Eröffnung Stücke (2017)

Grußwort von Oberbürgermeister Ulrich Scholten

anlässlich der Eröffnung der „Stücke 2017“

am Samstag, 13. Mai 2017, 18.30 Uhr

Stadthalle

***

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich begrüße Sie herzlich zur Eröffnung der 42. Mülheimer Theatertage NRW „Stücke“.

Aus dem Kreis der vielen geladenen Gäste begrüße ich stellvertretend:

  • Thomas Casura, Konsul des Schweizerischen Generalkonsulats, Frankfurt am Main
  • Stephan Märki, Intendant Konzert Theater Bern
  • Frau Dr. Kaluza, die Leiterin der Abteilung „Kultur“ des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen,
  • die Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums,
  • die Mülheimer Abgeordneten des Bundes- und des Landtags,
  • die Intendanten und Kulturdezernenten der Region,
  • die Mitglieder des Rates der Stadt und des Kulturausschusses,
  • die Mitglieder der beiden Auswahlgremien und der Jurys,
  • die Ensembles der eingeladenen Theater,
  • heute insbesondere das des „Konzert Theater Bern“ mit seinem Intendanten Stephan Märki

und natürlich Sie alle, die gekommen sind, um die besten neuen Stücke der Saison zu sehen.

Herzlich danken möchte ich

  • all jenen Menschen vor Ort und in den gastierenden Theatern, die seit Wochen dafür arbeiten, dass die 42. Mülheimer Theatertage NRW uns drei Wochen Theatergenuss bescheren,
  • der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien …
  • und dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen für die Förderung der Theatertage,
  • der Schweizer Kulturstiftung „Pro Helvetia“ für die finanzielle Unterstützung
  • sowie dem Team unseres Theater- und Konzertbüros für die Organisation des Festivals.

Die Mülheimer Theatertage NRW ziehen Menschen von nah und fern an. In diesem Jahr sogar Menschen aus ganz weiter Ferne. Zur Übersetzerwerkstatt, die das Internationale Theaterinstitut ITI gemeinsam mit den Mülheimer Theatertagen ab sofort jährlich veranstaltet, reisen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Frankreich, der Tschechischen Republik, der Slowakei, aus Rumänien und der Ukraine, aus Äthiopien, Palästina, Argentinien und den USA sowie aus China und Japan an.

Die Übersetzerinnen und Übersetzer tragen die Texte, die sie bei den „Stücken“ kennenlernen, aber auch die Erfahrungen, die sie in Mülheim machen, zurück in ihre Heimatländer. Und so kommt nicht nur die Welt nach Mülheim, es gelangt auch ein Stück Mülheim in die Welt.

All diese Menschen, die in diesen Tagen bei uns zu Gast sind, verbindet die Liebe zum Theater – und die Überzeugung, dass Theater die Kraft hat, Grenzen zu überwinden.

Wenn wir uns gemeinsam auf einen Theatertext und seine Inszenierung einlassen, erschließen sich uns vielleicht neue Sichtweisen.

Wenn wir über die Fragen sprechen, die ein Theaterabend aufwirft, setzen wir uns automatisch mit Ansichten auseinander, die den unseren vielleicht widersprechen. In einer gesellschaftlichen und politischen Situation, in der es Menschen gibt, die jegliches Gespräch verweigern, ist dies wichtiger denn je.

Deshalb ist es auch gut, dass in diesem Jahr wieder viele junge Menschen aus der Region das Festival mitgestalten. Ihnen gehört die Zukunft und sie bringen schon heute ihre Energie und ihr Engagement für eine lebenswerte Gesellschaft ein. Im Rahmen der „Stücke“ haben sie die Chance, sich mit künstlerischen, aber auch mit drängenden sozialen und politischen Fragen zu beschäftigen.

Was kann einer Stadt Besseres passieren, als wenn ihre jungen Bürgerinnen und Bürger sich solchen Fragen frühzeitig stellen? Und wenn sie uns allen mit ihren Perspektiven Denkanstöße geben?

Studierende verschiedener Universitäten an Rhein und Ruhr sowie aus Gießen und München lassen uns im „Stücke“-Blog an ihrem Blick auf das Festival teilhaben. In den Blog-Quartieren auf der Schloßstraße und in der „dezentrale“ setzen sie sich mit dem Festivalgeschehen auseinander und halten ihre Gedanken und Ideen in Wort, Bild und Ton fest.

Die „Szenentaucher“, angehende Schauspieler und Schauspielerinnen der Folkwang Universität der Künste, zeigen szenische Kurzprogramme aus weiteren Werken der eingeladenen Autorinnen und Autoren.

Bei den „KinderStücken“ können schon die Jüngsten in den Inszenierungen viele Entdeckungen machen. Sie erleben hautnah, wie die Figuren mit Problemen umgehen, die die Kinder aus ihrem Alltag kennen: zum Beispiel wenn sie sich ausgeschlossen fühlen oder einen Verlust verarbeiten müssen. In der theaterpädagogischen Vor- und Nachbereitung lernen sie, ihre Fragen und Sorgen, Gedanken und Gefühle auszudrücken und sich in andere hineinzuversetzen. Und sie spüren, dass ihre Meinung wichtig ist, wenn sie etwa in der Jugend-Jury mitarbeiten.

Die „Stücke“ und die „KinderStücke“ sind ein Forum, das Diskussion und Austausch, Begegnung und Dialog fördert – und zwar zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft und verschiedenen Alters. Damit prägen sie die politische Kultur und das Klima unserer Stadt.

Und so wünsche ich mir und uns allen, dass uns auch die diesjährigen Theatertage Anlass zum Gespräch und zur Debatte, zum Nachdenken und Überdenken gewohnter Haltungen und Meinungen bieten. Freuen wir uns auf ein spannendes Festival und einen anregenden Eröffnungsabend der „Stücke 2017“.

Mit diesem Wunsch übergebe ich das Wort an die Leiterin der Kulturabteilung des Ministeriums, Frau Dr. Kaluza, die Sie im Namen des Ministeriums begrüßen möchte.

Kontakt


Stand: 23.05.2017

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