Eröffnung Verbandsversammlung RSGV 2011
Rede von Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld
zur Eröffnung der Verbandsversammlung des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes (RSGV)
am Montag, 20. Juni 11, 16 Uhr,
Stadthalle Mülheim, Festsaal
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Sehr geehrter Herr Breuer,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Landscheidt,
sehr geehrte Delegierte,
meine sehr geehrten Herren und Damen,
herzlich willkommen in Mülheim an der Ruhr! Ich freue mich sehr, Sie hier in unserer Stadthalle direkt an der Ruhr begrüßen zu dürfen. Es ist schön, dass die 87. Verbandsversammlung des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes mal wieder in unserer Stadt zu Gast ist. Der letzte Besuch ist ja immerhin schon eine Weile her. Die Wenigsten werden sich daran erinnern: Am 3. September 1969 durfte Mülheim zum letzten Mal Gastgeberin für dieses Gremium sein.
Ich hoffe, Sie lassen uns nicht noch einmal so lange warten. Denn wenn in einigen Jahren unser großes Stadtentwicklungsprogramm Ruhrbania umgesetzt ist, wird nicht nur die Verkehrsführung auch für Fremde leichter... Dann wird unsere Innenstadt ein neues Gesicht haben. Die Stadt zieht direkt ans Wasser. Und ich freue mich schon darauf, mit Ihnen dann einen Kaffee an unserer Ruhrpromenade am neuen Stadthafen zu trinken!
Ich hoffe sehr, dass es den Sparkassen bis dahin weiterhin so gut geht, wie im vergangenen, sehr erfolgreichen Geschäftsjahr. Denn dann können unsere kleinen und mittleren Unternehmen wie immer auf die Unterstützung ihrer Investitionsvorhaben durch die Sparkassen zählen.
Sehr geehrte Delegierte,
das Geschäftsmodell der Sparkassen ist keineswegs von gestern, im Gegenteil, es hat sich in der Krise bewährt und seine stabilisierende Wirkung entfaltet. Und dennoch gilt es wachsam zu bleiben, denn die Angriffe auf die öffentlich-rechtliche Säule des deutschen Bankensystems werden nicht nachlassen. Auch wenn die Sparkassen sind weiterhin als regional verankerte, starke und verlässliche Partner für den Mittelstand, als Motor für Struktur- und Wirtschafts- und somit auch lokale Beschäftigungsförderung bewähren.
Der Rheinische Sparkassen und Giroverband als Dachverband der 34 Sparkassen im Rheinland ist auch Arbeitgeber von über 32.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Er wird zudem seiner Verantwortung als Ausbilder gerecht. Mit einer Quote von über 9 Prozent gibt er 2450 jungen Menschen die Chance auf einen guten und qualifizierten Start ins Berufsleben – und auch die Übernahme der meisten Azubis ist zu einem sehr hohen Anteil gesichert.
Dass die Sparkasse außerdem inzwischen bewährte Modelle für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf anbietet, ist für Sie als zukunftsbewusste Arbeitgeber selbstverständlich. Das Angebot wird von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gerne angenommen, wie die hohe Zahl an Teilzeitkräften zeigt.
Die Sparkasse war und ist für die Bürger und Bürgerinnen in unseren Städte mit ihrer flächendeckenden Präsenz, mit umfassenden Bankdienstleistungen, mit ihrem breiten Netz an Geschäftsstellen, persönlichen Ansprechpartnern, SB-Geschäftsstellen und Geldautomaten eine wichtige Anlaufstelle. Die Kunden suchen vertrauenswürdige Beratung und honorieren ausgezeichneten Service. Die Sparkassen haben dies schon lange erkannt. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass zum Beispiel die Kölner Rating-Agentur "ServiceRating" die Servicequalität der Mülheimer Sparkasse im vergangenen Jahr mit "Sehr gut" ausgezeichnet hat. Davon profitieren Ihre privaten Kunden, aber auch der gewerbliche Mittelstand. Und dafür werden die Sparkasse geschätzt.
Die Stadtgesellschaft als Ganze profitiert von der Gemeinwohlausrichtung der Sparkassen. Über 100 Mio. Euro haben die Sparkassen im vergangenen Jahr in die Förderung gemeinnütziger Projekte aus den Bereichen Sport, Kultur, Soziales, Umwelt und Forschung gesteckt. Damit haben sie uns Städten in Zeiten angespannter kommunaler Haushalte an vielen Stellen unter die Arme gegriffen und ihren gesellschaftlichen Auftrag erfüllt.
Dass gleichzeitig die Bilanzsumme leicht stieg, das Kreditvolumen weiter gewachsen ist, dass sich die Ertragslage der rheinischen Sparkassen deutlich verbessert hat... ist erfreuliche und beachtenswerte Leistung!
Die Kommunen kämpfen mit immer schwierigeren Haushaltssituationen. Eigenkapital geht verloren, Entwicklungen bis hin zur Überschuldung sind keine Seltenheit mehr. Die Diskussion ist Ihnen vertraut. Sie kennen auch die Aktionen und Argumentationen des Städte und Landkreise umfassenden Aktionsbündnisses "Raus aus den Schulden!".
Einige Unverbesserliche aber - insbesondere diejenigen, die zu den Verursachern der Finanzmarktkrise gehören - fordern ein kommunales Rating und Risikoaufschläge für Kommunalkredite. In Zeiten wie diesen ist es deshalb wichtig, dass die Sparkassen weiterhin verlässliche Partner der Kommunen bleiben. Investitions- und Liquiditätskredite müssen zu attraktiven Konditionen zur Verfügung gestellt werden und gerade der Bereich der Stadtentwicklung benötigt in diesen Zeiten der Unterstützung. Diese Forderungen möchte ich Ihnen mit auf den Weg geben und um Ihre nachhaltige Hilfe bitten.
In diesem Sinne wünsche ich uns eine erfolgreiche Verbandsversammlung und dem Rheinischen Sparkassen- und Giroverband für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg bei seiner weiteren Arbeit.
Vielen Dank!
Kontakt
Stand: 22.06.2011













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