gestalten". So hat er im Jahr 2001 im Kulturausschuss sein Plädoyer für ein Museum im Kloster Saarn eingeleitet.
Recht hatte er! Nur wenn wir wissen, woher wir stammen, welches kulturelle und geschichtliche Erbe wir besitzen und welche Hypotheken wir mit in die Zukunft nehmen, können wir eben diese auch gestalten.
Einen wichtigen Baustein unserer Geschichte finden wir nun im "Museum im Kloster Saarn" dokumentiert. Dieses Museum hat – wie zuvor schon das Leder- und Gerbermuseum, die Camera Obscura und das Gründer- und Unternehmermuseum - seine Heimat an einem historisch bedeutenden Ort gefunden: Die Saarner Abtei "Mariensaal" gilt als einzigartiges Kulturmonument des Ruhrgebiets.
Das unterirdische Klostermuseum kann auf seinen 140 Quadratmetern auf eine teilweise 800-jährige Bausubstanz zurückgreifen. Als authentische Geschichtsräume verstärken die historischen Kelleranlagen den Eindruck, den die Ausstellung auf die BesucherInnen macht.
Die umfangreichen Grabungsarbeiten der vergangenen Jahre haben neben architektonischen und religiösen Fundstücken auch zahlreiche eindrucksvolle Belege für die Wirtschaftstätigkeit der Zisterzienserinnen zu Tage gebracht. Und so kann das Museum nun die wesentlichen Aspekte der klösterlichen Lebenswelt dokumentieren.
Ich finde, die Umsetzung des didaktischen Konzeptes ist hervorragend gelungen. Dieses Museum spricht Kinder und Jugendliche ebenso an wie Erwachsene und reiht sich damit ein in die Kette unserer Museumsperlen entlang der Ruhr.
Ich wünsche dem Museum viele interessierte BesucherInnen, dem "Verein der Freunde und Förderer im Kloster Saarn" viele Unterstützer und uns allen die Muse, dieses wunderschöne Museum ausgiebig zu genießen.
Glück auf!
Kontakt
Stand: 12.11.2010
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